
Der Tabellenkeller der Bezirksliga Süd gleicht einem Verschiebebahnhof. Woche für Woche setzt die Rochade auf den Plätzen 12–15 ein. Hilft nur nichts, solange sich das Quartett auf den Relegationsplätzen nicht dem rettenden Ufer nähert. Könnte demnächst aber passieren. Falls Raisting und Bad Heilbrunn weiter schwächeln. Noch zehren beide Clubs von ihrem Auftaktsieg nach der Winterpause. Auch der SV Ohlstadt würde gerne näher an diese Ränge heranrobben. Mit einem Spiel in der Hinterhand jederzeit möglich. Der Haken an der Sache: Gast beim heutigen Nachholspiel am Boschet (19.45 Uhr) ist Spitzenreiter SC Olching.
Da braucht man die Tatsachen erst gar nicht zu umschiffen. Die Qualität des langjährigen Landesligisten ist hoch. „Die können alles“, zollt Toni Geiger dem Ligaprimus Respekt. 51 von 60 möglichen Zählern hat der Absteiger eingefahren. Die Meisterschaft und damit der direkte Wiederaufstieg scheinen vorgezeichnet zu sein, zumal die unmittelbaren Kontrahenten inzwischen nicht mehr Schritt halten können. Ob da ausgerechnet der SVO zur Stolperfalle werden kann? Geiger betont, dass man einen „mannschaftlich sehr guten Tag“ benötige, um eigene Ansprüche anmelden zu können.
Der beinhaltet ein hohes Maß an Kommunikation, Kompaktheit und Effektivität. „Wir müssen viele Themen im Kollektiv lösen“, stellt der Coach klar. Hinten reinstellen und auf den Glückszähler hoffen wird nicht Teil des Plans sein. „Dann ist es eine Frage der Zeit.“ Umso wichtiger dürften wie zuletzt in Deisehofen die Umschaltmomente werden. Dort waren die Konter durchaus gefällig, nur der Ertrag passte nicht. „Unsere Chancen müssen wir besser nutzen, wir bekommen nicht die Vielzahl.“
Es gibt aber auch Argumente wider eine hoffnungslose Unterlegenheit der Ohlstädter. Dazu zählen der heimische Rasenteppich als Wohlfühloase ebenso wie der personelle Aspekt. „Wir sind gut aufgestellt, haben keine Ausfälle“, verrät der Coach. „Da kann immer was gehen.“ Kapitän Franz Leis komplettiert nach überstandener Grippe die Belegschaft, womit nur noch die Langzeitverletzten auf dem Index stehen. Die Torhüterfrage dürfte zugunsten von Niki Kimpel entschieden werden. Jonas Fuhrmann hat sich vergangenen Freitag beim Aufwärmen das Kreuz verrissen.