
Der SV Walpertskirchen empfängt die SpVgg Kammerberg zum brisanten Duell. Für beide Teams geht es um enorm wichtige Zähler.
An das Hinspiel gegen den SV Walpertskirchen erinnert man sich bei der SpVgg Kammerberg ungern. Die 0:2-Niederlage war das Ende des Höhenflugs und der Anfang einer Serie von sieben Spielen ohne Sieg. Die Durststrecke ist mittlerweile beendet – und Kammerberg ist heiß auf Wiedergutmachung: Am Sonntag (14 Uhr) kommt es in Walpertskirchen zum zweiten Duell mit dem Überraschungsteam der Bezirksliga Nord.
Der SV Walpertskirchen beeindruckte lange mit Konstanz auf hohem Niveau. Zum Start in die Saison gewann der Aufsteiger fünf Spiele in Folge. Seit dem 2:0 in Kammerberg am zehnten Spieltag steht das Team von Trainer Josef Heilmeier entweder an der Tabellenspitze oder – wie aktuell – auf dem Aufstiegsrelegationsplatz.
In den vergangenen Wochen konnte der SVW allerdings nicht mehr ganz an die Leistungen vor der Winterpause anknüpfen. In sieben Spielen gab es nur noch zwei Siege, dafür aber vier Niederlagen – unter anderem zu Hause gegen den abstiegsbedrohten SVA Palzing (2:3). In Abstiegsnöten steckt auch Kammerberg.
Am vergangenen Wochenende gewann die Spielvereinigung das Duell gegen Palzing mit 6:1. „Der Sieg war wichtig für das Selbstvertrauen“, sagte Trainer Victor Medeleanu. Allerdings gab es auch eine schlechte Nachricht: Mario Stanic musste mit Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung ausgewechselt werden. Er wird fehlen und womöglich sogar lange ausfallen. Marko Bilkic kehrt in den Kader zurück. In der Defensivzentrale hat Medeleanu damit eine Option mehr für das Spiel in Walpertskirchen.
Dort erwartet die Spielvereinigung eine ausgeglichen besetzte Mannschaft. „Sie haben eine starke Offensive, ein kompaktes Mittelfeld und eine stabile Abwehr. Das ist einfach ein sehr guter Gegner“, sagt Medeleanu über den SVW. Mit Christian Käser (13 Saisontore) steht außerdem ein Stürmer im Team, der bereits zweistellig getroffen hat. Seit der Winterpause erzielte der Offensivmann zwei Tore – eine eigentlich ganz ordentliche Ausbeute, aber zu wenig, um die Formdelle zu verhindern.
Kammerberg trifft zu einem günstigen Zeitpunkt auf Walpertskirchen. Allerdings muss die SpVgg ihre eigenen Leistungen stabilisieren, um den nächsten Sieg einzufahren. Der wäre extrem wichtig, denn Tabellennachbar Langengeisling macht Druck von hinten – und drängt auf die Nichtabstiegsplätze. Für Kammerberg geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt – für die Gastgeber um Zähler im Aufstiegsrennen.