2026-04-16T10:11:10.190Z

Ligabericht

"Jäger" Grafenwöhr mit schmerzlichem Punktverlust im Dreikampf

Bafra-Truppe verliert beim Remis gegen Reuth wichtigen Boden im Kampf um die Aufstiegsplätze +++ Auerbach und Trabitz ohne Makel +++ Eschenbach und Rothenstadt die Gewinner im Tabellenkeller +++ Schlußlicht Kohlberg ist endgültig abgestiegen

von Werner Schaupert · Heute, 10:30 Uhr · 0 Leser
Mit dem knappsten aller Ergebnisse setzte sich der VfB Rothenstadt (in Schwarz-Weiss) im Sechs-Punkte-Abstiegsduell gegen den SC Kirchenthumbach (in Rot) durch.
Mit dem knappsten aller Ergebnisse setzte sich der VfB Rothenstadt (in Schwarz-Weiss) im Sechs-Punkte-Abstiegsduell gegen den SC Kirchenthumbach (in Rot) durch. – Foto: Dagmar Nachtigall

Am 23. Spieltag der Kreisliga Nord haben sich Spitzenreiter SV 08 Auerbach (1./52 - 2:0 gegen Eslarn) und die SpVgg Trabitz (2./51 - 2:0 in Haidenaab) keine Blöße gegeben, während das dritte Team des Führungstrios SV Grafenwöhr (3./48) nach der Niederlage in der Vorwoche in Eslarn nun auch zuhause wichtiges Punktegut liegen gelassen hat, kam man doch gegen den im neuen Jahr immer noch ungeschlagenen TSV Reuth (6./39) nicht über ein 1:1 hinaus. Da die Elf des Trainerduos Bächer/Wildenauer in den beiden kommenden Wochen auf Auerbach und Trabitz trifft, kommt ihr - wie schon einmal erwähnt - die Rolle des "Züngleins an der Waage" zu. Das Ergebnis in Grafenwöhr sollte nun für die beiden die Liga Anführenden Warnung genug sein.

Schauen wir noch zu Beginn der "Crunchtime" in der laufenden Saison noch auf die Region der Tabelle, in der die dort rangierenden Mannschaften ums Dasein in der Liga kämpfen. Als "Spieltagsgewinner der Sorgenkinder" dürfen sich da der SC Eschenbach (13./18 - 3:1 in Vorbach - Punktestand 21) und der VfB Rothenstadt (10./24 - 1:0 gegen Kirchenthumbach - Punktestand 20) fühlen, die gegen die direkte Konkurrenz eminent wichtiges Punktegut auf ihre Habenseite brachten. Für die Scheidler-Elf ist das rettende Ufer nach langer Zeit endlich in Reichweite gekommen, die Weidener Vorstädter konnten den Keil zu Relegationsplatz 12 vier Punkte dick werden lassen. Eine erste Entscheidung ist im Keller der Tabelle am Wochenende schon gefallen: Nach vier Spielzeiten in der höchsten Liga des Spielkreises muss der SV Kohlberg nach dem 0:2 gegen den TSV Erbendorf nun definitiv in den saueren Apfel des Abstiegs in die Kreisklasse beissen.

Im Überblick die Partien der Runde 23:

Heimdreier Nummer 9 für die Bergstädter, die in Halbzeit 1 spielstark ihren Gegner weitgehend in die Defensive zwangen. Die beiden Treffer - in der Entstehung für die Grenzlandelf eher unglücklich - belohnten den Spitzenreiter für einen engagierten und überzeugenden ersten Spielabschnitt. Erst stand Cengiz Izmire goldrichtig, als Gästekeeper Elias Werner die Kugel nicht festhalten konnte (20.), nur fünf Zeigerumdrehungen später senkte sich eine Freistoßflanke von Manuel Trenz über den TSV-Schlussmann hinweg und fiel ins Netz.

