2026-01-15T09:41:53.693Z

Interview
Maik Aschenbach & André Thüne wollen den Derbysieg - egal ob am Wochenende oder bei einer möglichen neuer Ansetzung!
Maik Aschenbach & André Thüne wollen den Derbysieg - egal ob am Wochenende oder bei einer möglichen neuer Ansetzung! – Foto: Rocco Menger

Ja? Nein? Vielleicht!

Ob das Derby zwischen Siemerode und Wüstheuterode am Samstag stattfinden kann, ist noch ungewiss.

Im Doppel-Trainerinterview machen Maik Aschenbach und André Thüne aber deutlich, dass und warum sie spielen wollen…

FuPa Thüringen: Hi Maik, die große Frage zu Beginn: Wie stehen die Chancen, dass das Derby gegen Wüstheuterode stattfindet?
Maik Aschenbach: Ob das Derby wirklich stattfinden kann, weiß ich noch nicht. Fakt ist, dass unser Platz ist in keinem guten Zustand ist. Aufgrund des Wetters ist er sehr, sehr tief. Wir probieren als Verein alles, um zu spielen. Der einfache Grund: Wir wollen die 0:4-Niederlage gegen Leinefelde ausmerzen.

André Thüne: Ob gespielt wird, scheint wirklich die große Frage. Ein wenig macht Siemerode daraus ein Geheimnis. Ich bin der Meinung man könnte spielen, wenn man den Platz entsprechend präpariert. Wir wollen spielen. Dennoch habe ich parallel ein Testspiel anberaumt, sollte das Derby nicht stattfinden. Wir hoffen aber, dass wir in Siemerode spielen können.

FuPa Thüringen: Wie ist euer Gefühl nach der Vorbereitung und den ersten Auftritt letzte Woche in einem Pflichtspiel?
André Thüne: Die Vorbereitung lief sehr, sehr schleppend. Wir hatten eine schwache Trainingsbeteiligung und zwei schwächeren Testspielen gegen zwei Kreisoberligisten (Niederlage, Unentschieden). Letzte Woche hatten wir unser erstes Nachholspiel gegen Bischofferode verdient 4:1 gewonnen. Das Gegentor war ein Freistoß in der letzten Minute. Es war ein souveränes Ergebnis. So muss man erstmal starten. Im Januar hatten wir den Leitec-Cup in der Halle verteidigt. Die ersten beiden Pflichtspielaktionen waren also positiv. Ich will kein Vorbereitungsweltmeister sein. Es muss einfach in den wichtigen Spielen klappen.

Maik Aschenbach: Unser Start ins Fußballjahr war nicht gut. Bitter war aus personeller Sicht der Abgang von Anton Klushyn mit dem ich mir die Traineraufgaben geteilt habe. Diese Aufgaben müssen wir erstmal neu bzw. anders besetzen. Das ist nicht so einfach. Beim Spiel in Leinefelde waren wir zu ungefährlich vor dem Tor, der letzte Pass kam nicht an und deshalb haben wir zu Recht verloren. Das wollen wir anders machen, besonders kämpferisch. Ich erwarte ein offenes Derby mit ungewissem Ausgang in beide Richtungen.

Derbytime: Siemerode vs. Wüstheuterode - Foto aus dem Vorjahr.
Derbytime: Siemerode vs. Wüstheuterode - Foto aus dem Vorjahr. – Foto: Rocco Menger

FuPa Thüringen: Was zeichnet für euch die Derbys gegeneinander aus?
Maik Aschenbach: Es sind immer umkämpfte Spiele, in denen die technischen Feinheiten nicht unbedingt im Fokus stehen. Vielmehr geht es darum den Kampf anzunehmen. Das Wichtigste ist als Mannschaft geschlossen zu agieren.

André Thüne: Ich erwarte ein enges Spiel in Siemerode. Und ich hoffe, dass wir mal an der Reihe sind und das Derby gewinnen. Bei den letzten war Siemerode immer abgeklärter, abgezockter und meist die Spiele für sich entschieden. Wir wollen wieder als Mannschaft so kompakt auftreten. Da sehe ich auch unseren Vorteil. Es wird über den Kampf gehen. Wir wollen mindestens ein Pünktchen holen, um die 30 Punkte mit dem Ende der Hinrunde voll zu machen. Siemerode ist noch nicht so gefestigt zu Beginn des Jahres. Aber auch wir haben mit Verletzungen zu kämpfen wie Luca Hagemann, der sich beim Leitec-Cup die Schulter ausgekugelt hatte. Zudem sind wichtige Spieler wie Gastrock-Mey, Thunert und Gerlach angeschlagen. Das haben wir zuletzt gut überbrückt.

FuPa Thüringen: Maik, bist du über die Stärke von Wüstheuterode in dieser Spielzeit überrascht?
Maik Aschenbach: Nein, die Stärke von Wüsti ist für mich nicht überraschend. Sie hatten neidlos eine sehr gute Hinrunde gespielt, an der André Thüne sicher einen großen Anteil hat. Des Weiteren ist die mannschaftliche Geschlossenheit sehr wichtig für sie. Zudem haben sie zwei, drei Unterschiedsspieler in der Mannschaft. Für uns bedeutet das, dass wir diese nicht ins Spiel kommen lassen. Und wir müssen unsere Torchancen dann kaltschnäuzig nützen. Dann ist alles drin. Aus Sicht der Eichsfelder Mannschaften freue ich mich, dass Arenshausen und auch Wüstheuterode oben dabei sind. Auch wir wären mit einem Sieg gegen Leinefelde dort dabei gewesen.

FuPa Thüringen: André, ihr seid aktuell als Tabellenzweiter erster Jäger von Bad Frankenhausen. Was ist euer Geheimnis?
André Thüne: Wir holen aus unseren Möglichkeiten zurzeit sehr viel raus. Bei uns ist es familiär und dörflich. Dass wir oben an zweiter Stelle stehen, haben wir uns über Jahre hart erarbeitet. Wir stehen in meinen Augen auch völlig zurecht dort und wollen den großen Favoriten aus Bad Frankenhausen gerne weiter von hinten unter Druck setzen. Wir wollen es ihnen nicht einfach machen, sodass sie schon nach 23 Spielen den Aufstieg feiern. Wir wollen den zweiten Platz verteidigen.

FuPa Thüringen: Ist es für dich besonders gegen Siemerode zu spielen, André?
André Thüne: Ich bin ja Siemeröder, wohne in der Nachbarschaft. Mein Vater hat seine Firma zudem in Siemerode, in der ich auch tätig bin. Ich habe auch noch sehr gute Freunde im Ort. Doch viele Verbindungen zum Verein gibt es nicht mehr. Die meisten Spieler kenne ich nicht mehr. Die waren zu meiner Zeit noch nicht da. Da fehlt einfach die Verbindung. Verbindung habe ich noch zu meinen langjährigen Mannschaftsbetreuer Gerd Kleineberg, mit dem ich Rosenmontag erst ein Bierchen zusammengetrunken habe. Ich bin bei Wüstheuterode tätig und werde alles daran setzen mit Wüstheuterode erfolgreich in Siemerode zu sein.

Aufrufe: 015.2.2024, 14:00 Uhr
André HofmannAutor