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„Jeder hat Bock auf Bayernliga“: Geretsried-Verteidiger Rosina im Interview

Nach Aufstieg in die Bayernliga

von Rudi Stallein · 12.08.2025, 10:30 Uhr · 0 Leser
„Der Unterschied zur Landesliga ist groß“: Innenverteidiger Sebastian Rosina ist einer der wenigen Geretsrieder Spieler, der schon Erfahrungen in der Bayernliga gesammelt hat.
„Der Unterschied zur Landesliga ist groß“: Innenverteidiger Sebastian Rosina ist einer der wenigen Geretsrieder Spieler, der schon Erfahrungen in der Bayernliga gesammelt hat. – Foto: Rudi Stallein

Der TuS Geretsried überrascht als Aufsteiger in der Bayernliga mit einem guten Saisonstart. Innenverteidiger Sebastian Rosina dazu im Interview.

Die Fußballer des TuS Geretsried machen in der Bayernliga weiter wie in der Relegation: Nach vier Spieltagen ist der Aufsteiger noch ungeschlagen und mit einem Remis und zwei Siegen (das Spiel gegen den 1860 München II muss nachgeholt werden) auf Platz sechs geklettert. „Das wir so gut in die Saison starten, damit hat niemand gerechnet“, räumt Innenverteidiger Sebastian Rosina nach dem jüngsten 2:1-Heimsieg gegen seinen Ex-Verein SV Heimstetten ein. Trotz des beeindruckenden Starts bleibt der 27-Jährige, der gerade seinen Bachelor in Sportmanagement macht, im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Rudi Stallein bescheiden: „Die Klasse zu halten, bleibt das oberste Ziel.“

Herr Rosina, Gratulation zum ersten Heimsieg, um den in den Schlussminuten noch gezittert werden musste?
Ja, da wurde es nochmal spannend, weil Heimstetten natürlich gedrückt hat. Wir hätten es vorher entscheiden können, haben es nicht gemacht und dann ein blödes Gegentor bekommen. Aber ich denke, im Großen und Ganzen war es ein verdienter Sieg für uns.
Hatten Sie erwartet, das Spiel so überlegen zu gestalten?
Nein. Wir als Aufsteiger gehen ja immer als Underdog ins Spiel. Wir wissen zwar, zu was wir fähig sind, wenn wir alles geben. Als Sportler wollen wir natürlich immer gewinnen, aber wir wissen auch um unsere Rolle als Aufsteiger. Wir haben deren Fehler gut ausgenutzt und dadurch unsere Nadelstiche setzen können. Das ist uns ganz gut gelungen.
Als „Underdog“ hat der TuS in den drei beendeten Spielen sieben Punkte geholt. Überrascht Sie das?
Was heißt überraschen? Wir als Mannschaft wissen, was wir draufhaben. Aber es ist schon ein sehr guter Start für uns – damit hatte keiner gerechnet, dass wir so in die Saison starten. Bisher sind, glaube ich, alle sehr zufrieden, wie wir in die Saison gestartet sind.
Vor allem, wenn man sich an den Ausklang der Vorsaison erinnert: Da musste man zwischenzeitig befürchten, dass die Relegation noch verspielt wird. Woran liegt‘s, dass es jetzt so gut läuft?
Ich glaube, dass uns die Relegation gutgetan hat. Das haben wir als neuen Wettbewerb gesehen, da hat es für alle Mannschaften bei Null begonnen, da konnten wir frei aufspielen. Die Vorbereitung war dann etwas schwieriger, weil weniger Pause war und wir einige Verletzte hatten. Aber mit dem Punktspielstart war jeder da. Für uns als Mannschaft ist es einfach ein tolles Erlebnis. Man merkt, dass die Mannschaft hungrig ist – wir arbeiten sehr hart und jeder hat extrem Bock auf dieses Erlebnis Bayernliga.
Sie selbst kennen dieses Gefühl ja schon aus einem Jahr in Heimstetten. Wie groß ist der Unterschied zwischen Landesliga und Bayernliga?
Es ist ein großer Unterschied. Allein vom Tempo her, dann von der individuellen Qualität der einzelnen Spieler; da gibt es doch einige, die mal Profis oder gestandene Regionalligaspieler waren. Und die Genauigkeit, die technische Qualität ist nochmal besser.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielern bringen Sie schon Bayernliga-Erfahrung mit. Bezieht Ihr Trainer Daniel Dittman die Spieler, die schon höherklassig aktiv waren, in seine Planungen mit ein?
Ja, schon, so wie Belmin Idrizovic, Robin Renger oder unseren Kapitän oder mich. Daniel Dittmann steht da ständig im Austausch mit uns.
Es sind fünf, sechs neue Spieler zum Kader dazugekommen. Wie haben die sich eingewöhnt?
Sehr gut, mit den neuen Spielern macht es sehr viel Spaß. Sie haben sich alle sehr gut eingefügt, dafür gab es auch einen tollen Teamabend. Es sind junge, hungrige Spieler dabei, aber auch erfahrene Leute. Es ist ein guter Mix, den der Verein da hinbekommen hat. Wir haben den Kern erhalten, uns aber mit den Neuzugängen trotzdem verstärkt.
Nach so einem Top-Start: Was erwarten Sie von der Saison?

Ein Ziel würde ich ungern aussprechen wollen. In den letzten Jahren hat man gesehen, dass sich die Aufsteiger in der Bayernliga immer schwergetan haben, weil der Unterschied so groß ist. Deswegen sind wir gut beraten, von Spiel zu Spiel zu schauen – und versuchen, die Klasse zu halten. Das ist das oberste Ziel. Wenn wir unser Maximum geben, sieht man, wozu wir in der Lage sind.