2025-12-03T05:51:34.672Z

Der Spieltag
Geschafft: Die SpVgg Joshofen-Bergheim steht als Meister der Kreisliga Ost und damit auch als Aufsteiger in die Bezirksliga fest. Damit betritt der Verein sportliches Neuland.
Geschafft: Die SpVgg Joshofen-Bergheim steht als Meister der Kreisliga Ost und damit auch als Aufsteiger in die Bezirksliga fest. Damit betritt der Verein sportliches Neuland. – Foto: Dirk Sing

Joshofen-Bergheim schreibt Geschichte

Mit dem 3:1-Sieg bei Alsmoos-Petersdorf macht die SpVgg die Meisterschaft perfekt +++ Nur noch Inchenhofen und Aichach kämpfen um Platz zwei +++ Rennertshofen sichert sich den Klassenerhalt +++ Burgheim muss nach einer 0:5-Klatsche weiter zittern +++ Der TSV Friedberg steht als Absteiger fest

Die Schützlinge des Joshofer Trainer-Duos Jonas Zeller und Robert Zisler machen mit dem 3:1-Sieg beim SSV Alsmoos-Petersdorf die Kreisliga-Meisterschaft perfekt und spielen damit erstmals in der Vereins-Historie in der Bezirksliga. Der FC Rennertshofen und SV Klingsmoos haben vorzeitig den Klassenerhalt perfekt gemacht. Der TSV Burgheim und die SG Münster/Holzheim müssen dagegen weiter um den Ligaverbleib zittern. Eine Wrestling-Einlage hilft dem TSV Inchenhofen im Spiel gegen den FC Affing.

Es begann vielversprechend für den Tabellenvierten vor 400 Zuschauern. Spielertrainer Robin Helmschrott traf nach zwölf Minuten zum 1:0. „Louis Echter hat überragend vorbereitet“, schildert der Sportliche Leiter des SSV, Frank Echter. Der sah, wie seine Elf es verpasste, den Vorsprung auszubauen. Trotz bester Möglichkeiten. „Wir waren klar überlegen, können 2:0 oder 3:0 führen“, findet Echter, der mit der Chancenverwertung hadert. Denn gegen „die beste Mannschaft der Saison“, als die der Petersdorfer Joshofen adelt, rächt sich das eben. Und das tat es – zu einem für den SSV empfindlichen Zeitpunkt: quasi mit dem Pausenpfiff. Fabian Fetsch glich per Flugkopfball aus. In Durchgang zwei entstand wohl auch deshalb ein anderes Bild: Der Tabellenführer übernahm die Kontrolle. Robert Zisler vollendete eine feine Einzelaktion mit dem 2:1 (71.). „Und nach super Vorarbeit von Julian Sager musste Zisler nur noch zum 3:1 einschieben“, beschreibt Echter, der von einem „in Summe verdienten Sieg“ für die Gäste spricht. Die feierten noch lange nach dem Schlusspfiff den Titel, während Petersdorf sich aus dem Rennen um Rang zwei verabschiedete. „Wir hatten ohnehin die schlechtesten Karten und sind daher nicht enttäuscht. Wir sind mit Platz vier hochzufrieden“, ließ Echter wissen. (dali) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Fatih Darici (Stadtbergen) - Zuschauer: 400
Tore: 1:0 Robin Helmschrott (12.), 1:1 Fabian Fetsch (45.+1), 1:2 Robert Zisler (73.), 1:3 Robert Zisler (84.)

Mit einem souveränen 5:0-Heimsieg wahrt der BC Aichach die Chance auf den Aufstiegsrelegationsplatz, den weiterhin der TSV Inchenhofen behauptet – mit einem Punkt Vorsprung auf den BCA. „Schade, dass uns Affing nicht geholfen hat. Wir hatten gehofft, dass Inchenhofen gegen die etwas liegen lässt“, verriet Aichachs Trainer Markus Kurzhals. Gegen Burgheim war sein Team seinen Angaben nach die klar bessere Mannschaft, die fast alle Tore hervorragend herausspielte. Für die BCA-Tore sorgten Max Roth (14./48.), Marcus Wehren (32.), Thomas Fuchsberger (45.+2/FE) und Milan Gajić (74.) per Foulelfmeter. Die Gastgeber hätten laut Kurzhals auch höher gewinnen können. (ull) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Vladyslav Klymov (Augsburg) - Zuschauer: 75
Tore: 1:0 Maximilian Roth (14.), 2:0 Marcus Wehren (32.), 3:0 Thomas Fuchsberger (45.+2 Foulelfmeter), 4:0 Maximilian Roth (48.), 5:0 Milan Gajić (74. Foulelfmeter)

