2026-03-25T14:09:28.761Z

Totopokal

Jahn betreibt Chancenwucher: 1860 schmeißt den SSV aus dem Pokal

Halbfinale im Bayerischen Totopokal: Regensburger können ein Chancenplus nicht gewinnbringend nutzen

von Florian Würthele · Heute, 16:15 Uhr · 0 Leser
1860 München mit Siegtorschütze Sigurd Haugen (links) rang Jahn Regensburg im Halbfinale des Totopokals nieder.
1860 München mit Siegtorschütze Sigurd Haugen (links) rang Jahn Regensburg im Halbfinale des Totopokals nieder. – Foto: Imago Images

Verlinkte Inhalte

Auf bittere Art und Weise hat der SSV Jahn den Einzug ins Finale des Bayerischen Totopokals verpasst. Die Regensburger verloren am Samstag das Halbfinal-Heimspiel gegen Ligarivale TSV 1860 München unglücklich mit 0:1 (0:0). Vor etwas über 14.000 Zuschauern im Jahnstadion – Rekordkulisse überhaupt in diesem Wettbewerb – zeichnete Sigurd Haugen in der 54. Minute für das Tor des Tages verantwortlich. In den letzten 20 Minuten drückten die Oberpfälzer vehement, kamen aber nicht mehr zum Ausgleich. Insgesamt muss der Sieg der Münchner als glücklich bezeichnet werden. Während der Jahn den Traum vom DFB-Pokal begraben muss, spielen die „Löwen“ am 23. Mai auswärts bei den Würzburger Kickers um den Landespokalsieg.


Die ersten Spielminuten gehörten den Münchnern, die durch Haugen in der 4. Minute die erste Torchance hatten, doch Strauß konnte den Schuss zur Ecke blocken. Der Jahn übernahm fortan mehr die Kontrolle und verzeichnete in der ersten Halbzeit einige Chancen, darunter ein Schuss von Saller, der Gästekeeper Dähne zu einer Parade zwang (22.) sowie ein gefährlicher Volley von Hottmann, der knapp das Tor verfehlte (18.). Die Löwen blieben jedoch gefährlich, und in der 54. Minute brachte Haugen seine Farben in Führung. Nach einem langen Ball von Jacobsen setzte er sich gegen Strauß durch und traf aus spitzem Winkel flach ins Netz.

Das Tor war ein Wirkungstreffer. Trotzdem: Der Jahn übte nun mehr und mehr Druck aus, war am Drücker, konnte aber seine Chancen einfach nicht nutzen. In der 71. Minute traf noch Münchnens Danhof die Oberkante Latte, ehe die Regensburger in der Schlussphase mehrere Gelegenheiten liegen ließen, darunter ein missratener Pass von Hottmann auf den freistehenden Eichinger (87.). Trotz einer insgesamt starken Leistung und mehrerer „Hochkaräter“ gelang es dem SSV nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen. Die Löwen verteidigten den knappen Vorsprung und sicherten sich schlussendlich den Einzug ins Pokalfinale.

Munier Raychouni (Interimstrainer SSV Jahn Regensburg): „Wir haben heute eine sehr gute Leistung von uns gesehen. Wir haben eine starke Mentalität auf dem Platz gezeigt, hohe Intensität und sehr viele Torchancen kreiert. Aber wir haben eben auch gesehen, dass eines der schwierigsten Dinge im Fußball ist, das Tor zu machen. Wir haben am Ende nochmal versucht, alles nach vorne reinzuwerfen, mit einem dritten Stürmer und dem Wechsel auf die Viererkette, um noch mehr Wucht zu entwickeln. Wir haben alles gegeben. Dann lassen wir im zweiten Durchgang noch eine Chance von 1860 zu – und das ist dann auch gleich das Tor. Dass wir maßlos enttäuscht sind, steht außer Frage. Aber es geht immer darum, wie wir spielen. Wir haben eine tolle Entwicklung gesehen: Gegen Havelse waren wir sehr effektiv, heute haben wir aus viel Aufwand gar nichts gemacht. Trotzdem erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, ein Spiel zu gewinnen, indem wir mutig und offensiv denken. Am Ende kannst du die Leistung planen, das Ergebnis natürlich nicht. Jetzt geht es erst mal nur darum, sich konzentriert auf das nächste Spiel vorzubereiten und die maximalen Punkte rauszuholen, die wir noch bekommen können.“

Alles auf einen Blick:
SSV Jahn Regensburg: Leon-Oumar Wechsel- Benedikt Saller (78. Philipp Müller), Benedikt Bauer, Leo Mätzler (78. Lucas Hermes), Felix Strauss (68. Nick Seidel), Nicolas Oliveira, Malte Karbstein, Noel Eichinger, Adrian Fein (86. John Xaver Posselt), Eric Hottmann, Christian Kühlwetter (65. Florian Dietz)
TSV 1860 München: Thomas Dähne- Max Reinthaler, Tim Danhof, Raphael Schifferl, Clemens Lippmann, Siemen Voet, Thore Jacobsen (70. Samuel Althaus), Philipp Maier, Kevin Volland, Patrick Hobsch (73. Florian Niederlechner), Sigurd Haugen
Tor: 0:1 Sigurd Haugen (54.)
Schiedsrichter: Andreas Hummel (Betzigau); Zuschauer: 14.089