2026-01-19T08:28:16.618Z

Allgemeines
– Foto: Timo Scharer

Jenz bewahrt den VfL vor dem Fehlstart

Wolfsburg kommt gegen Heidenheim nach Rückstand noch zu einem 1:1

Der VfL Wolfsburg hat zum Auftakt der Rückrunde einen Dämpfer nur knapp vermieden. Gegen den 1. FC Heidenheim kam die Mannschaft von Trainer Daniel Bauer in der Volkswagen Arena nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Nach einem Gegentreffer unmittelbar vor der Pause sorgte Innenverteidiger Moritz Jenz in der Schlussphase per Kopf für den Ausgleich. Trotz klarer Spielanteile fehlte es den Wölfen lange an Durchschlagskraft.

Umstellungen in der Offensive

Im Vergleich zum Heimsieg gegen den FC St. Pauli musste Bauer seine Startelf anpassen. Für den verletzten Dzenan Pejcinovic rückte Mohammed Amoura in die Sturmspitze. Zudem feierte Jan Bürger sein Bundesliga-Startelfdebüt und ersetzte Sael Kumbedi. Heidenheim veränderte seine Formation auf drei Positionen und setzte unter anderem auf Adrian Beck in der Offensive.

Die Anfangsphase war von Vorsicht geprägt. Beide Teams tasteten sich ab, klare Torchancen blieben zunächst aus. Erst nach rund 20 Minuten nahm die Partie Fahrt auf: Lovro Majer verfehlte für Wolfsburg knapp das Ziel, auf der Gegenseite zwang Marnon Busch den VfL mit einem Distanzschuss zu einer ersten Defensivaktion.

Wolfsburg übernahm anschließend mehr Ballbesitz, kam über Gerhardt und Amoura zu Annäherungen, blieb aber im letzten Drittel zu harmlos. Heidenheim lauerte auf Fehler – und wurde kurz vor der Pause belohnt. Nach einer unübersichtlichen Szene im Strafraum setzte Adrian Beck den Abpraller zum 0:1 in die Maschen (45.+1).

Mehr Druck, wenig Ertrag

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der VfL deutlich das Tempo. Die Niedersachsen schnürten die Gäste phasenweise in deren Hälfte ein, doch Heidenheim verteidigte kompakt und mit großer Disziplin. Die beste Ausgleichschance hatte Christian Eriksen, dessen abgefälschter Flachschuss von Torhüter Ramaj stark pariert wurde.

Wolfsburg setzte nun verstärkt auf Flanken und Standardsituationen. Die Geduld zahlte sich zehn Minuten vor Schluss aus: Nach einer Ecke von Eriksen setzte sich Moritz Jenz am ersten Pfosten durch und köpfte den Ball wuchtig zum 1:1 ins Netz.

Kein Happy End trotz Schlussoffensive

In den verbleibenden Minuten drängten die Wölfe auf den Sieg. Adam Daghim und Kumbedi vergaben jedoch aussichtsreiche Möglichkeiten, sodass es beim Remis blieb. Angesichts der Spielanteile war mehr möglich, doch Heidenheim verteidigte bis zum Schluss konzentriert.

Trainer sieht verdienten Punkt

Daniel Bauer zeigte sich nach der Partie selbstkritisch. Die erste Halbzeit habe zu wenig Initiative im Ballbesitz gezeigt, zudem sei das Gegentor kurz vor der Pause unnötig gewesen. Die Reaktion nach dem Seitenwechsel bewertete er hingegen positiv: Mehr Druck, mehr Kontrolle – und am Ende ein verdienter Punkt.

Für den VfL geht es nun auswärts weiter. Am Samstag, 24. Januar, wartet mit dem 1. FSV Mainz 05 die nächste Aufgabe im Kampf um eine stabile Rückrunde.

Aufrufe: 019.1.2026, 10:08 Uhr
redAutor