Nach Wiederbeginn entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem die Gäste nun mehr Spielanteile hatten, es fehlte ihnen aber in der Offensive an Ideen und Durchsetzungsvermögen, um eine konzentriert verteidigende Heimelf noch einmal in Schwierigkeiten zu bringen. In der Bewertung des Endergebnisses gehen die Meinungen der beiden Coaches auseinander:

SVA-Co-Trainer Manuel Trenz: "Wir hatten von Anfang an die Kontrolle übernommen und das Spiel im Griff, mit mehr Ballbesitz setzten wir Eslarn früh unter Druck. Der vermeintliche Führungstreffer wurde noch wegen Abseits aberkannt. Folgerichtig sind wir dann aber in Führung gegangen und haben sie noch ausgebaut. In der zweiten Halbzeit bestimmte viel Kampf die Szenerie. Eslarn hat es aber nicht geschafft, uns in Gefahr zu bringen. In Halbzeit zwei zeigten wir eine sehr konzentrierte Defensivleistung. Unter dem Strich ein hochverdienter Sieg."

Gästespielertrainer Peter Rackl: "In der ersten Halbzeit war uns Auerbach spielerisch überlegen - wobei aus meiner Sicht beide Tore eher zur Kategorie Glückstreffer zählen. Nach dem Wechsel haben wir taktisch ein wenig umgestellt. Die Spielanteile waren deutlich bei uns. Leider hat uns vor allem vorne die Durchschlagskraft gefehlt. Trotz einer guten zweiten Hälfte haben wir uns so nicht belohnen können. Unterm Strich wäre ein Unentschieden sicherlich gerecht gewesen."

Tore: 1:0 Cengiz Izmire (20.), 2:0 Manuel Trenz (25.) - Schiedsrichter: Joshua Viehrig - Zuschauer: 150

"Pflichtaufgabe erledigt" hieß es beim Tabellenzweiten nach 92 Minuten, aufgrund der Mehrzahl an Chancen und der größeren Spielanteile über die gesamte Distanz gesehen ein verdienter Sieg der Baier-Elf, die damit im Rennen bleibt. Großer kämpferischer Einsatz der Einheimischen, ein starker ASV-Schlussmann und eine mangelhafte Verwertung der Möglichkeiten durch den Gast sorgten noch für ein Remis zum Pausentee, ein Doppelschlag in Hälfte 2 durch Andre Bertelshofer stellte die Zeichen für die SpVgg schließlich auf Sieg. Bei der aufgrund schwerwiegender personeller Ausfälle im Offensivbereich ersatzgeschwächt angetretenen Heimelf war man mit dem Auftritt gegen den Favoriten trotz der Niederlage nicht unzufrieden.

ASV-Vorstand Stephan Veigl: "Wir mussten unmittelbar vor dem Anpfiff auf unseren Kapitän Pascal Steeger aus beruflichen Gründen verzichten, zudem hatte sich unser weiterer Angreifer Christian Scherm in dieser Woche verletzt, so daß unser eigentlicher Sturm ausfiel und wir in unserer defensiven Grundausrichtung einen Stürmer aufboten, der dann allerdings alleine auf weiter Flur ein schweres Los hatte. Wie erwartet hatten die Gäste mehr Spielanteile, doch hielten wir kämpferisch dagegen, womit wir ein 0:0 bis zur Halbzeit halten konnten. Einen großen Anteil daran hatte auch unser Keeper Christian Reiß, der immer wieder beeindruckend parierte. Nach einer Unachtsamkeit kassierten wir dann kurz nach der Pause das 0:1, das 0:2 war dann ein eher unglückliches Eigentor fast, als ein Kopfball einem unserer Abwehrspieler auf den Fuß und von dort dann ins Tor fiel. In der Schlußphase wäre es uns fast gelungen, das Spiel noch einmal spannend zu machen, doch stand der Pfosten einem Torerfolg im Weg. Insgesamt gesehen kann man der Mannschaft nichts vorwerfen, wir gehen mit erhobenen Haupt aus dieser Partie gegen einen ambitionierten Gegner aus Trabitz - er hat für mich spielerisch nicht unbedingt überzeugt - und fokussieren uns schon auf die nächste Aufgabe, die da heißt Tremmersdorf."

Gästetrainer Thomas Baier: "Wir wussten um die unangenehme Aufgabe in Haidenaab, haben das Spiel aber auch verdient gewonnen. Zu Beginn des Spiels haben wir gute Einschussmöglichkeiten leider nicht verwertet, aber mit dem Beginn der 2. Halbzeit hat sich die Mannschaft mit dem 1:0 belohnt und in der 67. Minute dann mit dem 2:0 nachgelegt."

