
Ausgerechnet! Mit Leni Sichhart erzielte ausgerechnet ein junger Neuzugang den wohl entscheidenden Treffer für den FC Ruderting. Somit glückt dem einzigen niederbayerischen Mitglied der Frauen-Bayernliga der perfekte Start in die neue Saison - in eine Spielzeit, die aufgrund vieler personeller Fragezeichen eine Reise ins Ungewisse ist für den FCR. Die Hürde Würzburger Kickers konnte am 2. Spieltag schon einmal übersprungen werden: 3:1 hieß es am Ende im Landkreis Passau.
Dass mit Leni Sichhart eine der "Jüngsten auf dem Feld" das vorentscheidende 2:1 erzielte, "ist natürlich super schön. Ein toller Einstand." Besonders hervorheben möchte Johanna Maier die Mittelfeldspieler jedoch nicht. Denn: Das ganze Team überzeugte einmal mehr - schien sich aber um den verdienten Lohn zu bringen. "In der zweiten Halbzeit ging es nur noch in eine Richtung. Wir sind immer stärker geworden - und haben uns fünf, sechs Hundertprozentige erarbeitet, sie aber nicht genutzt. Jeder hat gesagt, das geht nicht gut.."
Ging es aber. Weil Ruderting Leni Sichhart hatte, und am Ende dann doch die abgezocktere Mannschaft war. "Zusammengefasst war das ein hochklassiges Spiel", bilanziert Marius Wiederer, Trainer der mittelfränkischen Gäste. "Die erste Halbzeit haben wir komplett dominiert und sind verdient in Führung gegangen." Nach der Pause jedoch hätte sein Team das "Konzept verloren", oder wie es FCR-Managerin Maier formuliert: "Die waren platt." Wiederer geht etwas mehr ins Detail: "Wir haben das Pressing nicht mehr so auf die gegnerische Kette gebracht. Warum, das werden wir analysieren. Aber so wurde Ruderting mit jeder Minute stärker."
Der erlösende Moment - Leni Sichhart lässt grüßen - ließ aber dann doch auf sich warten. Länger als erwartet und auf alle Fälle gewünscht. Letztlich jedoch ist der Sieg für die Gastgeber aus Sicht von Johanna Maier "hochverdient". Direkt will Marius Wiederer das nicht bestätigen. Nur soviel: "Es sind zwei Topmannschaften der Bayernliga aufeinander getroffen. Und Ruderting hatte das Spielglück auf seiner Seite." Und der FCR hatte das bessere Ende - dank Leni Sichhart...