
In der gleichen Liga haben sie seit 20 Jahren nicht mehr gespielt und im Pokal gab es den letzten Vergleich 2021. Derbys zwischen dem SV Babstadt und dem TSV Obergimpern sind rar gesät, am Sonntag ist es aber mal wieder so weit (Anpfiff, 15.30 Uhr). "Das ist eine schöne Sache und wir rechnen auch mit einigen Zuschauern", sagt Manuel Eberhardt.
Der spielende Co-Trainer des SV Babstadt fungiert auf dem Feld als verlängerter Arm des neuen Trainers Stefan Bartsch und sagt: "Mit Stefan haben wir einen sehr kompetenten Trainer für uns gewinnen können, der obendrein viel Erfahrung mitbringt." Eine erste Kostprobe davon und von der offensichtlich guten Frühform gab es vergangenen Samstag beim 5:0-Sieg beim VfB Bad Rappenau II.
Dieses kleine Derby ist der Aufgalopp zum folgenden Großen. Der Ortsnachbar aus Obergimpern spielt seit nunmehr zwei Jahrzehnten höherklassig im Vergleich zu Babstadt und ist deshalb als Favorit einzuordnen. Dort rechnet man sich jedoch einiges aus. "Für den Start in die Saison wäre es schön, mit einem großen Erfolgserlebnis reinzugehen und das wäre ein Sieg gegen Obergimpern definitiv", sagt Eberhardt, der weiß, "dass würde die Vorfreude beflügeln."
Das Pokalduell aus dem Jahr 2021 gewann Obergimpern mit 2:1. 2017 gab es einen weiteren Vergleich. In diesem setzte sich Babstadt zuhause mit 3:2 gegen den TSV durch. Beide Partien waren ein Achtelfinale.
Während die erste Runde frei von Kreisliga-Duellen geblieben ist, kommt es nun zu deren drei. Eine davon steigt in Stebbach, wo der 1.FC Stebbach auf den TSV Neckarbischofsheim trifft. "Ich habe Neckarbischofsheim in Sulzfeld begutachten können", sagt Stebbachs Trainer Georg Wegmann und schlussfolgert aus dem 3:2 des TSV beim FVS, "dass sie uns an eine Grenze bringen werden, was wiederum gut für uns ist, da wir aufgrund der Eppinger Stadtmeisterschaften nicht wirklich wissen, wo wir stehen." Bei selbiger belegte sein Team den vierten Platz.
Die Bedeutung des Pokals steht bei Wegmann hinter der Punktspielrunde an. "Ich sehe den Pokal vor allem als Zubrot, um sich kurz vor den Ligaspielen mit anderen Kreisligisten zu vergleichen", sagt der Coach und führt weiter aus, "zu einem Weiterkommen würde ich natürlich nicht Nein sagen, wäre auf der anderen Seite aber auch nicht unglücklich, wenn wir keine Doppelbelastung aufgrund von Pokalspielen unter der Woche hätten."
Die Konzentration in Stebbach liegt folglich auf dem Ligabetrieb, der am Sonntag in einer Woche mit dem Auswärtsspiel bei Türk Gücü Sinsheim startet. Der Aufsteiger kann seinen Pokalsieg nicht verteidigen, da er vergangene Woche am TSV Ittlingen gescheitert ist. Selbiger gastiert am Sonntag in der zweiten Runde bei der SG 2000 Eschelbach und ist dabei großer Favorit auf den Achtelfinaleinzug.
Die beiden weiteren Kreisliga-Duelle bestreiten der VfL Mühlbach und der SV Adelshofen sowie der SV Rohrbach/S. und der FC Rohrbach a.G. In beiden Fällen gilt das Heimteam als favorisiert.
Beim FV Elsenz freut man sich auf einen starken Gegner. "Reihen ist eine der Übermannschaften des Kreises", sagt FV-Trainer Michael Feiler vor dem Aufeinandertreffen mit dem SV. Er meint weiter: "Es ist toll, dass sie zu einem Pflichtspiel nach Elsenz kommen dürfen, beziehungsweise müssen." Seine eigene Mannschaft hat diesen Sommer einen mittelgroßen Umbruch hinter sich, in der ersten Runde aber mit einem 2:0-Sieg gegen den A-Ligisten TSV Zaisenhausen positiv zu überraschen gewusst.
Das von ihm betitelte "David gegen Goliath Spiel", weiß er richtig einzuschätzen und sagt: "Man kennt es aus dem Profibereich, das ist eine Paarung, in der es vielleicht in einem aus 30 Spielen eine Überraschung gibt. Für uns geht es in erster Linie darum, uns gut zu präsentieren und vielleicht sagen die Reihener hinterher ja zu uns, dass wir gar keine schlechte Mannschaft sind."
Weitere ligainterne Duelle liefern sich der TSV Dühren und der SV Tiefenbach (beide Kreisklasse A) sowie die beiden B-Ligisten TSV Steinsfurt und SV Daisbach. Alles andere als Spaziergänge erwarten den VfB Epfenbach beim SV Sinsheim, den TSV Waldangelloch beim SV Fortuna Bargen, den TSV Helmstadt beim VfB Eppingen II, Türkspor Eppingen beim FC Weiler, die SG Untergimpern beim SV Neidenstein und den TSV Ittlingen bei der SG 2000 Eschelbach. Hier ist den Gastgebern, die jeweils eine Klasse tiefer rangieren als ihre Kontrahenten, einiges zuzutrauen.