
Bis zum vergangenen Wochenende war es ein absolut frustrierendes Halbjahr für den Kreisklassen-Rückkehrer SV March. Der Neuling musste bis zum letzten Vorrunden-Spieltag auf den ersten Saisonsieg, der aber dann ein echtes Statement werden sollte, warten. Im Derby gegen den FC Rinchnach siegte das Schlusslicht mit 9:2. Die Hoffnung auf den Ligaerhalt lebt bei dem Verein aus dem Regener Stadtgebiet wieder, wenngleich der Rückstand zu den vier punktgleichen Tabellenvordermännern immer noch stattliche sechs Zähler beträgt. Mann des Tages beim Schützenfest gegen "Klousta" war der junge Jakob Dirmaier, dem vier Treffer glückten. Mit stattlichen 27 Saisontoren hatte der 19-jährige Youngster bereits großen Anteil am Titelgewinn in der A-Klasse Regen.
"Endlich waren wir mal effektiv. Wenn man auf ein Spiel fast so viele Tore erzielt, wie zuvor auf 12 Partien, spricht das Bände"; sagt Jakob Dirmaier, der den Kantersieg aber gut einordnen kann: "Uns ist so ziemlich alles angegangen und Klousta hat einen rabenschwarzen Tag erwischt." Für das hoffnungsvolle Talent und seine Teamkollegen verlief die Spielzeit 2025/2026 bisher relativ bescheiden. Negativer Höhepunkt war der Rücktritt des erst ein paar Monate zuvor verpflichteten Coaches Armin Stadler. Mit Ex-Landesligastürmer Tobias Pointinger hat nun der Aufstiegstrainer wieder das Sagen. "Ich bin mit Armin gut klargekommen und finde, dass er ein hervorragender Trainer ist. Leider mussten wir aber in vielen Partien auf etliche Spieler verzichten, so dass es dann nicht für Erfolgserlebnisse reichte, wenngleich wir spielerisch meist gut mithalten konnten", verrät Dirmaier.
Im Derby setzte Pointinger auch auf Erfahrung und beorderte die "Oldies" Alexander Gabauer und Franz Rauch in die Startelf. "Das hat uns zweifellos geholfen", meint Goalgetter Dirmaier, der als Außenstürmer für mächtig Wirbel sorgte. "Ich kann sowohl am Flügel als auch zentral vorne spielen", erzählt der Jungspund, der im Sommer zwei Anfragen aus der Kreisliga ablehnte: "Nach dem Aufstieg war das für mich kein Thema, zumal March mein Heimatverein ist und ich mich sehr wohl fühle. Ich kann mir derzeit auch nicht vorstellen, etwas anderes zu machen. Vielleicht ändert sich in ein paar Jahren mal meine Meinung." Um die Liga noch zu halten, werden die Weiß-Blauen allerdings noch einige Dirmaier-Tore brauchen, denn die Situation ist weiterhin alles andere als rosig. "Unser Ziel muss es sein, zumindest noch einen Verein einzuholen und es in die Relegation zu schaffen. Selbst das wird nicht einfach und wir brauchen in der Rückrunde deutlich mehr Punkte als in der Hinserie. Dass wir es drauf haben, hat man aber am Sonntag gesehen", betont Jakob Dirmaier.
