
FV Hunsrückhöhe Morbach – SG Schneifel (Freitag, 20.30 Uhr, Morbach, Kunstrasenplatz am Sportzentrum)
Ausgangslage: Es kommt eher selten vor, dass die Polizei Einfluss auf einen Spieltermin in der Rheinlandliga hat. Im Fall der Partie zwischen der FV Hunsrückhöhe und der SG Schneifel ist das aber so. Das zuvor auf Sonntag angesetzte Spiel in Morbach war auf Wunsch der Hausherren zunächst auf den Samstag vorverlegt worden. Nachdem sich Bundeskanzler Friedrich Merz für genau diesen Samstag für einen Besuch des CDU-Landesparteitags in der Morbacher Baldenauhalle angekündigt hatte, musste die Partie wegen der damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen erneut verschoben werden. Geplant war, nach Monzelfeld auszuweichen, doch der dortige Rasenplatz ist aufgrund der Witterungsbedingungen nicht mehr bespielbar. So folgte die Verlegung auf den Freitag. Das ist für die Gäste alles andere als perfekt. „Ich finde es schon kurios und auch äußerst unglücklich für uns, da einige Jungs so abends aus Köln nach Morbach fahren müssen“, sagt Stephan Simon, Coach der Vereinigten aus Stadtkyll, Auw, Ormont, Hallschlag, Esch und Feusdorf.
Im dritten Heimspiel in Serie möchte die Kombination aus Morbach und Monzelfeld endlich wieder einen Sieg einfahren. Zuletzt reichte es nur zu einem 2:2-Remis gegen Bitburg, nachdem die Hunsrücker zuvor mit dem 2:3 gegen den Oberligisten FC Emmelshausen-Karbach aus dem Rheinlandpokal ausgeschieden waren. „Wir treffen auf eine der aktuell besten Mannschaften. Schneifel ist sehr zweikampfstark und vorne mit enormer Qualität ausgestattet. Wenn wir unser Spiel auf den Platz bekommen, dann sind wir aber definitiv ein gleichwertiger Gegner“, sagt FVH-Coach Philipp Frank vor dem Vergleich mit der seit 14 Partien ungeschlagenen SG.
Personal: Bei der FV Hunsrückhöhe steht nur hinter dem Einsatz von Lukas Servatius (Reizung im Oberschenkel) ein Fragezeichen. Die personelle Situation bei der SG Schneifel bleibt aufgrund der vielen Langzeitverletzten angespannt. Der Vorteil vom Spieltermin am Freitagabend ist immerhin, dass die zweite Mannschaft nicht parallel antritt und der Kader so ohne Probleme aufgefüllt werden kann.
SG Hochwald – Ahrweiler BC (Samstag, 15 Uhr, Zerf, Kunstrasenplatz Deeswiese)
Ausgangslage: Nach vier Heimsiegen in Folge empfängt die SG Hochwald den Aufstiegsanwärter aus Ahrweiler. Trainer Fabian Mohsmann möchte dem Gegner „in einem Spiel, in dem wir nichts zu verlieren haben“, einen offenen Kampf liefern. So soll es am Ende mit einem „Sahnetag“ dazu reichen, auch mal ein Team von ganz oben zu knacken. Vor allem der Offensivabteilung der Gäste zollt Mohsmann großen Respekt. „Sie haben mit Mohannad Saed und Nam-Ju Lee extrem viel Qualität über die Flügel. Hinzukommt mit Almir Porca der vielleicht kompletteste Stürmer in der Rheinland- und Oberliga. Da ist es fast unmöglich, ihn vollkommen aus dem Spiel zu nehmen“, weiß der Trainer der Sportgemeinschaft aus Zerf, Greimerath, Hentern und Lampaden.
Personal: Besonders schwer wiegt die Rotsperre von Abwehrchef Muhamet Arifi. Tim Lauer und Matthias Burg fehlten während der Trainingswoche krankheitsbedingt. Bei beiden hofft Mohsmann aber auf eine rechtzeitige Genesung.
