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Jüchen-Coach Klinger verletzt sich schwer: Erst Pokal, dann Operation

Schockmoment im Training des VfL Jüchen-Garzweiler: Trainer Daniel Klinger hat sich die Achillessehne komplett gerissen. Vor der Operation will der 40-Jährige sein Team im Niederrheinpokal dennoch betreuen.

von André Nückel · 07.08.2026, 15:09 Uhr · 0 Leser
Im Krankenhaus: Jüchen-Trainer Daniel Klinger.
Im Krankenhaus: Jüchen-Trainer Daniel Klinger. – Foto: privat

Der VfL Jüchen-Garzweiler startet mit einer besonderen Belastungsprobe in die Pflichtspielsaison. Trainer Daniel Klinger hat sich am Donnerstag im Training die Achillessehne gerissen. Passiert ist es bei einer unscheinbaren Aktion: Der 40-Jährige hatte selbst mittrainiert und war gerade zum Torabschluss gekommen, als es plötzlich einschlug.

„Ich habe im Training mitgemacht, kam zum Torabschluss und habe plötzlich einen harten Schlag an der Achillessehne gespürt. Ich dachte, mich hätte einer meiner Spieler mit einem Tackling erwischt, aber da war niemand“, berichtet Klinger.

Schnell war klar, dass es sich nicht um eine harmlose Verletzung handelt. Im Krankenhaus erhielt Klinger direkt einen Spezialschuh. Am Freitag folgte beim MRT dann die Gewissheit: Die Achillessehne ist komplett abgerissen.

Pokalspiel gegen Monheim vor der Operation

Operiert wird Klinger am Montag. Vorher steht für den Oberliga Niederrhein-Klub aber noch der Pflichtspielauftakt an. Im Niederrheinpokal trifft Jüchen-Garzweiler auf den Oberliga-Rivalen 1. FC Monheim. Trotz der schweren Verletzung will Klinger seine Mannschaft am Sonntag noch aktiv coachen. „Sitzen und schreien kann ich ja noch“, sagt der frühere Spieler des VfL Bochum mit einem Lachen.

Offen ist dagegen, ob Klinger am Freitag beim Auftakt in der Oberliga dabei sein kann. Dann muss Jüchen-Garzweiler auswärts bei SV Blau-Weiß Dingden antreten. Weil nach der Operation ein Krankenhausaufenthalt geplant ist, lässt der Trainer seinen Einsatz an der Seitenlinie noch offen.

Trainerteam soll mehr auffangen

Klinger weiß, dass er in den kommenden Wochen auf Unterstützung angewiesen sein wird. Sorgen macht er sich deshalb aber nicht. „Da mache ich mir keinerlei Sorgen. Ich habe einen überragenden Stab und ein tolles Team, wir werden das schon gemeinsam wuppen“, erklärt er.

Für den VfL kommt die Verletzung des Trainers trotzdem zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Erst das Pokalspiel gegen Monheim, dann der Ligaauftakt in Dingden: Direkt zum Start warten zwei anspruchsvolle Aufgaben. Klinger wird in dieser Phase kürzertreten müssen, ob er will oder nicht.

Offen ist zudem, ob und wann er selbst wieder aktiv auf den Platz zurückkehren kann. Das betrifft nicht nur mögliche Einheiten mit seiner Mannschaft, sondern auch Einsätze für die Weisweiler Elf, die Legendenmannschaft von Borussia Mönchengladbach, oder die Alten Herren des VfL Jüchen. Im Moment hat die Genesung absolute Priorität.

Ein Achillessehnenriss wird Klinger über Monate ausbremsen. Seine Mannschaft will er trotzdem so eng wie möglich begleiten. Am Sonntag gegen Monheim geht das zumindest noch von der Bank aus - sitzend, aber hörbar.