
Das Chemnitzer Stadtderby am 22. Spieltag der Sachsenliga hielt, was es im Vorfeld versprach – zumindest in puncto Intensität und Torreigen. Vor 211 Zuschauern im Rabensteiner Sportpark setzte sich der Tabellenzweite SG Handwerk Rabenstein deutlich mit 5:1 (2:0) gegen den abstiegsbedrohten VfB Fortuna Chemnitz durch. Während Rabenstein damit punktgleich mit Spitzenreiter Dynamo Dresden II (beide 53 Zähler) bleibt, verschärft sich die Lage für Fortuna am Tabellenende zusehends.
Die Weichen für den Heimsieg wurden bereits früh gestellt. Paul-Luis Eckhardt eröffnete in der 13. Minute den Torreigen, ehe Leonard Meitzner nur acht Minuten später auf 2:0 erhöhte (21.). Rabensteins Trainer Ringo Delling sah darin den entscheidenden Faktor der Partie: „Es war ein rassiges, teils wildes Spiel mit offenen Visieren. Der große Unterschied war das Verwerten der Chancen. Wir haben gleich die ersten Chancen genutzt, was auch Sicherheit brachte.“
Trotz des Rückstandes hielten die Gäste von Fortuna Chemnitz dagegen und versuchten, durch schnelle Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. „Die schnellen Gegenstöße konnten wir rechtzeitig unterbinden bzw. waren Torwart und Abwehr zur Stelle“, bilanzierte Delling die Defensivleistung seiner Elf. Auch Fortuna-Trainer Rocco Dittrich bescheinigte seinem Team phasenweise eine ordentliche Leistung, haderte jedoch mit der mangelnden Kaltschnäuzigkeit: „Gegen ein Spitzenteam gut gespielt, aber die Gegentore waren am Ende zu einfach bzw. zu guten Zeitpunkten für Handwerk. Wir haben gut gespielt bis zum Strafraum, dann kam der Wackelfuß.“
Nach dem Seitenwechsel sorgte Jonas Künzelmann in der 60. Minute für die Vorentscheidung. Sein Treffer resultierte aus einer direkt verwandelten Ecke – ein Highlight eines für Delling insgesamt „am Ende verdienten Derbysiegs“. Zwar gelang Luca Fröhlich für die Fortuna noch der Anschlusstreffer zum 1:3 (74.), doch die Schlusshase gehörte wieder den Hausherren. Die eingewechselten Lukas Dominik Adam (83.) und Paul Schaltonat (89.) schraubten das Ergebnis in den Schlussminuten auf 5:1 in die Höhe.
In der Tabelle bleibt die SG Handwerk Rabenstein damit in Schlagdistanz zur Tabellenspitze, getrennt nur durch die Tordifferenz von der Dresdner Reserve. Für Fortuna Chemnitz hingegen rückt der Klassenerhalt in weite Ferne. Dittrich blickt bereits auf das kommende Wochenende: „Nächste Woche ist die letzte Chance, an den Strich ranzurücken.“
Ringo Delling zeigte sich nach dem Abpfiff sichtlich zufrieden mit dem „erfolgreichen“ Auftritt seiner Mannschaft, merkte jedoch mit einem Augenzwinkern an: „Einzig das Wetter hätte besser sein können.“