
Angesichts der Tabellensituation und Platz 13 nach dem ersten Saisonabschnitt mutet es durchaus überraschend an, dass sich die Defensive von Fortunas Regionalliga-Fußballern mit 25 Gegentoren aus 18 Spielen vor den Spitzenteams nicht verstecken muss. Nur fünf Mannschaften kassierten weniger Treffer als die „Zwote“. Die Verteidiger in der Einzelkritik.
Elias Egouli (6 Spiele/0 Tore) Bekam zum Saisonbeginn das Vertrauen und spielte in den ersten sechs Partien immer über die vollen 90 Minuten. Machte seine Sache als Innenverteidiger so gut, dass er im Testspiel der Profis gegen Enschede auflaufen durfte. Erlitt kurz darauf eine Fersenverletzung und fiel für den Rest der Hinrunde aus.
Jamil Siebert (3/0) Sollte vor seinem Comeback im Zweitliga-Team zunächst Spielpraxis in der Regionalliga sammeln. Debütierte beim 1:1 in Uerdingen, gegen Fortuna Köln (0:1) erstmals über die volle Spielzeit im Einsatz. In Wiedenbrück (2:1) überzeugte er durch enorm wichtige Grätschen und gutes Abwehrverhalten.
Joshua Quarshie (4/0) Kam jeweils über 90 Minuten zum Einsatz, wenn er in die U23 beordert wurde. War im Zweikampfverhalten trotz seiner Körpergröße oft noch zu inkonsequent und verursachte in Gütersloh (2:0) einen Elfmeter, wobei der Pfiff durchaus überzogen war.
David Savic (15/0) Kam in den ersten Partien eher weniger zum Zug, bevor er ab Ende September auf der rechten Außenverteidigerposition gesetzt war und dort zwar nicht immer konstant, aber doch solide seine Arbeit verrichtete.
Leonard Brodersen (16/0) Ohne Profiverstärkungen war er in der Innenverteidigung gesetzt. Nur bei der 1:4-Pleite gegen Lotte verschuldete er einen ärgerlichen Elfmeter.
Gideon Guzy (13/1) Zumeist mit einem Startelfplatz, den er jedoch in den letzten vier Partien des Jahres verlor. In Duisburg (2:2) erst nach der Halbzeit eingewechselt. Flog neun Minuten später mit Gelb-Rot vom Platz. Besonders ärgerlich, da die Gastgeber danach die 2:0-Führung der U23 egalisierten.
Jan Boller (18/1) Nach Adam Bodzeks Karriereende wurde ihm als zunächst ältestem Akteur das Kapitänsamt übertragen und mauserte sich immer mehr zum Leistungsträger. Verpasste keine Partie der ersten Saisonhälfte, nur in Düren (0:2) zugunsten einer offensiveren Ausrichtung vor Abpfiff ausgewechselt. Kam so auf die meiste Einsatzzeit unter allen „Zwote“-Akteuren. Zumeist gute Übersicht im Spielaufbau und immer wieder zur Stelle, um gefährliche Situationen zu entschärfen. Dabei vor allem mit dem Kopf sicher.
Tobias Grulke (4/0) Schaffte im Sommer den Sprung aus der eigenen U19 in die Regionalliga-Mannschaft. Nach vier Startelfeinsätzen zu Saisonbeginn fiel er jedoch mit einem Muskelfaserriss bis zum Jahresende aus.
Nico Petritt (6/0) Über die gesamte Hinrunde mit einem schwierigen Stand. Nur gegen Wuppertal (0:2) und in Gütersloh (2:0) die volle Spielzeit lang auf dem Platz. Verlor danach das Duell gegen Savic.
Lennard Wagemann (12/1) In der Vorsaison noch in der Offensive zu finden, rückte zur neuen Spielzeit einige Positionen nach hinten und agierte als linker Verteidiger. War auf dieser Position aber nicht gesetzt und lieferte leistungstechnisch auch selten die richtigen Argumente für einen Stammplatz.