Manuel Tutschka grätscht ins Leere, Maximilian Lipp kann nur noch zuschauen: Manuel Appel wuchtet den Ball im zweiten Versuch zum Inchenhofener 1:0 ins Affinger Tor.
Manuel Tutschka grätscht ins Leere, Maximilian Lipp kann nur noch zuschauen: Manuel Appel wuchtet den Ball im zweiten Versuch zum Inchenhofener 1:0 ins Affinger Tor. – Foto: Adrian Goldberg

Inchenhofen brauchte etwas, bis es sich im Spiel gegen Affing zurechtfand. „Das ist eine richtig gute Mannschaft, die versucht, Fußball zu spielen, die gute Laufwege hat“, schildert Stemmler, warum seine Elf zunächst Probleme hatte. Der Übungsleiter reagierte, stellte früh taktisch um und leitete selbst das 1:0 ein: Sein Steckpass ließ Manuel Appel alleine auf das Affinger Tor zulaufen. Inchenhofens zweitbester Torschütze scheiterte zunächst an Torwart Beran Yilmaz, ehe er zur Führung abstaubte (20.). Affing beförderte sich schließlich per „Wrestling-Würgegriff“ aus der Partie. So schildert Stemmler die Aktion von Gökay Güngör nach 42 Minuten. Auf ein taktisches Foul von Maximilian Heilgemeir reagierte er derart rabiat, dass der Schiedsrichter Andrei Ionescu keine Wahl blieb: Rot für Güngör. „Rückstand, Unterzahl – und das bei den Temperaturen. Das war der der Genickbruch“, resümiert Stemmler. Tobias Pachaly war mit seinem Schuss schon vor der Pause nah dran am 2:0, traf aber nur den linken Pfosten. Nach dem Seitenwechsel gingen Stemmler und Appel ins Pressing, eroberten den Ball. Der Spielertrainer spitzelte quer zum Außenangreifer, der Yilmaz umkurvte – das 2:0 (54.). Zwar hatte der FCA durch Maximilian Lipps Lattenkracher oder einen Kopfball von Nino Kindermann durchaus Gelegenheiten, letztlich „war der Sieg aber absolut verdient“, findet der TSV-Coach. Den Schlusspunkt setzte Marco Bergmair aus zwölf Metern. Philipp Weber hatte per klasse Zuspiel vorbereitet. (dali) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Andrei Ionescu (Augsburg) - Zuschauer: 240
Tore: 1:0 Manuel Appel (20.), 2:0 Manuel Appel (54.), 3:0 Marco Bergmair (90.)
Rot: Gökay Güngör (32./FC Affing)

Von Beginn an war beiden Seiten die Bedeutung der Begegnung anzumerken. In der ersten Hälfte hatten die Rainer etwas mehr vom Spiel. Jonah Kopp scheiterte mit einem Freistoß an Fuchs. Im Gegenzug scheiterten die Gäste mit einem Konter. Bis zur Pause war das Spiel von Ungenauigkeiten im letzten Drittel geprägt. Böhm scheiterte kurz vor der Pause an Fuchs. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen. Mit Beginn der zweiten Hälfte scheiterte Rain II zuerst am Pfosten und Böhm konnte den Abpraller nicht im Tor unterbringen. Im Anschluss waren dann die Gäste aktiver. Jurida und Co. scheiterten nacheinander an Torhüter Kevin Maschke. Die Hanfbauer-Elf konzentrierte sich von da an auf’s Kontern, ohne zwingend genug zu werden. In der 84. Minute war es dann Anes Zukanovic, der einen Spielzug über Kopp und Böhm zum umjubelten Siegtreffer einschob. Somit sicherte sich die Rainer „Zweite“ den Klassenerhalt. (tsv) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Robert Kandemir (Thannhausen) - Zuschauer: 220
Tor: 1:0 Anes Zukanovic (84.)
Gelb-Rot: Johannes Wiener (89./SG Münster/Holzheim/)

