
Eigentlich der VfL Jüchen-Garzweiler nach dem 1:0-Heimsieg gegen Schonnebeck geglaubt, sie hätten ihre Durststrecke überstanden und seien auf dem besten Weg, endgültig den Klassenverbleib unter Dach und Fach zu bringen. Doch nach der maximalen Enttäuschung beim damaligen Schlusslicht 1. FC Kleve (0:1) setzte es am Freitagabend gegen den TSV Meerbusch mit 0:4 (0:1) die nächste Heimpleite. Anfang April endete gegen Ratingen (1:2) eine Serie von ungeschlagenen Partien auf der Anlage an der Stadionstraße, die im Frühjahr 2024 noch in der Landesliga begonnen hatte.
War VfL-Trainer Daniel Klinger nach dem Match gegen Kleve noch extrem angefressen gewesen, was die Einstellung einiger seiner Spieler anbelangt, so gab er sich in dieser Hinsicht trotz der klaren Pleite gegen Meerbusch nicht unzufrieden. „Wir waren gallig, haben die Zweikämpfe angenommen und wollten das Spiel an uns reißen. Aber Meerbusch hat es auch sehr gut gemacht, so gespielt, wie man gegen uns spielen muss“, so der Jüchener Coach.
Wobei der Spielverlauf den Gästen auch in die Karten spielte. Schon kurz nach dem Anpfiff schauten die Gastgeber dumm aus der Wäsche, als ein abgefälschter Schuss von Florian Berisha zunächst so aussah, als würde er am Tor vorbeigehen, dann aber doch zum 0:1 knapp neben dem Pfosten einschlug. Als dieser Schock einigermaßen überwunden war, agierten die Hausherren auf Augenhöhe. Doch kurz vor der Pause gab es dann den nächsten Rückschlag. Justin Francis musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Feld. „Langsam wird es personell eng“, sagte Daniel Klinger auch vor dem Hintergrund, dass sich Ex-Profi Tim Heubach schwer verletzt hatte und diese Saison nicht mehr spielen wird. Zudem kassierte Tim Hintzen im weiteren Verlauf der Partie seine 15. Gelbe Karte und wird beim nächsten Spiel in St. Tönis nicht zur Verfügung stehen.
Noch schwerer wurde es für den VfL, nachdem sein Ex-Spieler Reo Kamiyama das 2:0 erzielt hatte. Nun musste er gegen die konterstarken Gäste nämlich mehr Risiko gehen. „Während bei uns spielerisch im letzten Drittel immer etwas gefehlt hat, weil wir nicht zielstrebig genug waren, hat es Meerbusch mit seinen schnellen Leuten einfach gut gemacht“, so Klinger. Dazu gehört auch der Ex-Kapellener Pablo Ramm, der das 4:0 erzielte. Klinger: „Das Spiel müssen wir jetzt abhaken, auf uns schauen und die fehlenden Punkte noch holen.“