
Auf der Zielgeraden zur Winterpause - am Wochenende steht der vorletzte Spieltag des Kalenderjahres auf dem Programm - steht das die Tabelle anführende Trio vor Aufgaben mit - von der so genannten "Papierform" her - unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Da reist der Tabellenführer SV 08 Auerbach (1./38) als haushoher Favorit zum Schlußlicht nach Kohlberg (14./4), wohlwissend, dass das Match kein Selbstläufer wird. Ein anderes Kaliber wartet auf den punktgleichen Rangzweiten SpVgg Trabitz (2./38), den beim Derby in Tremmersdorf (6./23) sicherlich ein "heißer Tanz" erwartet. Bleibt noch der Dritte im Bunde, die SV Grafenwöhr (3./36), auch sie erwartet beim kampfstarken FC Vorbach (11./15) eine äußerst unangenehme Aufgabe, hat der Gastgeber doch 13 seiner 15 Zähler auf eigenem Geläuf eingefahren.
"Abstiegskampf pur" bietet das Kellerduell, welches in der Rogers Arena in Eschenbach ausgetragen wird. Dort prallen Gastgeber SCE (12./10) und der SC Kirchenthumbach (13./9) in einem weiteren Derby des Spieltags aufeinander. Wie viel in diesem Sechs-Punkte-Match auf dem Spiel steht, erklärt sich beim Blick auf die Tabelle von selbst. Derby Nummer 3 der Runde 17 findet schließlich im Kreinzl-Stadion in Erbendorf statt, wenn sich der TSV (7./21) und der TSV Reuth (5./24) im ewig jungen Nachbarduell gegenüberstehen. Im ruhigen Fahrwasser platziert, wollen beide dieses prestigeträchtige Match natürlich für sich entscheiden, wobei der Druck für den bisher doch ein wenig enttäuschenden Gastgeber sicherlich größer ist, will er sich doch für das 1:2 im Hinspiel revanchieren.
Nachholspiel am Freitagabend:
Info für die Fans: Dieses Nachholspiel des 14. Spieltags findet auf dem Kunstrasenplatz 1 der SpVgg SV Weiden am Wasserwerk statt.
Vorschau auf die Matches der Runde 17 mit Stimmen:
Nach der knappen Niederlage in Trabitz hat der SVK mit den Gästen aus Eslarn nun den letzten von zuletzt drei hochkarätigen Gegnern vor der Brust. Zehn Punkte Vorsprung auf die Relegationsränge sind laut Coach Oliver Drechsler in Ordnung. Vor dem "Winterschlaf" will man nun noch ein paar Punkte sammeln, um entspannt Weihnachten feiern zu können. Deshalb dürfte das Ziel sein, dem eine starke Saison spielenden Gast zumindest einen Zähler abzuknöpfen. Nach dem knappen, insgesamt gesehen ein wenig glücklichen 2:1 gegen Erbendorf ist der TSV im Soll und will seine hervorragende Position natürlich mit ins neue Jahr nehmen. Beim heimstarken Gastgeber - er holte dreizehn seiner zwanzig Punkte zuhause - wartet eine knifflige Aufgabe, die man wie gewohnt mit größtmöglicher Konzentration bewältigen will.
"Der nächste Brocken steht vor der Tür, es wird keinen Deut leichter, als gegen die letzten Gegner. Aber - wir spielen zuhause, da wollen wir nach drei sieglosen Spielen hintereinander unbedingt mal wieder punkten, das wäre schon wichtig. Man merkt - schon beim Training - dass es auf die Winterpause zugeht, es wird Zeit, dass sie kommt. Am Sonntag werden wir uns noch einmal fokussieren und die Kräfte bündeln, um etwas mitzunehmen", so SVK-Coach Oliver Drechsler.
"Wir wollen unbedingt im Flow bleiben - wenngleich es sicherlich kein Selbstläufer wird. Einziges Manko aktuell ist noch, dass wir zu billige Gegentore bekommen, das gilt es noch abzustellen. Unser Ziel sind drei Punkte, um unsere Serie des Ungeschlagenseins weiter ausbauen. Bis auf Kapitän Wirnshofer dürften wir komplett nach Kulmain fahren", sagt der Spielertrainer der Gäste, Peter Rackl.
