
Der VfB Hallbergmoos plant punktuelle Verstärkungen für die kommende Saison. Zwei Trainer haben bereits ihre Verträge verlängert.
Der Frühling ist die Hauptsaison für die Kaderplaner. Beim VfB Hallbergmoos hat der Sportliche Leiter Anselm Küchle diesen Job inne – und er hat derzeit nicht mehr ganz so viel Arbeit. Er muss heuer keinen neuen Trainer casten. Und beim spielenden Personal geht es lediglich um punktuelle Verstärkungen.
Auch der aktuelle Durchhänger mit zwei Punkten aus den jüngsten vier Partien ändert nichts an der grundlegenden Einschätzung des Kaders, aber es gibt dennoch bestimmte Erkenntnisse. So ist das Team in der Breite topbesetzt. Zudem hat der VfB eine Menge Potenzial angesichts vieler junger Spieler, die noch lange nicht den Zenit ihrer sportlichen Schaffenskraft erreicht haben. Deshalb sagt Küchle, dass man maximal zwei bis drei Perspektivspieler dazunehmen wolle.
Die zuletzt enttäuschenden Auftritte – allen voran sicherlich die böse 2:5-Pleite in Unterföhring – zeigten deutlich, wo es hapert. In Unterföhring gab es nicht diesen Führungsspieler, der allen in den Hintern tritt, die Spieler aufrichtet und lautstark anfeuert. Früher beim FC Bayern waren Clublegenden wie Lothar Matthäus, Stefan Effenberg oder Mark van Bommel solche Typen, die vorangehen, wenn der Karren schon im Dreck steckt. Dem VfB fehlte so ein Anführer zuletzt.
„Wir haben Erkenntnisse gewonnen, welcher Spielertyp uns fehlt“, sagt Anselm Küchle. Es brauche Akteure, die auf dem Fußballplatz auch einmal laut werden. „Das sind dann zwei bis drei Neuzugänge und keine sechs.“ Der VfB sucht Führungsspieler, die die Bayernliga draufhaben und auch in der Landesliga bei einem neuerlichen Anlauf auf den Aufstieg richtig Bock haben, Großes zu schaffen.
Den Aufstieg in die Bayernliga hat Küchle auch nach vier Spielen ohne Sieg noch nicht abgeschrieben. „Platz zwei ist noch möglich“, sagt der Sportliche Leiter. Er weiß natürlich auch, dass es dazu sechs Punkte aus den nächsten beiden Partien in Freilassing (Donnerstag, 19.30 Uhr) und gegen den SVN München (10. April) braucht – und vor allem bessere Spiele. „Wir hatten in den letzten Wochen immer eine schlechte Halbzeit dabei“, analysiert der Vereinsfunktionär. Daraus kann man schließen, dass die Partien wieder anders verlaufen werden, wenn das Team über die volle Spielzeit sein Potenzial abruft.
Bei den Coaches ist fast alles geklärt: Der unter der Woche kranke Cheftrainer Andreas Giglberger und der zweite Spielertrainer Andreas Kostorz haben für zwei Jahre unterschrieben. Für die kommende Saison geht es nur noch um die Frage, ob der dritte Trainer Mario Mutzbauer weiterhin sein Engagement mit dem Beruf vereinbaren kann. Anselm Küchle würde liebend gerne mit dem perfekt harmonierenden Trio weitermachen.