
In den Staffeln 1 und 2 der Kreisliga B des Bezirks Rems/Murr/Hall war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service für jede Staffel.
In Schlechtbach entwickelte sich ein klassisches Geduldsspiel, das vor allem von der Spannung lebte. Die Hausherren erwischten den besseren Start und gingen bereits in der 19. Minute durch Giovanni Baumann mit 1:0 in Führung. Schlechtbach verteidigte diesen Vorsprung über weite Strecken sehr diszipliniert und schien die drei Punkte bereits sicher in den Händen zu halten. Doch der TSV Strümpfelbach gab sich nie auf und erhöhte in der Schlussphase das Risiko. Die Belohnung für diesen unermüdlichen Einsatz folgte in der 83. Minute, als Lucas Riebesam die Lücke in der Abwehr fand und den viel umjubelten Ausgleich zum 1:1-Endstand erzielte.
Der TV Stetten lieferte in Hößlinswart eine sehr reife und abgeklärte Vorstellung ab. Die Gäste kontrollierten das Spielgeschehen aus einer stabilen Defensive heraus und schlugen zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt vor der Pause das erste Mal zu. In der 40. Minute brachte Tim Kopp sein Team mit 0:1 in Front. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Stetten den Druck und sorgte durch Alexander Schetter, der in der 55. Minute zum 0:2 traf, für die Vorentscheidung. Den endgültigen Deckel auf die Partie setzte Patrick Braun in der 76. Minute mit dem Treffer zum 0:3. Ein kleiner Wermutstropfen blieb für die Gäste jedoch: Luca Ciatto sah in der 83. Minute wegen Meckerns nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte, was am souveränen Auswärtssieg jedoch nichts mehr änderte.
In Haubersbronn sahen die Zuschauer eine regelrechte Machtdemonstration der Gäste aus Rommelshausen. Die Hausherren hielten eine halbe Stunde lang wacker dagegen, doch nach dem Führungstreffer durch Tim Krieg in der 31. Minute brachen alle Dämme. Noch vor der Pause schraubten Georgios Liakas in der 42. Minute und Claudio Paterno in der 44. Minute das Ergebnis auf 0:3. Auch nach dem Seitenwechsel kannte die Partie nur eine Richtung: Lasse Schrag erhöhte in der 49. Minute auf 0:4, bevor erneut Claudio Paterno in der 56. Minute zum 0:5 traf. In der Schlussphase krönten Martin Nokaj in der 88. Minute und erneut Lasse Schrag in der 90. Minute die furiose Offensivleistung zum deutlichen 0:7-Endstand.
Dieses Spiel bot Dramatik von der ersten bis zur letzten Minute. Der KSV Zrinski Waiblingen erwischte einen Traumstart, als Lovro Zecevic bereits in der 1. Minute zur 1:0-Führung einnetzte. Schorndorf zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und kämpfte sich schnell zurück in die Begegnung. In der 18. Minute markierte Maximilian Gillich den Ausgleich zum 1:1. Danach entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem beide Mannschaften ihre Chancen zur Führung hatten. Als sich die Zuschauer bereits auf eine Punkteteilung eingestellt hatten, schlug Zrinski kurz vor dem Abpfiff eiskalt zu: In der 88. Minute erzielte Luis Medvidovic den Siegtreffer zum 2:1, der den Waiblingern drei hart erkämpfte Punkte sicherte.
Vor 43 Zuschauern entwickelte sich in Neustadt eine ereignisreiche Partie, die für die Gastgeber denkbar unglücklich begann. In der 22. Minute unterlief Johannes Pfeiffer ein Eigentor, das die Gäste mit 0:1 in Führung brachte. Neustadt bewies jedoch eine tolle Moral: Hendrik Herrmann glich in der 29. Minute zum 1:1 aus. Zwar stellte Sascha Stritzelberger in der 33. Minute die Führung für Buhlbronn mit dem 1:2 wieder her, doch im zweiten Durchgang drehte Neustadt richtig auf. Ronald Cesar Armando Körner glich in der 64. Minute zum 2:2 aus, bevor Mohammad Ali Zahedi die Hausherren in der 80. Minute erstmals mit 3:2 in Führung brachte. Den Schlusspunkt zum 4:2-Endstand setzte Marco Iaquinta in der 89. Minute.
In Hegnach erlebten die Fans eine einseitige Partie, in der die Hausherren ihre spielerische Überlegenheit konsequent ausnutzten. Antonio Santoro eröffnete in der 37. Minute den Torreigen zum 1:0, und nur zwei Minuten später legte Timo Fichter in der 39. Minute das 2:0 nach. In der 57. Minute wurde es kurios: Hamza Kifane scheiterte zunächst mit einem Foulelfmeter am Torwart der Gäste, war jedoch im selben Moment zur Stelle und markierte den Treffer zum 3:0. Danach war der Widerstand von Plüderhausen endgültig gebrochen. Mirsad Tahiri erhöhte in der 65. Minute auf 4:0, bevor Alex Fortino mit einem späten Doppelpack in der 83. Minute und in der Nachspielzeit (90.+2) den 6:0-Endstand besiegelte.