Zweites Match innerhalb von 48 Stunden für den FC, in der Hoffnung, dass der Kräfteverschleiß nicht zu groß war in Rothenstadt, fordert man den Tabellenzweiten aus Trabitz heraus, da wird wohl ein jeder im FC-Trikot alles raushauen, was er ganz persönlich im Tank hat. Zu gerne würde man einem der Ligafavoriten seine dritte Saisonniederlage beibringen, ist schon eine Sache des Prestiges. Die Gäste reisen allerdings wie gewohnt optmistisch an, stellen sich mit breiter Brust dieser heiklen Aufgabe und wollen ihre vorhandenen großen Qualitäten dazu nutzen, den aktuell hervorragenden Tabellenplatz mit vollem Ertrag im Heimgepäck zu verteidigen.
"Nach den guten Auftritten in den letzten Wochen freut man sich in Tremmersdorf nun auf das nächste Derby-Schmankerl: Der FC empfängt gefühlt erstmals seit Jahrzehnten wieder die SpVgg Trabitz zum Nachbarschaftsduell in Tremmersdorf. Dass man mit den stärksten Teams der Liga mithalten kann, haben die Jungs an den beiden letzten Wochenenden gegen Auerbach und Grafenwöhr gezeigt. Daher hoffen wir auch gegen den Tabellenzweiten auf einen heißen Tanz. Bleibt nur zu hoffen, dass den Jungs das Nachholspiel in Rothenstadt am Freitag nicht zu sehr in den Knochen steckt", sagt FCT-Vorstand Wolfgang Seitz.
„Wir blicken dem Derby beim FC Tremmersdorf-Speinshart mit großer Vorfreude entgegen. Die Atmosphäre wird zweifellos großartig sein - das sind genau die Spiele, die den Amateurfußball ausmachen und für die wir alle leben. Die gesamte Mannschaft, angeführt von unserem Spielführer Johannes Renner, hat in den letzten Wochen hervorragend gearbeitet. Wir gehen mit berechtigtem Selbstvertrauen in diese Partie. Wir wissen um unsere Stärken und sind fest entschlossen, unsere Qualität auf dem Platz zu zeigen. Nach unserem 2:1-Hinspielsieg wollen wir auch auswärts mutig auftreten und alles daransetzen, Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Uns ist allerdings bewusst, dass Tremmersdorf aktuell gut drauf. Das macht dieses Derby zu einer echten Herausforderung. In solchen Duellen entscheiden oft Kleinigkeiten. Daher ist es unabdingbar, dass wir von der ersten Minute an hellwach sind, jeden Zweikampf entschlossen annehmen und vor allem als geschlossene Einheit auftreten. Nur so werden wir in diesem emotionalen Spiel bestehen und erfolgreich sein", so der Chefanweiser der Gäste, Thomas Baier.
Die Ausgangslage könnte unterschiedlicher nicht sein. Hier der bislang noch sieglose Tabellenletzte, der frei von jeglichen Zwängen in diese Partie geht, weil wohl kaum jemand von ihm Zählbares erwartet. Dort der Ligaprimus, der als "Goliath" zum "David" kommt und von dem alle einen Sieg erwarten und nichts anderes. Warnung genug für die Maier-Elf dürfte der Punktverlust der Trabitzer in Kohlberg sein gegen eine Mannschaft, die auch am Sonntag sicherlich kämpferisch ans Limit gehen wird, um sich dem hohen Favoriten zu stellen.
"Der Tabellenführer ist zu Gast, wir haben keinen Druck. Es ist ein Spiel, in dem wir definitiv an unsere Leistungsgrenze gehen müssen. Wenn wir es schaffen, wie letzten Sonntag ans Werk zu gehen, dann werden wir auch Auerbach ärgern", so SVK-Chefanweiser Eugenio Wild.
"Wir haben am Sonntag in Kohlberg eine undankbare Aufgabe. Es wird schon alleine aufgrund der tabellarischen Konstellation ein Sieg von uns erwartet. Was wir aber in erster Linie von uns selbst erwarten, ist ein leidenschaftlicher Kampf auf dem Platz sowie wieder die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. In dieser Phase der Saison ist das Schönspielen vorbei. Es sind andere Attribute gefragt. Nur wenn wir die Basics wie Kampf- und Laufbereitschaft abrufen, sowie mit dem absoluten Siegeswillen auftreten, werden wir erfolgreich sein können. Wir werden alles daran setzen, die drei Punkte mit nach Auerbach zu nehmen", sagt Gästetrainer Daniel Maier.
