
1000 Zuschauer, ein kühler Januartag und acht Mannschaften mit Namen so lang wie Querpass-Stafetten, das war die zweite Auflage des Kampmann-Cups in Lingen. Einen Tag vor dem großen Budenzauber war die Emsland-Arena fest in der Hand der B-Junioren. Also jener Generation, die irgendwann vielleicht selbst einmal als Legenden zurückkehrt.

Die Teilnehmerliste klang nach echter Herausforderung für jeden Stadionsprecher: JSG Laxten/Baccum, JSG Holthausen-Biene/Altenlingen, JSG Lohne/Wietmarschen, JSG Darme/Schepsdorf, JSG Leschede/Emsbüren/Listrup, JSG Clusorth-Bramhar/Bawinkel/Brögbern, JSG Schwefingen/Meppen/Teglingen und JSG Gersten/Langen/Lengerich-Handrup/Wettrup. Gespielt wurde in zwei Vierergruppen, zehn Minuten pro Partie - kurz, knackig und ohne große Zeit zum Durchatmen.

Tore gab es reichlich und in allen Varianten: viele, sehr viele und manchmal erstaunlich wenige. Genau einmal fiel nur ein einziges Tor, was in der Halle fast schon eine Rarität ist. Und gleich zweimal hieß das Ergebnis 7:0. Beide Male mittendrin: die JSG Gersten/Langen/Lengerich-Handrup/Wettrup. Mal Lehrstunde, mal Lektion - Hallenfußball kennt nun mal keine Gnade.

Nach der Vorrunde blieben vier Teams im Rennen um den großen Moment: als Gruppensieger die JSG Leschede/Emsbüren/Listrup und die JSG Lohne/Wietmarschen, als Zweite die JSG Schwefingen/Meppen/Teglingen sowie die JSG Clusorth-Bramhar/Bawinkel/Brögbern. Die Halbfinals waren intensiv, temporeich und hatten jene leicht hitzigen Szenen, die Hallenturniere so lebendig machen.


Im Spiel um Platz drei trafen die JSG Lohne/Wietmarschen und die JSG Leschede/Emsbüren/Listrup im Penaltyschießen aufeinander. Dort behielt Leschede/Emsbüren/Listrup die besseren Nerven und sicherte sich mit 3:2 den Platz auf dem Treppchen.

Bleibt das Finale: Der Vorjahressieger JSG Clusorth-Bramhar/Bawinkel/Brögbern gegen den Turnierneuling JSG Schwefingen/Meppen/Teglingen - 15 Minuten, ordentlich Stimmung und ein sehr sehenswertes Spiel. Schwefingen/Meppen/Teglingen spielte ruhig, abgeklärt und erstaunlich souverän. Am Ende stand ein klares und völlig verdientes 5:1. Neuer Name auf dem Pokal, neues Kapitel in der Turniergeschichte.

Unterm Strich bleibt: ein stark organisiertes, mit viel Liebe aufgezogenes Turnier, das zeigt, wie lebendig Jugendfußball im Emsland und der Grafschaft ist. Danke an die Firma Kampmann - für Aufwand, Bühne, Gänsehautmomente und dafür, dass sich Spieler und Trainer für ein paar Stunden wie echte Stars fühlen durften.


Vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr wieder. Gründe dafür lieferte dieser Kampmann-Cup reichlich.




