
Es bleibt dabei: Man darf den SV Nütterden nicht vorzeitig abschreiben. Die Mannschaft hat sich am Freitagabend mit einem 2:1 (2:0)-Erfolg im Kellerduell beim SV Veert eindrucksvoll im Abstiegskampf der Kreisliga A zurückgemeldet. Damit hat das Team vom Haferkamp, das schon das Hinspiel gegen den Klub aus Geldern mit 3:2 gewonnen hatte, den direkten Vergleich auf seiner Seite, der bei Punktgleichheit entscheidend ist. Aktuell haben beide Mannschaften ebenso wie der SV Issum (2:2 gegen den TSV Nieukerk) 17 Punkte auf dem Konto – drei Zähler dahinter folgt Schlusslicht SGE Bedburg-Hau II (3:2 beim 1. FC Kleve II).
Unter Flutlicht übernahm der SV Veert am heimischen Hülspaßweg sofort das Kommando. Der Gastgeber ging engagiert in die Zweikämpfe und gab dem Gegner keine Gelegenheit zum Spielaufbau. Nach fünf Minuten hatte Daniel Kempkes die erste gute Chance der Schwarz-Gelben, drosch den Ball allerdings in Rücklage über das Tor.
Allmählich legten die Gäste ihre Nervosität ab und setzten mehrfach ihre schnellen Flügelspieler in Szene. Der SV Veert verlor jetzt etwas den Faden. Und dann hatte der SV Nütterden auch das nötige Glück auf seiner Seite. Zunächst blieb ein schlimmer Fehlpass von Keeper Sebastian Dreszler an der eigenen Strafraumgrenze folgenlos. Praktisch im Gegenzug fiel der Nütterdener Führungstreffer. Len Arns behauptete sich auf dem linken Flügel, ließ im Veerter Strafraum Schlussmann Joshua Claringbold aussteigen und schob locker zum 1:0 für die Gäste ein (22.).
Der Gastgeber zeigte sich geschockt und suchte vergeblich nach einer Antwort. Der Ball fand ganz einfach nicht seinen Adressaten. Es folgte der nächste gefährliche Konter des SV Nütterden. Nach einer Linksflanke verpassten drei Veerter Verteidiger den Ball, Abwehrspieler Nummer vier holte Len Arns von den Beinen. Marcel Reintjes verwandelte den fälligen Elfmeter ganz sicher zur Nütterdener 2:0-Pausenführung (34.).
Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst lange so aus, als sollte der SV Nütterden den Vorsprung sicher ins Ziel bringen können. Beim Gastgeber lief kaum etwas zusammen. Dennoch gelang dem SV Veert wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Mustafa Demirkol war nach einem Freistoß sehenswert zum 1:2 zur Stelle (68.). Wer sich auf eine spannende Schlussphase gefreut hatte, wurde allerdings enttäuscht. Bis zum Abpfiff passierte nicht mehr viel – der Abstiegskampf spitzt sich immer mehr zu.
„Das war eine katastrophale Leistung meiner Mannschaft“, nahm der Veerter Trainer Timo Pastoors nach dem Abpfiff kein Blatt vor den Mund. „Wenn alle Spieler an Bord sind, haben wir auch die Qualität, um in der Liga bestehen zu können“, sagte Nütterdens Trainer Stefan Hommers.