Schwerer könnten die beiden finalen Aufgaben vor der Winterpause nicht sein, kreuzt man doch gleich mit zwei der Topfavoriten die Klingen. Bevor es am 23. November nach Auerbach geht, hat der FCV mit Bezirksligaabsteiger SV Grafenwöhr einen ebenfalls "dicken Brocken" vor der Brust. Beträgt der Abstand aktuell zum Rele-Platz 12 fünf Zähler, wäre also jeder Punkt, den man gegen die beiden Oberen der Liga ergattern kann, goldwert. So geht man mit großer Motivation an die erste schwere Aufgabe heran, Leidenschaft und Einsatzwillen, sowie die stets großartig unterstützende Fangemeinde sollen helfen, dem Favoriten "Federn auszurupfen". Die Gäste reden nicht lange um den heißen Brei, in den beiden letzten Partien des Jahres soll die volle Punktzahl eingefahren werden. Wohlwissend, was sie in Vorbach erwartet, reisen die Garnisonsstädter an und wollen die "Festung" Vorbach einnehmen.
"Jahresendspurt in der Kreisliga, zwei Wochen noch. Sicher freut man sich, wenn die Winterpause dann da ist. Kurzer Rückblick auf Kohlberg: Ein verdienter Sieg sicherlich, auch wenn der auch als dreckiger oder Arbeitssieg durchgeht. Hut ab vor der Leistung von Kohlberg. Bei uns alles gut, bis auf die Chancenverwertung. Aber - wichtig sind aktuell die Dreier bei durchwegs schwierigen Platzverhältnissen. Die letzten zwei Spiele gilt es nun, noch einmal alles rauszuhauen, da geht´s sicherlich nicht um Schönspielerei. Und das ist gerade bei den heimstarken Vorbachern vonnöten, die uns mit ihrem Publikum im Rücken das Leben sicherlich schwer machen. Eine Herausforderung sicherlich für uns, wir sind aber gut drauf und können auch diese meistern. Wie gesagt, unser Plan sind sechs Punkte in den beiden finalen Partien, die sehr hohe Trainingsbeteiligung und auch die dort gezeigte Intensität zeigen, dass alle an einem Strang ziehen, um das vorgegebene Ziel zu erreichen. Wir reisen mit voller Kapelle an, ich habe die Qual der Wahl, mehr kann man sich als Trainer nicht wünschen", so Gästetrainer Bobby Bafra.
"Wir haben am Sonntag leider nicht die nötige Konzentration und wache Einstellung aus dem Training ins Spiel übertragen können und waren eher ungenau unterwegs. Das gilt es gegen den SV Grafenwöhr deutlich besser zu machen. Ein sehr starker Gegner, gegen den wir nichts zu verlieren haben. Wir gehen an unsere Grenze und versuchen das maximal Mögliche für uns herauszuholen", sagt Fabian Wiesnet vom Vorbacher Trainerteam.
Die Zielsetzung der beiden Kontrahenten vor dem Anpfiff dürfte klar sein: Mit möglichst viel Zählbarem den Keil zu den Abstiegsplätzen noch dicker werden zu lassen und damit die Voraussetzung zu schaffen, die Weihnachtszeit wirklich besinnlich werden zu lassen. Dabei geht die unverändert von Verletzungssorgen geplante Heimelf nach dem Dreier in "Dumba" mit gesteigertem Selbstbewußtsein an ihre Hausaufgabe heran, wohlwissend, dass die Brust der Weidener Vorstädter nach drei Siegen in Folge breit sein wird. Eine kampfbetontes Match ist auf vermutlich weiterhin tiefem Geläuf zu erwarten, eine enge "Kiste" ist denkbar.
"Nach dem wichtigen Sieg in Kirchenthumbach kommt es zum Duell gegen den Tabellennachbarn, den wir nicht wegziehen lassen wollen. Die extrem gute Form des Gegners wird es schwer machen, aber wir haben gesehen, dass wir auch mit dem stark dezimierten Kader in der Liga gewinnen können und was mit Zusammenhalt und wirklichem Auftreten als Mannschaft möglich ist. Das gilt es jetzt erneut zu bestätigen. Ein Sieg wäre perfekt und würde brutal helfen, ich könnte aber auch mit einem Punkt leben in unserer aktuellen personellen Situation", sagt Michael Kaufmann, der Coach des Gastgebers.
"Wir sind derzeit gut unterwegs und das darf gerne so weitergehen. Am Wochenende erwartet uns eine Doppelbelastung: Am Freitag steht das Nachholspiel gegen Tremmersdorf auf Kunstrasen an, was das Spiel sicherlich beeinflussen wird. Am Sonntag geht es dann in Haidenaab weiter. Wie auch in den vergangenen Wochen wird es ein Spiel sein, bei dem die Mannschaft gewinnt, die mehr Einsatz zeigt. Ein Sieg würde beiden Teams eine vergleichsweise ruhige Winterpause ermöglichen", sagt VfB-Spielertrainer Manuel Funk.
