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Ligabericht

Jakub Süsser: »Möchte Teil dieser Entwicklung sein«

Der langjährige Landesligaspieler hat bei der SpVgg Willmering-Waffenbrunn vorzeitig um ein Jahr verlängert

von Florian Würthele · 30.10.2025, 08:50 Uhr · 0 Leser
Zeichnet seit 2023 als Spielertrainer der SpVgg Willmering-Waffenbrunn verantwortlich: Jakub Süsser.
Zeichnet seit 2023 als Spielertrainer der SpVgg Willmering-Waffenbrunn verantwortlich: Jakub Süsser. – Foto: Dominik Adlhoch

Jakub Süsser und die SpVgg Willmering-Waffenbrunn – diese Kombi passt einfach. Der ehemalige Mittelfeld-Dirigent des Landesligisten 1. FC Bad Kötzting heuerte im Sommer 2023 als Spielertrainer bei der WiWa an. Und die Zusammenarbeit wird noch länger fortbestehen. Frühzeitig konnte der aktuelle Dritte der Kreisliga Ost Fakten schaffen und mit Süsser um ein weiteres Jahr bis 2027 verlängern.

Unter der Regie des 36-jährigen Tschechen, gennant „Kuba“, schaffte Willmering letztes Jahr über die Relegation den langersehnten Aufstieg in die Bezirksliga. Dort konnte man sich jedoch nur ein Jahr halten. Nach einer schwierigen Saison mit viel Verletzungspech ging es wieder runter in die Kreisliga Ost. Wie läuft es aktuell? Nach einem holprigen Saisonstart fing sich die Mannschaft und ist mit einem beeindruckenden Ungeschlagen-Lauf (seit zehn Spielen ohne Niederlage) bis auf den dritten Rang vorgeprescht. Ein Highlight war der zweifelsfrei der 2:1-Sieg beim ambitionierten Titelaspiranten SpVgg Mitterdorf. Und auch auswärts beim aktuellen Tabellenersten FC Ränkam (1:1) konnte gepunktet werden.

Spielercoach Jakub Süsser kam die Aufgabe zu, mehrere Talente aus der eigenen A-Jugend einzubauen und zu integrieren. Ein personeller Umbruch wurde nach dem Abstieg vollzogen. Ein Prozess, der weiter im vollen Gange. „Nach dem Abstieg war die Situation natürlich nicht einfach. Doch die Nachwuchsspieler sind sehr engagiert und bringen großes Potenzial mit. Dadurch ist mir die Entscheidung, um ein weiteres Jahr zu verlängern, leichtgefallen. Ich möchte einfach Teil dieser Entwicklung sein und miterleben, wie sich die Jungs durchsetzen“, erklärt Süsser.

Der Tscheche führt weitere Punkte an, warum er frühzeitig bei der Wiwa verlängert hat: „Ich spüre volles Vertrauen und große Unterstützung vom Vorstand sowie von allen im Verein spüre. Das bedeutet mir als junger Trainer sehr viel. Wir haben die Möglichkeit, gemeinsam vieles im Verein weiterzuentwickeln – sei es im Bereich Regeneration, Videoanalyse oder bei den Trainingsbedingungen.“

Von Seiten der Verantwortlichen ist man glücklich, noch im Oktober Planungssicherheit zu haben. Neben Süsser hat auch der restliche „Staff“ um Co-Trainer Andreas Schneider seine Zusage für die kommende Saison gegeben. „Kuba liefert zusammen mit Andi Schneider seit Sommer 2023 eine herausragende Arbeit ab und das sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz. Immer wieder bringt Jakub neue Ideen ein, die wir versuchen gemeinsam umzusetzen“, lobt Sportlicher Leiter Martin Göttlinger.

„Es ist eine wahre Freude, zuzusehen, wie die jungen Spieler von seiner Erfahrung profitieren. Man kann nach jetzt 14 Spieltagen sagen, da hat sich was entwickelt. Das Trainerteam hat es geschafft, in kurzer Zeit fünf Eigengewächse und einen Neuzugang erfolgreich einzubauen. In den ersten 14 Punktspielen haben wir sage und schreibe 27 Spieler eingesetzt und stehen mit 27 Punkten auf Platz drei. Wir haben seit zehn Spielen nicht mehr verloren und das soll auch so bleiben“, berichtet Göttlinger, der die Zusagen des kompletten Trainer- und Funktionsteams hat. „Wir wollen nachhaltig arbeiten und uns mit Kuba weiter entwickeln. Jetzt haben wir Klarheit und können uns voll aufs Sportliche konzentrieren.“

Süsser selbst sagt zur aktuellen sportlichen Lage bei Willmering: „Wir liegen im Soll. Wie viele andere Vereine kämpfen auch wir mit personellen Herausforderungen – Verletzungen, Urlaub, Krankheit gehören einfach dazu. Trotzdem ist es uns gelungen, sieben Spieler im Alter zwischen 17 und 22 Jahren fest in die Mannschaft einzubauen. Natürlich führt das manchmal zu Leistungsschwankungen.“ Aber das sei völlig normal, „denn die Jungs befinden sich noch in der Lernphase.“ Das Führungsduo Ränkam und Mitterdorf liegt bereits neun Punkte voraus. Auch wenn die WiWa noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat, ist das kaum noch aufzuholen. „Was am Ende der Saison herauskommt, werden wir sehen – wir lassen das auf uns zukommen. In dieser Spielzeit steht für uns kein Muss im Vordergrund, sondern die Entwicklung der Mannschaft und jedes einzelnen Spielers“, unterstreicht Jakub Süsser.