Das Spiel in Fellbach wurde zur großen Show eines einzigen Akteurs: Hasan Hasanov war von der Fellbacher Defensive zu keinem Zeitpunkt zu kontrollieren. Er eröffnete in der 20. Minute zum 0:1, bevor Martino Maretti in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+1) auf 0:2 erhöhte. Nach dem Wechsel schraubten Ismail Cangür in der 58. Minute und erneut Hasan Hasanov in der 70. Minute das Ergebnis auf 0:4. Kristijan Krizanovic gelang in der 71. Minute zwar der Ehrentreffer zum 1:4, doch die Schlussphase gehörte wieder den Gästen. Mit einem weiteren Doppelschlag in der 76. und 80. Minute machte Hasan Hasanov seinen Viererpack perfekt, ehe Dachil Gemal in der 82. Minute den 1:7-Endstand markierte.
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In Oppenweiler sahen die Fans eine einseitige, aber unterhaltsame Partie, in der die Hausherren von der ersten Minute an keine Zweifel an ihrer Dominanz aufkommen ließen. Den Torreigen eröffnete Marcel Polaschek in der 27. Minute, als er goldrichtig stand und zum 1:0 einnetzte. Kurz vor der Pause erhöhte derselbe Akteur in der 41. Minute auf 2:0, bevor es einen Hauch von Bundesliga-Nostalgie gab: Der Ex-Profi Julian Schieber bewies in der 43. Minute seine abgeklärte Klasse und markierte die 3:0-Pausenführung. Direkt nach dem Seitenwechsel schraubte Elton Vaz Contreiras in der 47. Minute das Ergebnis auf 4:0. Die Gäste fanden kein Mittel gegen die Spielfreude der SG, die in der Schlussphase noch einmal nachlegte. Ronan Bannenberg erzielte in der 72. Minute das 5:0, ehe Marcel Polaschek in der 83. Minute mit seinem dritten Treffer zum 6:0 seinen Hattrick perfekt machte. Den Schlusspunkt zum deutlichen 7:0-Endstand setzte erneut Ronan Bannenberg nur 60 Sekunden später in der 84. Minute.
Eine regelrechte Machtdemonstration erlebten die Zuschauer in Oberbrüden. Die Hausherren spielten sich in einen Rausch und ließen der SGM Aspach über die gesamte Spielzeit nicht den Hauch einer Chance. Bereits in der 10. Minute stellte Daniel Zivaljevic die Weichen auf Sieg und erzielte das 1:0. Sven Holzer legte in der 14. Minute zum 2:0 nach, und nur zwei Minuten später erhöhte der TSV in der 16. Minute bereits auf 3:0. Noch vor dem Wechsel war es erneut Sven Holzer, der in der 31. Minute zum 4:0 traf. Nach der Pause dauerte es bis zur 62. Minute, ehe Samuel da Cruz den Torreigen mit dem 5:0 fortsetzte. In der Schlussphase brachen bei den Gästen alle Dämme: Leonardo Qukaj markierte in der 86. Minute das 6:0, bevor Samuel da Cruz mit einem blitzschnellen Doppelpack in der 88. Minute (7:0) und der 89. Minute (8:0) seine überragende Leistung krönte und den Kantersieg besiegelte.
In Spiegelberg entwickelte sich der spannendste Krimi des Spieltags, ein echter Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die Hausherren erwischten den besseren Start, als Jannick Maurer bereits in der 11. Minute zur 1:0-Führung traf. Großerlach schüttelte sich jedoch und drehte die Partie innerhalb von nur zehn Minuten komplett. Mario Filipe Freitas Meireles avancierte zum Hauptdarsteller, als er erst in der 31. Minute zum 1:1 ausglich und in der 40. Minute die Gäste erstmals mit 1:2 in Front brachte. Nur zwei Minuten später schien die Vorentscheidung gefallen, als Benny Leins in der 42. Minute auf 1:3 erhöhte. Doch Spiegelberg gab sich nicht geschlagen: Noch vor dem Pausenpfiff, in der 44. Minute, verwandelte Jannick Maurer einen Foulelfmeter sicher zum 2:3-Anschluss. Im zweiten Durchgang warfen die Gastgeber alles nach vorne, doch die Defensive der Sportfreunde Großerlach hielt dem Druck stand und rettete den knappen Auswärtssieg über die Zeit.
In Leutenbach sahen die Zuschauer eine Partie, die Geduld erforderte. Die Reserve aus Welzheim stand defensiv kompakt und machte es den Hausherren lange Zeit schwer, spielerische Lösungen zu finden. Erst nach dem Seitenwechsel gelang der Durchbruch für den TSV. In der 52. Minute erlöste Modest Spahiu sein Team und die Fans mit dem Treffer zur 1:0-Führung. In der Folge kontrollierte Leutenbach das Geschehen, versäumte es aber zunächst, den Sack frühzeitig zuzumachen. Welzheim blieb durch gelegentliche Nadelstiche gefährlich, konnte die stabile Hintermannschaft der Leutenbacher jedoch nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Die endgültige Entscheidung fiel erst in der Schlussminute: Erneut war es Modest Spahiu, der in der 90. Minute die Nerven behielt und einen Foulelfmeter souverän zum 2:0-Endstand verwandelte.