"Derbytime" herrscht in der Rogers Arena, dabei tritt das Prestige im Duell der beiden Nachbarrivalen absolut in den Hintergrund, es geht einzig und allein um lebenswichtiges Punktegut. Beide Mannschaften trennt ein winziges "Pünktchen", das Ziel hüben wie drüben ist Zählbares, um einmal den Abstand zum einzigen Direktabstiegsplatz zu vergrößern und andererseits den Abstand zum rettenden Ufer - da rangiert der FC Vorbach mit fünf bzw. sechs Punkten Vorsprung - noch im "alten" Jahr zu verringern. Ist der Ausgang in einem derartigen Duell ohnehin schwer vorherzusagen, macht es ein Blick auf die Heim- und Auswärtstabelle noch schwieriger, eine Prognose zu stellen, wer die Nase vorn haben wird. Hier der SCE, zuhause mit nur einem ergatterten Punkt, dort der SCK, in der Fremde mit nur vier eingefahrenen Zählern. Für Spannung ist also gesorgt.
"Für uns steht nicht nur ein Derby an, sondern ein ganz wichtiges Spiel gegen den Abstieg. Ich hoffe, dass sich die Personalsituation verbessert. Wir wollen auf jeden Fall gewinnen", so der wie immer kurze Kommentar von SCE-Coach Mo Dal.
"Die Heimniederlage gegen Haidenaab und dem damit zehnten Spiel in Folge ohne Sieg hat uns einen harten Nackenschlag verpasst. Wir haben uns diese Woche neu sortiert und den Blick wieder nach vorne gerichtet, um uns entsprechend auf das kommende, wohl wichtigste Derby vorzubereiten. Der Sieger dieser Partie erhöht seine Chancen auf den Klassenerhalt ungemein. Eschenbach ist ein schwer zu bespielender Gegner, aber keineswegs unschlagbar", sagt SCK-Trainer Andreas Freiberger.
Das unglückliche 1:2 in Eslarn passt so irgendwie in die bisherige Spielzeit der Steinwaldelf. "Wir haben aktuell einfach richtig Scheiße am Stiefel, Lattentreffer, verschossener Elfmeter und dann kommt es auch noch richtig bitter. Wir bekommen durch einen individuellen Fehler dann auch noch das 2:1 in den Schlussminuten. So ein Spiel darfst du niemals verlieren", so der Kommentar von Erbendorfs Coach Benny Scheidler, es war nicht der erste in dieser Art in der laufenden Saison. Nun, zurückzuschauen hilft nichts, aus den beiden finalen Partien gegen Reuth und in "Dumba" soll das Maximale herausgeholt werden, um einen versöhnlichen Jahresabschluß zu gestalten. Ein Derby will man natürlich immer gewinnen, das ist klar. Zusätzliche Motivation entsteht aus der Absicht, sich für die Hinpielniederlage zu revanchieren und mit dem Gast nach Punkten gleichzuziehen. Die Gäste machen entspannt den kurzen "Sprung" von sieben Kilometern ins "Kreinzl", mit aktuell 24 Punkte auf dem Konto ist man sehr zufrieden und kann ohne Druck ans Vorhaben herangehen. Mit zuletzt drei Siegen in Folge ist die Brust breit, Grund genug, drei Punkte ins Heimgepäck schnüren zu wollen, wie der Spielertrainer erklärt:
"Am kommenden Wochenende steht das Derby gegen den TSV Erbendorf an. Wir sind gut drauf und wollen unsere Siegesserie weiter ausbauen. Der Kader bleibt unverändert zum letzten Spieltag", so Tom Wildenauer.
"Wir sind im Hinspiel gegen Reuth natürlich unter unseren Möglichkeiten geblieben, am Sonntag haben wir nun die Chance, es besser zu machen. Derby, dazu noch ein Heimspiel, da ist schon Rivalität da, aber das gehört einfach dazu. Aktuell werden wir von den Gegnern für jeden Fehler bestraft und offensiv gehen wir zu fahrlässig mit unseren Chancen um. Wir bleiben aber ruhig, arbeiten konzentriert weiter und werden dann auch wieder bessere Ergebnisse erzielen. Ich wünsche mir ein faires und erfolgreiches Derby unserer Mannschaft und hoffe, dass wir jetzt den Bock endlich umstoßen und die Punkte im Kreinzl bleiben", sagt Benny Scheidler, der verletzte Spielertrainer der Steinwaldelf.
