
Wir haben uns getraut. Ab sofort erscheinen in regelmäßigen Abständen Saisonvorschauen im FuPa Baden Gebiet, in denen wir unsere (subjektive) Meinung zur kommenden Runde samt Platzierungstipps der einzelnen Teams abgeben.
Rückblick 2025/26: Wir haben nicht schlecht getippt. Zuzenhausen II als Meister wussten wir. Viel zu hoch, 10 statt 3 haben wir Türk Gücü Sinsheim und viel zu niedrig, 2 statt 10, haben wir den SV Treschklingen eingeschätzt. Vier Volltreffer hintereinander haben wir auf den letzten vier Plätzen gelandet. Von Platz 13 bis 16 ging unser Tipp komplett auf. Der TSV Kürnbach war dagegen nach unserer Vorhersage mit Platz acht anscheinend besonders motiviert und wurde starker Dritter.
Also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen, schließlich heißt das auch, dass wir einige Klubs auf Abstiegsplätze tippen. Seht es einfach als zusätzliche Motivation und gebt euer Bestes, unsere Einschätzungen ins Gegenteil zu kehren.
Heute ist die Sinsheimer Kreisliga im Fokus.
TSV Ittlingen:
Türkspor Eppingen 2024 und 2025. Der FC Zuzenhausen II 2008 und 2009. Der TSV Waldangelloch 2001 und 2002. Diese drei Teams haben in diesem Jahrhundert den direkten Durchmarsch von der Kreisklasse A in die Landesliga geschafft. Wer so souverän A-Klassen-Meister wie der TSV Ittlingen wird und dabei kein Spiel verliert, dem muss man das ebenfalls zutrauen.
SV Rohrbach/S.:
Das traditionelle Kreisliga-Spitzenteam ist diese Saison fast unverändert und kann auf eine routinierte Truppe zurückgreifen. Die Heger-Elf wird vorne mitspielen und sehr gute Chancen auf den Aufstieg besitzen.
SG Waibstadt:
Unter Wert geschlagen wurde die SG Waibstadt 2025/26. Spielertrainer Julian Keitel und seine Schützlinge sind es heiß darauf es dieses Mal besser zu machen. Es könnte zum spannenden Titelrennen mit Keitels Vater "Mike", der den TSV Ittlingen coacht, kommen.
TSV Kürnbach:
Es geht wieder bergauf beim TSV Kürnbach. Deshalb sind wir überzeugt davon, dass der ehemalige langjährige Landesligist wieder im vorderen Drittel anklopfen kann. Für den Aufstieg kann es aber (noch) nicht ganz reichen.
SV Reihen:
Was machen wir mit dem SV Reihen? Der Pokalfinalist verfügt über unbestritten hohe Kreisliga-Qualität in seinen Reihen. Allerdings lief in der vergangenen Rückrunde überhaupt nichts zusammen im Sinsheimer Stadtteil. Etwas besser wird es in der neuen Runde aber sicher laufen.
VfB Epfenbach:
Begabt sind die Kicker des VfB Epfenbach zweifelsohne. Doch auch hier war die Rückrunde eine zum Vergessen. Bei den Epfenbachern hängt viel davon ab, wie groß der „Hunger“ sein wird. Neu-Trainer Jochen Schuppe hat eine spannende Aufgabe übernommen.
SG Kirchardt:
Es geht nicht direkt wieder zurück in die Landesliga. Dafür ist der Kader der Kirchardter ein bisschen zu dünn. In der Spitze ist die Qualität zweifellos vorhanden, schließlich hätte es beinahe zum Klassenerhalt gereicht. Nun wartet ein Übergangsjahr auf Coach Denis Schwager und Co.
Türkspor Eppingen:
Nächster großer Umbruch bei Türkspor Eppingen. Es gilt die Katastrophen-Saison samt chancenlosem Abstieg aus der Landesliga zu verdauen. Das wird phasenweise gelingen, mehr als ein Mittelfeldrang wird in der neuen Runde aber nicht drin sein.
SV Treschklingen:
Eine Wiederholung der Vizemeisterschaft ist unseres Erachtens ausgeschlossen. Treschklingen hat eine Runde am oberen Limit gespielt und zudem die schwere Verletzung ihres Trainers zu verdauen. Hier gilt wie bei Türkspor Eppingen: Mittelfeld.
VfB Eppingen II:
Bei der Verbandsliga-Reserve ist alles drin. Vielleicht schätzen wir sie etwas zu tief ein, aber in diesem Fall ist immerhin die Motivation groß es besser zu machen. Irgendwo im Mittelfeld sollten die Eppinger auf jeden Fall zu finden sein.
SV Tiefenbach:
Natürlich sticht der Transfer von Niklas Süle heraus. Allerdings stellt sich die Frage, wie oft der Ex-Profi und Nationalspieler beim SVT mit dabei ist. Spielt er über zwei Drittel der Saison, sollte das für die Spitzengruppe reichen. Kommt es dagegen zu deutlich weniger Einsätzen, geht es wohl eher um einen einstelligen Rang.
TSV Steinsfurt:
Über den Umweg Relegation hat der TSV Steinsfurt den direkten Durchmarsch von der Kreisklasse B in die Kreisliga perfekt gemacht. Nun gilt es sich im Kreis-Oberhaus zu behaupten und bestenfalls über einen längeren Zeitraum ein fester Bestandteil davon zu sein. Die kontinuierliche Arbeit von Spielertrainer Ben-Richardt Prommer sollte die Grundlage dafür sein.
TSV Helmstadt:
Die letzten Vier sind für uns klar. Unter diesen vier Teams wird es eng werden in Sachen Klassenerhalt. Dem TSV Helmstadt trauen wir es auf jeden Fall zu, drin zu bleiben. Die Maurer-Elf ist gefestigt und hat zuletzt bewiesen, dass sie nervenstark ist.
FC Weiler:
Rico Unser kommt als spielender Trainer zur Verstärkung von Alexander Martaler. Dagegen haben wichtige Offensivakteure den Verein verlassen. Es wird eng für den Steinsberg-Klub. Es sind gute Nerven gefragt und die nötige Portion Glück.
Türk Gücü Sinsheim:
Der Trend spricht gegen Türk Gücü Sinsheim. Die abgelaufene Rückrunde deutet auf einen Formabfall hin. Diese Runde wird es ganz eng werden, womöglich steht am Ende der Saison die Abstiegsrelegation in Sinsheim an.
VfL Mühlbach:
Der Vierte im Bunde der vermeintlichen Abstiegskandidaten. Der VfL Mühlbach muss kämpfen. Zu Gute kommen kann dem VfL die große Kameradschaft innerhalb des Vereins und der Mannschaft. Das kann am Ende einen positiven Aspekt haben.