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Sportpark bleibt in Broichweiden

Der Stadtrat Würselen verzichtet auf Prüfung eines alternativen Standorts.

Der Stadtrat Würselen folgt dem Wunsch der Vereinigten Vereine in Broichweiden und verzichtet bei der Neugestaltung der Sportanlage Parkstraße darauf, auch die Machbarkeit an einem alternativen Standort zu prüfen. Hier hatte die Verwaltung eine Wiese am Rande der ehemaligen Ziegelei Kappertz am Kreisverkehr Linden-Neusen ins Gespräch gebracht.

Besorgt hatte der Sprecher der Vereinigten Vereine, Josef Kuck, in der Fragestunde zu Beginn der Ratssitzung nachgehakt, warum denn die Stadtverwaltung überhaupt noch einen zweiten Standort auf Machbarkeit prüfen wolle, obwohl doch in Gesprächen mit den Fraktionen klar geworden sei, dass die Parkstraße als Standort beibehalten werden soll. Außerdem hätten die Vereine sich erneut große Mühe gemacht und ihr Konzept nochmals angepasst, um am Markt in Weiden bleiben zu können. Die nun in Rede stehende Vorgehensweise würde erneut viel Zeit kosten.

Bürgermeister und Verwaltungschef Arno Nelles (SPD) betonte, die Prüfung auch eines Alternativstandortes sei keine „Animosität“ der Verwaltung gegen die Vereine in Weiden. Vielmehr geschehe dies aus der „Angst“ heraus, dass sich möglicherweise durch Gutachten in Sachen Immissionen (Lärm) und Verkehr der favorisierte Standort als nicht machbar erweisen könnte. Es gehe Nelles um einen Plan B, um dann sofort reagieren zu können und Zeit zu sparen. Ähnlich sah dies auch SPD-Fraktionschef Christoph Küppers, dem es um die Feststellung der Realisierbarkeit unter technischen, rechtlichen und finanziellen Aspekten ging. Küppers wie auch die Sprecher der anderen Fraktionen lobten das Engagement der Vereine über den grünen Klee. Allerdings setzte sich in der Abstimmung eine Mehrheit aus CDU, FDP, UWG und Grünen durch, die auf die Prüfung nur der Parkstraße auf Machbarkeit bestanden. CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz gab hier die Richtung vor und führte im Kern drei aus seiner Sicht entscheidende Argumente an. Die Parkstraße sei der traditionelle und bewährte Standort für Sport- und Begegnungsstätte. Die Lage am Markt sei für die Grundschüler gut erreichbar. Und drittens gehe es um die grundsätzliche Entscheidung, wie das Quartier Broichweiden am besten zu entwickeln ist.

Der aktuelle Vorschlag der Vereine

Schallgedämmte Dreifach- und Multifunktionshalle soll gebaut werden

Das ursprüngliche Konzept 1 sah den Neubau einer schallgedämmten Dreifachhalle auf dem Aschenplatz vor. Angebunden werden sollte sie an die „alte“ Halle durch einen neuen Umkleide- und Sanitärtrakt, so dass die maroden Duschen und Umkleiden verschwinden. Konzept 1 sah vor, die alte Halle zu sanieren und mittig zu trennen, so dass eine Hälfte als Ersatz für die kleine Halle am Markt zu nutzen wäre und die zweite Hälfte für kulturelle Veranstaltungen umgebaut würde.

Das neue Konzept 2 sieht den Bau einer schallgedämmten Dreifachhalle vor, unabhängig von der alten. Sie wird in L-Form mit einem Zwischentrakt (Umkleiden, Sanitärräume, Kommunikationsraum) verbunden mit einer neuen Multifunktionshalle (innerhalb der das Gelände begrenzenden Lärmschutzwälle). Die alte Halle wird abgerissen. Es entstehen zusätzlich neue Parkplätze.

Beide Pläne beinhalten den Abriss der kleinen Halle am Markt. Sie sehen den Erhalt des Sportplatzes am Helleter Feldchen vor und den Bau eines Kunstrasenplatzes in Linden.

Aufrufe: 028.2.2019, 11:00 Uhr
Karl Stüber | AZ/ANAutor

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