Der Lehndorfer TSV geht als Favorit in die Begegnung. Mit 64 Punkten aus 26 Spielen führt die Mannschaft die Tabelle weiterhin an und liegt fünf Zähler vor Verfolger TSV Wendezelle. Die Offensive des Spitzenreiters bleibt mit 98 Treffern die stärkste der Liga, zugleich stellt Lehndorf auch defensiv eines der stabilsten Teams der Saison.
Der FC Heeseberg reist dagegen als Tabellensechster an. Mit 39 Punkten aus 26 Partien hat sich die Mannschaft im gesicherten Mittelfeld etabliert und zuletzt eine stabile Form entwickelt. Besonders die beiden jüngsten Siege gegen den TSV Schwicheldt (2:1) und den MTV Hondelage (3:0) unterstreichen den positiven Trend.
Hinspiel offenbarte die offensive Qualität des Spitzenreiters
Das erste Duell der Saison gewann Lehndorf mit 4:2 in Heeseberg. Höhl traf dabei doppelt, zudem waren Paliga per Foulelfmeter und Hieske erfolgreich. Trotz der Niederlage zeigte Heeseberg bereits im Hinspiel, dass die Mannschaft offensiv in der Lage ist, auch Spitzenteams Probleme zu bereiten.
Die Gastgeber werden dennoch mit breiter Brust in die Partie gehen. Zuletzt gewann Lehndorf souverän mit 3:1 beim TSV Schwicheldt und behauptete damit die Pole Position im Meisterschaftsrennen.
Heeseberg setzt auf Disziplin und defensive Stabilität
FCH-Trainer Christian Baetghe sieht die Rollen klar verteilt. „Lehndorf spielt eine super Saison und steht kurz vor dem Aufstieg“, sagte der Heeseberger Trainer vor der Partie. Dennoch wolle seine Mannschaft an die starke Rückrunde anknüpfen und dem Favoriten möglichst lange Paroli bieten.
Besonderen Fokus legt Heeseberg auf die Defensive. „Wir wollen lange die Null halten“, erklärte Baetghe. Zur Vorbereitung habe er Lehndorf zuletzt intensiv beobachtet und versucht, „eine der wenigen Schwachstellen“ des Tabellenführers zu identifizieren.
Auch die freie Zeit habe der Mannschaft gut getan: „Für uns war es jetzt auch mal ganz gut, dass wir das lange Wochenende hatten, dass jeder noch mal ein bisschen runterfahren konnte. Und die, die angeschlagen sind, sich ein bisschen auskurieren konnten."
Während Heeseberg vergleichsweise befreit aufspielen kann, steht Lehndorf im Saisonendspurt zunehmend unter Ergebnisdruck. Jeder Punktverlust könnte im engen Titelrennen unmittelbare Auswirkungen haben.
Die Statistik spricht klar für den Tabellenführer. Lehndorf punktet konstant, erzielt im Schnitt fast vier Tore pro Partie und hat in dieser Saison bislang nur vier Niederlagen hinnehmen müssen. Heeseberg reist allerdings mit Rückenwind und der Aussicht an, gegen den Ligaprimus ohne großen Druck überraschen zu können.