FC Bitburg – SV Eintracht Mendig (Sonntag, 15 Uhr, Bitburg, Kunstrasenplatz Stadion Ost)
Ausgangslage: Der FC Bitburg benötigt gegen Mendig einen Sieg, um vor der Winterpause nicht in ernsthafte Abstiegsnöte zu geraten. Zwar zeigen die Bierstädter teilweise ansprechende Leistungen, am Ende sind es aber oft individuelle Fehler, die immer wieder Punkte kosten. Nur ein Sieg aus den jüngsten acht Ligaspielen, den der FCB beim 3:1 gegen Schlusslicht Wissen feierte, belegt die aktuelle schwierige Lage des Ex-Oberligisten. „Wir spielen vor der Winterpause noch gegen vier Aufsteiger. Da erwarte ich schon, dass die Mannschaft entsprechend punktet. Wir müssen gegen Mendig aber vor allem auf das schnelle Umschaltspiel sowie die tiefen Läufe gefasst sein. Zudem gilt es, die krassen individuellen Fehler abzustellen“, fordert FCB-Coach Fabian Ewertz.
Personal: Mit Simon Floß (Zerrung im Hüftbeuger) und Fabian Fisch (Zerrung) hofft Ewertz auf gleich zwei Rückkehrer im Vergleich zum vergangenen Spiel in Morbach.
SV Rot-Weiss Wittlich – TuS Kirchberg (Sonntag, 15 Uhr, Wittlich, Kunstrasenplatz am Bürgerwehr)
Ausgangslage: Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Wittlichern und dem Ahrweiler BC spitzt sich gegen Ende der Hinrunde weiter zu. Nach 15 Spielen liegen beide Teams nicht nur punktgleich an der Spitze, sondern auch die Tordifferenz ist identisch. Ahrweiler führt lediglich aufgrund der mehr erzielten Treffer das Klassement an. Für die Rot-Weißen ist ein Ausrutscher im Heimspiel gegen Kirchberg, das aufgrund mehrerer Sperren personalgeschwächt anreisen wird, verboten. „Kirchberg hat bereits gezeigt, dass sie sehr offenen Fußball nach vorne spielen. Zudem sind sie sehr robust und bei Standards gefährlich. Wir spielen aber zu Hause und möchten diesen Vorteil ausnutzen“, sagt Rot-Weiss-Trainer Fahrudin Kuduzovic.
Personal: Julian Schmitz wird aufgrund einer Sprunggelenksverletzung mehrere Monate lang ausfallen. Alexander Shehada ist nach einem Knorpelschaden wieder im Training, wird aber noch keine Option für den Kader sein. Gleiches gilt für Alan Stulin, der nach einer Schulterverletzung wieder ins Training eingestiegen ist.
Eintracht Trier II – SG Arzfeld (Sonntag, 15.30 Uhr, Moselstadion Trier, Kunstrasenplatz)
Ausgangslage: Die U23 von Eintracht Trier hat sich dank vier Siegen aus fünf Spielen auf den vierten Platz der Tabelle vorgearbeitet. Im Heimspiel gegen den Vorletzten aus Arzfeld geht die Regionalliga-Reserve als klarer Favorit in die Partie. „Die tabellarische Konstellation sieht zwar klar aus, vergangenes Jahr war es aber noch ein Zweikampf um den direkten Aufstieg, den Arzfeld am Ende gewonnen hat. Da möchten wir auch zeigen, dass wir jetzt die bessere Truppe sind“, sagt SVE-II-Coach Holger Lemke. Die Gäste aus Arzfeld, Daleiden, Dasburg und Dahnen sammelten zuletzt vorrangig in den Heimspielen Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Auswärts sind die Westeifeler weiterhin sieglos. „Mit Trier II erwartet uns eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Mit Simon Maurer haben sie zudem eine extreme Erfahrung. Er verleiht der Defensive zusätzliche Stabilität. Für uns gilt es, mit unseren Tugenden zu arbeiten, kompakt zu stehen und schnell umzuschalten. Dann erhoffen wir uns schon, dass wir dort etwas mitnehmen können“, meint Florian Moos, Keeper und Trainer der Spielgemeinschaft.
Personal: Sufjan Mustafic (zuletzt privat verhindert) wird in den Kader der Trierer zurückkehren. Bei den Gästen sind keine personellen Änderungen im Kader zu erwarten.