Tore: 0:1 und 0:2 Andre Bertelshofer (50./67.) - Schiedsrichter: Klaus Seidl - Zuschauer: 170 - Zeitstrafe für Tolunay Kargi (65./Haidenaab)

Am Ende ein deutlicher Sieg des FC gegen einen personell dezimierten Gegner, der lange Zeit aber das Beste aus seiner mißlichen Lage machte und eigentlich gut mithielt. Erst nachdem Gästeschlussmann Netzel schwer verletzt ausscheiden musste (82.), schraubte die Heimelf das Ergebnis mit drei Treffern in der Schlußphase noch in die Höhe.

FC-Vorstand Wolfgang Seitz: "In Tremmersdorf sahen die Zuschauer ein Spiel, das die Gastgeber hinsichtlich der Spielanteile und Chancen dominierten, wobei aber auch die Gäste immer wieder durch den agilen Julian Lautner zu Hochkarätern kamen. Nach der Verletzung von SVK-Torhüter Jannik Netzel, dem wir an dieser Stelle alles Gute wünschen, brach dann das Unheil über die stark ersatzgeschwächt angetretenen Gäste herein. Fabian Diepold, Christofer Neukam und Jonas Frank schraubten das Ergebnis binnen weniger Minuten auf 5:0 und stellten so den vierten FC-Sieg in Serie sicher."

Gästetrainer Oliver Drechsler: "Wir hatten schon vor dem Spiel große personelle Probleme und mussten dann in der Frühphase der Partie schon wieder wechseln, in der Halbzeit das zweite Mal und nach dem Wechsel noch zwei Mal, so daß wir dann wirklich am Krückstock gegangen sind. Bis zur 70. Minute - kurz davor hatte sich unser Torwart schwer verletzt - waren wir eigentlich doch im Spiel drin, hatten auch einige gute Chancen, die wir leider - wie schon so oft - nicht nutzen konnten. Im Großen und Ganzen wäre vielleicht etwas drin gewesen, insgesamt war der Sieg der Tremmersdorfer aber natürlich verdient - auch weil sie ihre Chancen einfach eiskalt verwertet haben. Nun wollen wir unbedingt das Heimspiel gegen Kohlberg gewinnen, um den Klassenerhalt endgültig einzutüten."

Tore: 1:0 Michael Diepold (35.), 2:0 Peter Dollhopf (59.), 3:0 Fabian Diepold (83.), 4:0 Christofer Neukam (85.), 5:0 Jonas Frank (90.) - Schiedsrichter: Andreas Frieser - Zuschauer: 150

Nun ist es amtlich, der SV Kohlberg wird in der kommenden Saison in der Kreisklasse an den Start gehen. Wie schon in etlichen Partien zuvor, konnte man den Mannen von Eugenio Wild auch in der Partie gegen die Steinwaldelf den Vorwurf nicht machen, nicht alles gegeben zu haben. Doch auf der einen Seite eine mangelhafte Chancenverwertung und auf der anderen Seite die Tatsache, dass man es dem Gegner zu einfach macht, Tore zu erzielen, brachen dem SVK erneut das Genick. Nun heißt es, sich anständig aus der Liga zu verabschieden und schon aus Gründen der Fairness in den verbleibenden Matches alles, was noch im Tank ist, auf den Platz zu bringen.

SVK-Coach Eugenio Wild: "Zum heutigen Spiel kann ich nur Gutes sagen. Wir haben es Erbendorf über die 90 Minuten sehr schwer gemacht. Es war ein disziplinierter Auftritt meiner Mannschaft. Hatten wieder - wie auch zuletzt - mehr vom Spiel und haben alles versucht, leider konnten wir das Erarbeitete nicht zu einem Tor nutzen, weil wir im letzten Drittel nicht konsequent den letzten Ball gespielt haben. Wir haben in allen Spielen gesehen, dass wir mithalten können, aber am Ende hat es trotzdem nicht gereicht, weil wir vorne zu wenig Tore machen und hinten einfach zu billige Gegentore bekommen. Deshalb kannst du diese starke Kreisliga nicht halten. Nun ist es auch rechnerisch nicht mehr möglich und somit auch der Abstieg besiegelt. Trotzdem werden wir in den restlichen drei Spielen alles geben, um die Saison mit wenigstens einem Dreier zu beenden."

