
Der heutige Auftakt des 20. Spieltags der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern bot den Zuschauern zwei völlig unterschiedliche Gesichter des Fußballs. Während in einem Stadion die Tornetze kaum zur Ruhe kamen und eine Mannschaft förmlich überrollt wurde, lieferten sich zwei Teams an anderer Stelle ein nervenaufreibendes taktisches Belauerungsspiel ohne krönenden Abschluss.
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109 Zuschauern sahen die Begegnung zwischen dem SV Pastow und dem Malchower SV 90. Hier trafen zwei Mannschaften aufeinander, die sich gegenseitig neutralisierten und in der Defensive kaum Lücken boten. Es war ein Spiel geprägt von hoher Intensität und taktischer Disziplin, doch der entscheidende Moment vor dem Tor blieb auf beiden Seiten aus. In dieser Partie fielen keine Tore, was für beide Teams ein Wechselbad der Gefühle bedeutete.
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Die 120 Zuschauer in Pampow erlebten eine schmerzhafte Lehrstunde für die Hausherren und eine triumphale Gala der Gäste. Der FSV Bentwisch trat mit einer enormen Entschlossenheit auf und ließ dem MSV Pampow über weite Strecken keine Chance. Es begann in der 38. Minute mit dem 0:1 durch Tim Hermann, der den Torreigen eröffnete. Nur drei Minuten später, in der 41. Minute, erhöhte Erik Thedran bereits auf 0:2.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt der Sturmlauf der Gäste an. In der 50. Minute traf erneut Tim Hermann zum 0:3, ehe Arnold-Marius Lietz nur zwei Minuten später, in der 52. Minute, auf 0:4 stellte. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Gastgeber keimte in der 62. Minute auf, als Georg Schumski ein Eigentor zum 1:4 unterlief. Doch die Souveränität der Bentwischer blieb unerschüttert: In der 77. Minute markierte Tim Hermann mit seinem dritten Treffer des Tages den 1:5-Endstand.
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Für den Penzliner SV geht es nach dem umjubelten, späten Punktgewinn beim 1:1 am vergangenen Wochenende darum, wichtige Zähler für das Tabellenmittelfeld zu sammeln. Die Erinnerungen an das Hinspiel dürften bei den Gastgebern jedoch noch tiefe Wunden hinterlassen haben, da man gegen die Greifswalder mit 2:8 regelrecht unter die Räder kam. Die Gäste reisen hingegen mit dem Rückenwind eines knappen 3:2-Erfolgs an und wollen ihre offensive Durchschlagskraft erneut unter Beweis stellen.
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Der Spitzenreiter FC Mecklenburg Schwerin kassierte am vergangenen Wochenende nach einer frühen Führung schmerzhaft seine erste Saisonniederlage und brennt vor heimischer Kulisse auf unbedingte Wiedergutmachung. Bislang konnte der Ligaprimus jedes seiner Heimspiele gewinnen, weshalb die Favoritenrolle klar und deutlich vergeben ist. Der SV Hafen Rostock 1961 rettete zuletzt durch einen Treffer tief in der Nachspielzeit ein emotionales Remis und muss sich unbedingt von seiner besten Seite zeigen, nachdem auch das Hinspiel trotz eigener Führung noch mit 1:5 verloren ging.
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Das Tabellenschlusslicht Güstrower SC 09 greift nach einem spielfreien Wochenende wieder in das Geschehen ein und sucht weiterhin verzweifelt nach dem zweiten Saisonsieg. Die sportliche Talfahrt der Gastgeber hält auch in der Rückrunde unvermindert an, doch nun trifft man auf einen ergebnistechnisch formschwachen Gegner, der vielleicht Chancen offenbart. Der FSV Kühlungsborn kassierte zuletzt zwei bittere Niederlagen in Folge und beruft sich darauf, an den souveränen 3:1-Heimerfolg aus dem Hinspiel anzuknüpfen.
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Der FC Förderkader Rene Schneider bewies zuletzt seine Moral und erkämpfte sich nach einem frühen Zwei-Tore-Rückstand noch ein verdientes Unentschieden in Bentwisch. Nun wartet mit dem 1. FC Neubrandenburg 04 eine absolute Herkulesaufgabe, denn die Gäste stürzten jüngst den Tabellenführer mit einem 3:1-Sieg und haben ihre letzten vier Partien allesamt triumphal gewonnen. Die in der Rückrunde noch ungeschlagenen Neubrandenburger sind allerdings gewarnt, da sie bereits im Hinspiel eine sichere 2:0-Führung aus der Hand gaben und in der Nachspielzeit noch den Ausgleich schlucken mussten.
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Der FC Schönberg 95 präsentiert sich aktuell in einer überaus stabilen Verfassung und ist seit nunmehr fünf Begegnungen, darunter die komplette Rückrunde, ungeschlagen. Ganz anders sieht die unerbittliche sportliche Realität beim Absteiger Rostocker FC aus, der seit sieben Spielen auf einen Punktgewinn wartet und auswärts noch gänzlich ohne Sieg dasteht. Dennoch klammern sich die kriselnden Gäste an den einzigen großen Strohhalm dieser Paarung: Ausgerechnet das hart umkämpfte Hinspiel gegen Schönberg konnte man mit 2:1 für sich entscheiden.
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