Durch einen mühsamen Heimerfolg über den BC Adelzhausen schaffte der SV Klingsmoos vorzeitig den Klassenerhalt. In einer schwachen ersten Hälfte sah es nicht danach aus, dass die nötigen Punkte im Moos bleiben würden. Doch im zweiten Abschnitt steigerte sich die Kranner-Elf und drehte die Partie noch mit zwei Standards zu ihren Gunsten. Die große Chance zur Führung bot sich Benedikt Vollnhals nach einem Foul an Marvin Kohou, das einen Strafstoß nach sich zog. Diesen konnte Keeper Michael Fottner jedoch entschärfen (26.). Auf der Gegenseite machte es Stefan Asam besser, als er einen Foulelfmeter für den BCA sicher zum 0:1 verwandelte (38.). Wenig später klärte Futterer wiederum stark gegen Gaag (43.). Mit etwas mehr Entschlossenheit kamen die Weinroten aus der Pause zurück. Zunächst wurde Vollnhals sehr fragwürdig zurückgepfiffen (51.). Dann vergaben Max Steierl (53.) und Marvin Kohou (54.) gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Den dritten Elfmeter der Begegnung bekamen wieder die Gastgeber zugesprochen, nachdem der Keeper Vollnhals regelwidrig angegangen war. Diesmal traf der Gefoulte zum wichtigen 1:1-Ausgleich (64.). Der Siegtreffer gelang Spielertrainer Kranner mit einem verwandelten 20-Meter-Freistoß neben den rechten Pfosten (70.). Trotz weiterer Gelegenheiten hatte das Resultat bis zum Schlusspfiff Bestand. (svk) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Leon Löffler (Medlingen) - Zuschauer: 80
Tore: 0:1 Stefan Asam (38. Foulelfmeter), 1:1 Benedikt Vollnhals (64. Foulelfmeter), 2:1 Johannes Kranner (71.)
Besondere Vorkommnisse: Benedikt Vollnhals (SV Klingsmoos) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Michael Fottner (26.).

Viel Frustpotenzial barg das Kellerduell zwischen dem TSV Friedberg und dem SC Oberbernbach. Johannes Fritsch (links) und SCO-Spielertrainer Bashar Broo werden letztlich beide mit ihrer Mannschaft absteigen.
Viel Frustpotenzial barg das Kellerduell zwischen dem TSV Friedberg und dem SC Oberbernbach. Johannes Fritsch (links) und SCO-Spielertrainer Bashar Broo werden letztlich beide mit ihrer Mannschaft absteigen. – Foto: Reinhold Rummel

Dass die bittere Heimniederlage gegen Oberbernbach den Abstieg des TSV Friedberg bedeutet, schmerzte sogar den gegnerischen Trainer Bashar Broo. „Friedberg ist viel besser als der letzte Platz. Sie haben es nicht verdient, abzusteigen“, sagte der SCO-Coach. Der Friedberger Abteilungsleiter Stefan Reisinger sah in der Partie ein Spiegelbild der kompletten Rückrunde: „Wir hatten genug Chancen, um zwei, drei Tore zu erzielen. Stattdessen fangen wir uns hinten fahrlässig die Gegentore ein.“ Die Enttäuschung halte sich in Grenzen, der Abstieg habe sich abgezeichnet. „Wir nehmen es an. Es hat schlichtweg nicht gereicht“, so Reisinger. Jetzt sei ein Neustart nötig. Dabei begann die Partie gut für die Hausherren, als Coskun Bür nach einer kurzen Ecke für die 1:0-Führung sorgte (15.). Wenig später hätte Chris Berscheit sogar per Kopf auf 2:0 erhöhen können. Doch nach einer halben Stunde glich Can Raschid zum 1:1 für die Gäste aus. Zuvor hatte er nur die Latte getroffen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte spielte der Oberbernbacher Johannes Stöckl den Ball gefährlich vors Friedberger Tor. TSV-Kapitän Philipp Boser wollte klären und traf unglücklich zum 1:2 ins eigene Tor. Nach der Pause war es Coskun Bür, der die Gastgeber mit dem 2:2 wieder hoffen ließ (58.). Doch nur zwei Minuten später schloss Raschid einen Konter zum 3:2 für Oberbernbach ab. Als Boser kurz vor Schluss das 3:3 für Friedberg auf dem Fuß hatte, rettete SCO-Keeper Baris Özkan den Gästen den Sieg. (ull) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Lukas Lindemeir (Affing) - Zuschauer: 90
Tore: 1:0 Coskun Bür (15.), 1:1 Can Raschid (31.), 1:2 Philipp Boser (45.+2 Eigentor), 2:2 Coskun Bür (58.), 2:3 Can Raschid (60.)

