
Der Fußball-Landesligist TSV Eintracht Karlsfeld verlor beim TSV Kastl nach Führung noch mit 1:2 Toren – die innerhalb von 60 Sekunden fielen.
Der Aufwärtstrend der Landesliga-Fußballer des TSV Eintracht Karlsfeld ist vorerst gestoppt. Nach zwei deutlichen Siegen verlor die Mannschaft von Trainer Florian Beutlhauser am Samstag beim TSV Kastl mit 1:2. Die Niederlage war nicht unverdient und dennoch bitter, denn beide Gegentore fielen innerhalb einer Minute.
„Irgendwie war es ein ganz komisches Spiel“, meinte Beutlhauser nach dem Schlusspfiff. Regen, Wind und eine merkwürdige Atmosphäre ohne Emotionen führten dazu, dass das Spiel „über 90 Minuten so dahinplätscherte“.
Seine Elf startete ordentlich, hatte zunächst mehr vom Spiel, erlaubte sich aber defensiv einige Nachlässigkeiten. „Wir haben viel angeboten hinten, da hatte Kastl gute Chancen“, räumte der Coach ein. Torhüter Ivan Bagaric rettete einmal stark, ehe Karlsfeld selbst zuschlug.
In der 30. Minute war es erneut Roman Gertsmann, der nach einem Vorstoß von Thomas Ettenberger und dessen Flanke am zweiten Pfosten zum Flugkopfball ansetzte – 1:0 für die Eintracht. Nach seinem Doppelpack gegen Murnau traf der 33-Jährige damit erneut. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, auch wenn Kastl kurz vor der Pause den vermeintlichen Ausgleich erzielte, der wegen Abseits aber nicht zählte.
Nach dem Seitenwechsel verlor Karlsfeld den Zugriff. Kastl war nun aggressiver und druckvoller, ohne zunächst zwingend zu werden. Auf der anderen Seite versäumten es Gäste, das zweite Tor nachzulegen – Gertsmann verpasste den nächsten Doppelpack, weil er zu lange zögerte.
Dann folgte die entscheidende Minute: Zunächst rutschte eine eigentlich harmlose Flanke von Sebastian Spinner zum 1:1 ins Tor (71.), wenige Sekunden später brachte Christoph Hoffmann den TSV Kastl nach einer unübersichtlichen Szene mit 2:1 in Führung.
Karlsfeld reagierte nun. In der Schlussphase drängte die Eintracht auf den Ausgleich, scheiterte aber mehrfach – unter anderem am starken Kastler Torhüter Andreas Peller, der einen Abschluss von Jonas Eicher per Glanzparade entschärfte.
„Über 90 Minuten war es wahrscheinlich ein verdienter Sieg für Kastl“, resümierte Beutlhauser. „Aber bitter, weil wir es in einer Minute hergeschenkt haben.“
Die Stimmung nach dem Abpfiff sei dennoch positiv gewesen: „Die Leistung hat gepasst. Jetzt müssen wir nächste Woche gegen den SVN wieder punkten.“