Gästetrainer Andi Häupl: "Leider war es nicht das leichte Spiel, wie man es nach dem Ergebnis vielleicht vermutet. Kohlberg hat uns gut Paroli geboten und wie mussten schon alles reinhauen, um zu bestehen. Beim 1:0 haben wir uns schön auf der linken Angriffsseite durchkombiniert und Dörfler musst aus sechs Metern nur noch ins leere Tor einschieben. Beim 2:0 bleibt Wiesent nach einem langen Ball eiskalt vorm Torwart. Alles in allem ein verdienter, aber hart erarbeiteter Sieg!"

Tore: 0:1 Michael Dörfler (23.), 0:2 Bastian Wiesent (69.) - Schiedsrichter: Erdogan Sahinbay - Zuschauer: 80

Große Enttäuschung herrschte gestern am Nachmittag auf dem Sportgelände in Vorbach, hatte der FC doch die Chance, eine Art kleinen Befreiungsschlag zu landen, aufgrund einer doch insgesamt ungenügenden Leistung verstreichen lassen. Anders die Gäste, die mit einer kämpferisch herausragenden Vorstellung der Hoffnung, die Relegation noch zu verhindern, weiteres Leben einhauchten. Ein Distanzschuß zum Abschluß des ersten ernstzunehmenden Angriffs der Gäste führte zum 0:1. Vorbach in Folge wohl bemüht, offensiv aber ohne Durchschlagskraft. Das 0:2 kurz vor der Pause psychologisch für die Gäste natürlich top. Nach Wiederbeginn war der Wille bei der Heimelf, das Ergebnis zu korrigieren erkennbar, ein Lattenkreuztreffer und ein gehaltener Freistoß führten jedoch nicht zum Erfolg. Als Jonas Heindl nach 67 Minuten mit Gelb-Rot vom Feld musste, gestaltete sich eine Aufholjagd für die Platzherren noch schwieriger, sieben Minuten später schien sie dann ohnehin fast aussichtslos, als Arthur Quast mit einem weiteren Fernschuß auf ein vorentscheidendes 0:3 stellte. Zumindest der Ehrentreffer sollte dem FCV noch gelingen, er kam aber zu spät, um noch an ein Unentschieden zu glauben.

FC-Coach Markus Tusek: "Eine enttäuschende Leistung meiner Mannschaft! Eine verdiente Niederlage."

Gästespielercoach Benny Scheidler: "Was die Mannschaft heute auf den Platz gebracht hat, macht mich unglaublich stolz. Wir haben uns diesen Auswärtssieg in Vorbach mit Leidenschaft, Einsatz und absolutem Willen erarbeitet. Die Vorgaben wurden zu 100 Prozent umgesetzt, aber noch viel wichtiger: Jeder ist für den anderen gelaufen, hat gekämpft und alles reingeworfen. Ich möchte heute bewusst keinen Einzelnen herausheben, jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Genau so gewinnt man solche Spiele. Diese Einheit, dieser Wille und dieses gemeinsame Verteidigen und Angreifen waren der heute der Schlüssel zum Erfolg! Dieser Sieg fühlt sich einfach überragend an, weil wir als Mannschaft aufgetreten sind und den Sieg einfach mehr wollten als der Gegner. Das war heute nicht nur Fußball, das war Herz. Jetzt genießen wir diesen Moment kurz und dann richten wir den Blick wieder nach vorne. Drei Spiele stehen noch an und wir werden wieder alles investieren, wieder ans Limit gehen und gemeinsam alles raushauen, um eine eventuelle Relegation doch noch abzuwenden! Diese Mannschaft lebt und das hat heute jeder Zuschauer miterleben können! Ein absolut verdienter Erfolg auch in dieser Höhe!"

Tore: 0:1 Benedikt Schieder (20.), 0:2 und 0:3 Arthur Quast (44,/75.), 1:3 Felix Kaufmann (75.) - Schiedsrichter: Leon Anzer - Zuschauer: 200 - Platzverweis: Gelb-Rot für Jonas Heindl (67./Vorbach)

"Abstiegskampf pur" bekamen die etwa 100 Fans in Rothenstadt präsentiert, wo der VfB mit dem knappsten aller Ergebnisse die Oberhand behielt und damit wichtige Zähler im Abstiegskampf verbuchen konnte. Die nach der Winterpause immerhin schon zehn Punkte sammelnden Gäste enttäuschten dabei und verpassten damit die große Chance, endgültig die Abstiegsränge zu verlassen. In einer Partie, in der "Kampf und Krampf" die Szenerie beherrschten, sollte ein Treffer des tschechischen Angreifers Tomas Kotva nur wenig vor dem Seitenwechsel zum "Tor des Tages" werden. Während auf den VfB nun am kommenden Wochenende in Eschenbach das nächste "Endspiel" um den Klassenerhalt wartet, baut sich vor dem SCK gleich in den letzten drei Partien der Saison eine hohe Mauer auf, geht es doch gegen die Top 3 der Liga.

