
Mit Leidenschaft, Disziplin und einem überragenden Torhüter gelingt dem WSV Wendschott ein überraschender 2:1-Erfolg gegen den favorisierten TSV Ehmen. Trainer Giuseppe Millemaci spricht von einem „glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg“.
Der WSV Wendschott hat am 14. Spieltag der Bezirksliga Braunschweig 1 ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Gegen den Tabellenvierten TSV Ehmen feierte die Mannschaft von Trainer Giuseppe Millemaci einen 2:1-Heimsieg und sammelte damit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.
Schon in der 3. Minute brachte Antonio Millemaci die Gastgeber in Führung. Der frühe Treffer gab Wendschott Sicherheit und erlaubte es dem Team, das Spielgeschehen defensiv kontrolliert anzugehen. „Wir konnten die Räume eng halten und sind früh in Führung gegangen – das hat uns in die Karten gespielt“, erklärte Millemaci nach dem Spiel.
Ehmen übernahm im Anschluss zwar zunehmend die Kontrolle und erspielte sich Chancen, scheiterte jedoch immer wieder am stark aufgelegten WSV-Torhüter Kevin Kremeike. „Unser Torwart hatte heute seinen Tag“, lobte Millemaci.
Nach der Pause drängte der TSV Ehmen weiter auf den Ausgleich – und wurde in der 61. Minute durch Lion Zhitija belohnt. Doch der WSV zeigte Moral und nutzte einen der seltenen Vorstöße in der 83. Minute durch Ron-Joel Giesecke zum umjubelten 2:1-Siegtreffer.
„Ehmen war die spielstärkere Mannschaft und hatte die besseren Chancen“, gab Millemaci ehrlich zu. „Aber durch unser kämpferisches Auftreten, das ständige Dranbleiben und die gewonnenen Zweikämpfe war der Sieg nicht unverdient.“
Mit dem Erfolg klettert der WSV Wendschott auf Platz 15 der Tabelle und zieht nach Punkten mit dem FC Schwülper gleich. Für Ehmen hingegen ist die Niederlage ein Rückschlag im Kampf um die Spitzenplätze, der TSV bleibt mit 23 Punkten auf Rang vier.
Am Ende überwog beim WSV die Erleichterung über drei hart erarbeitete Punkte. Millemaci brachte es auf den Punkt: „Glücklich, aber nicht unverdient – wir haben uns das erkämpft.“