2026-06-16T13:08:32.282Z

Allgemeines

Kader des SV Schlebusch erhält im Sommer ein neues Gesicht

Der Landesligist SV Schlebusch muss den Abgang von gleich zehn Spielern verkraften. Drei von ihnen wechseln zum Ligakonkurrenten Jan Wellem Bergisch Gladbach. Trainer Heiko Dietz blickt dennoch zuversichtlich auf die kommende Saison.

von RP / Luca Sekula · Heute, 14:15 Uhr · 0 Leser
Schlebusch muss einige Abgänge hinnehmen
Schlebusch muss einige Abgänge hinnehmen – Foto: Christoph Tiroux

Der Klassenerhalt ist geschafft, die Feierlichkeiten sind beendet, die neue Saison wirft bereits ihre Schatten voraus. Beim SV Schlebusch laufen die Planungen für die kommende Landesliga-Spielzeit auf Hochtouren. Dabei steht fest: Das Gesicht der Mannschaft wird sich deutlich verändern. Gleich neun Spieler wurden rund um das letzte Saisonspiel offiziell verabschiedet – eine außergewöhnlich hohe Zahl, selbst für Amateurfußball-Verhältnisse. Inzwischen steht zudem ein weiterer, überraschender Abgang fest.

In Martin Schulz, Maurice Mayer, Mathias Janeczko, Dennis Reeke, Jakob Steinebach, Niklas Engelke, Jesko Göttelmann, Justin Prensena und Christoph Geschonneck verlieren die Leverkusener nicht nur Spieler, sondern vor allem Erfahrung, Identifikationsfiguren und langjährige Wegbegleiter. Besonders schmerzhaft fällt aus sportlicher Sicht der Abschied eines Trios aus, das künftig gemeinsam für Jan Wellem Bergisch Gladbach auflaufen wird. Die beiden Defensivakteure Engelke und Steinebach sowie Mittelfeldspieler Janeczko wechseln geschlossen zum ambitionierten Nachbarn. „Natürlich tut uns das weh. Jan Wellem bekommt da drei wirklich gute Jungs. Ich wünsche den dreien alles Gute“, sagt Schlebuschs Trainer Heiko Dietz.

Ein besonders überraschender Abgang

Gerade Steinebach gehörte trotz seines jungen Alters in den vergangenen Jahren zu den festen Größen im Kader. Auch Engelke und Janeczko hinterlassen sportlich eine Lücke, die zunächst geschlossen werden muss. Für eine gewisse Überraschung sorgte zudem der inzwischen feststehende Wechsel von Marco Bramer. Der 23-Jährige zählte in der vergangenen Saison zu den positiven Erscheinungen, erzielte drei Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Künftig wird er für Weiler-Volkhoven auflaufen. „Das kam dann schon überraschend, muss ich wirklich sagen. Wir sind davon ausgegangen, dass er bei uns bleibt. Aber so ist das eben manchmal. Das gehört auch zum Tagesgeschäft im Amateurfußball, so bitter es manchmal auch ist“, sagt Dietz. Ebenfalls neue Wege gehen Jesko Göttelmann und Justin Prensena. Beide schließen sich Bezirksligist Rheinsüd Köln an. Während Göttelmann als Torhüter eine neue Herausforderung sucht, spielen bei Prensena vor allem berufliche Gründe eine Rolle.

Emotionale Verabschiedung

Auch Maurice Mayer wird künftig nicht mehr für die Schlebuscher auflaufen. „Maurice ist hier beim SVS wirklich ein verdienter Spieler, der seine Schuhe an den Nagel hängt. Er wird fehlen“, sagt Dietz über den langjährigen Defensivakteur. Besonders emotional wurde es bei der Verabschiedung von Christoph Geschonneck. Der Torhüter durchlief sämtliche Jugendmannschaften des Vereins und verbrachte seine gesamte Fußballlaufbahn in Schwarz-Gelb. „Der Junge hat hier in Schlebusch seit der Bambini gespielt. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes, so einen Abschied dann hautnah mitzuerleben. Es war wirklich emotional und rührend“, berichtet Dietz. Geschonneck verkörpert wie kaum ein anderer die Verbundenheit mit dem Verein.

Trotz der zahlreichen Abgänge herrscht nach dem erfolgreichen Klassenerhalt im Umfeld des Landesligisten keine Unruhe. „Natürlich verlassen uns wirklich gute Jungs. Aber wir arbeiten bereits intensiv an der Kaderplanung und werden auch wieder großartige Charaktere und gute Fußballer hinzubekommen“, sagt Dietz. Nach einer Saison voller Turbulenzen mit zwei Trainerwechseln, einer schwierigen Hinrunde und der erfolgreichen Rettung unter Dietz beginnt damit bereits das nächste Kapitel. Der personelle Umbruch fällt größer aus als erwartet. Für den SV Schlebusch bietet er aber zugleich die Chance, nach dem Happy End der vergangenen Saison neue Impulse zu setzen. Die ersten Weichen für die Spielzeit 2026/27 werden bereits gestellt. Weitere Personalentscheidungen dürften in den kommenden Wochen folgen.