VfB-Coach Roland Lang: "Das Spiel war so, wie man es erwarten konnte. Nichts für Fußballfeinschmecker. Unter dem Strich zählt für uns nur der Sieg, der auch nicht unverdient war."

Gästetrainer Andreas Freiberger: "Es war kein besonders anschauliches Spiel. Es war geprägt von viele Fehlpässen und Einzelsituationen, die durch einen hohen, langen Ball entstanden sind. Aus einem Spielzug heraus endstanden so gut wie keine Torchancen. Wir ließen alles vermissen, was wir uns die letzten Spiele hart erarbeitet hatten. Das bitterste daran ist, Rothenstadt war definitiv nicht besser, konnte nur die einzige Torchance auch nutzen. Aber so ist eben Fußball, nur das Ergebnis zählt."

Tor: 1:0 Tomas Kotva (41.) - Schiedsrichter: Robert Stich - Zuschauer: 95

Ein auf gutem Niveau stehendes Kreisligaspiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten hatte am Ende keinen Sieger, worüber sich die erneut mit einer starken Leistung und im neuen Jahr damit weiter ungeschlagenen Gäste sicherlich mehr freuen konnten, als die Hausherren. Das 1:0 zum Pausentee für die SVG hatte seine Berechtigung, denn die Garnisonsstädter hatten im ersten Spielabschnitt die Spielführung inne, liessen aber die Möglichkeiten, das Ergebnis auszubauen, liegen. Der Gast aus Reuth kam entschlossen aus der Kabine zurück, setzte seinerseits nun die Akzente und belohnte sich mit dem Ausgleich durch Spielertrainer Martin Bächer höchstpersönlich. Hier wie dort sollten sich danach noch Chancen eröffnen, den Gegner ins "Tal der Tränen" zu schicken, gelingen sollte es keinem der beiden Kontrahenten mehr.

SVG-Coach Bobby Bafra: "Ein gerechtes Unentschieden in einem wilden Spiel mit vielen Torraumszenen. Halbzeit 1 gehörte dabei uns, zweite Halbzeit war Reuth dann bissiger und griffiger und machte folgerichtig auch das 1:1. Dann hatte man hüben wie drüben die Chance, das entscheidende Tor zu erzielen. Es hat sich gezeigt, dass Reuth eine spielerisch sehr gute Mannschaft hat, der TSV zeigte eine gute Ordnung, war spielerisch sehr diszipliniert. Wir haben es versäumt in Hälfte 1 nach dem 1:0 das zweite Tor nachzulegen, aber okay, es ist leider aktuell so, dass es nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen. Es ist noch nichts verloren, aber was sich heute wieder gezeigt hat, ist einfach die Tatsache, dass man auch die Leistung des Gegners akzeptieren muss und die des TSV Reuth heute war einfach eine starke, mit der er sich den Punkt verdient hat. Wir hätten uns sogar nicht beschweren dürfen, wenn wir das Ding am Ende 2:1 verlieren. Nun, wir haben Federn gelassen, wir bauen aber keinen Druck auf, sondern schauen einfach, was noch geht. Mund abputzen, Fokus auf Dumba legen, so lange die Saison noch nicht zu Ende ist, ist noch alles drin für uns."

Gästespielertrainer Tom Wildenauer: "Über 90 Minuten gesehen ein gerechtes Unentschieden. Jede Mannschaft hätte den Lucky Punch setzen können. In der erste Halbzeit war Grafenwöhr die bessere Mannschaft und in der zweiten Hälfte wir. Wir sind stolz auf die gezeigte Leistung."

Tore: 1:0 Luca Reiß (38.), 1:1 Martin Bächer (78.) - Schiedsrichter: Steven Klempert - Zuschauer: 160