Womöglich war die Luft ein Stück weit raus beim TSV Pöttmes, der bereits nach dem zurückliegenden Spieltag ausgiebig den Klassenerhalt gefeiert hatte. „Ein bissl lethargisch, viele Fehlpässe, die Spritzigkeit hat gefehlt“. So beschreibt Spielertrainer Fabian Scharbatke die erste Halbzeit. Bereits nach 22 Minuten traf Gerolsbachs Daniel Fischer vor 120 Zusehern den Pfosten. Kurz vor der Pause ging der FCG in Führung: Linus Laberer schob den Ball nach gutem erstem Kontakt flach und präzise ins rechte Toreck. Während Scharbatke knapp am rechten Kreuzeck vorbeischlenzte, saß der Schuss von Elias Leitner: Der drückte eine Hereingabe aus zwölf Metern zum 2:0 ins Tor (76.). Schwerer als die verkraftbare Niederlage wog die Verletzung von Louis Lustig. Kurz vor der Auswechslung in seinem letzten Heimspiel für den TSV – er wechselt nach Hollenbach – krachte er auf die Schulter. Er musste mi dem Krankenwagen abtransportiert werden. „Es sind wohl Sehnen und Bänder gerissen“, vermutet sein Trainer, der von einem „Tag zum Vergessen“ spricht. (dali) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Lennart Walcher (Königsbrunn) - Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Linus Laberer (44.), 0:2 Elias Leitner (76.)

Viel zu feiern hatte der FC Rennertshofen bei seinem 6:1-Kantersieg gegen den SF Friedberg.
Viel zu feiern hatte der FC Rennertshofen bei seinem 6:1-Kantersieg gegen den SF Friedberg. – Foto: Daniel Worsch

Nach anfänglichem Abtasten ging der FCR mit dem ersten sehenswerten Angriff in der neunten Minute durch Denis Giess in Führung. Eine Minute später vergab erneut Giess freistehend. In der 18. Minute folgte dann ein Warnschuss der Gäste durch Tim Pflanz, den Torwart Manuel Fieger über den Querbalken lenkte. Nach der Trinkpause fiel sofort das 2:0 für die Gastgeber. Nach einem Chip von Simon Pickhard legt Kruber quer auf David Pickhard, der souverän einschob. Zwei Zeigerumdrehungen später stand es 3:0, als wiederum Simon Pickhard Kruber in Szene setzte und dieser verwandelte. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff verhinderte Fieger den Anschlusstreffer. Die Gastgeber kamen mit dem gleichen Elan aus der Kabine und wiederum Kruber sorgte nach Zuspiel von Giess mit dem 4:0 für die Vorentscheidung. Nach einem schönen Pass von David Pickhard erhöhte Khalid Abunemah auf 5:0 (55.). Den fairen und nie aufgebenden Gästen gelang durch einen Fernschuss von Michael Pfeifer Mitte der zweiten Halbzeit der Ehrentreffer. Den Schlusspunkt setzte schließlich Niklas Schelchshorn mit dem 6:1. SVK-Trainer Tommy Mutzbauer meinte nach der Partie, dass er eine „erhebliche Leistungssteigerung“ seiner Mannschaft im Vergleich zum vorherigen Heimspiel gesehen hatte. (hase) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Kilian Obermeier - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Dennis Giess (9.), 2:0 David Pickhard (24.), 3:0 Tobias Kruber (26.), 4:0 Tobias Kruber (51.), 5:0 Khalid Abu Nemah (55.), 5:1 Michael Pfeifer (63.), 6:1 Niklas Schelchshorn (90.+1)
Gelb-Rot: Fränki Rajc (81./SF Friedberg)

Aufrufe: 01.6.2025, 22:52 Uhr
Bernhard MeitnerAutor