
Der FC Schwaig kann in dieser Saison eine Hauptrolle spielen. Als Nächstes trifft Aufsteiger auf den noch ungeschlagenen FC Ismaning.
Ismaning – Der FC Ismaning ist noch ungeschlagen, aber die Bayernliga Süd ist zweifelsohne eine mühsame Geschichte. Nach drei Unentschieden empfängt man nun den nicht weit entfernten FC Schwaig (Freitag, 18 Uhr), der zuletzt erheblich Aufsehen erregt hat.
Der FC Schwaig ist einer der Aufsteiger, denen man auch Hauptrollen über das gesamte Jahr hinweg zutrauen muss. Mit zwei Siegen in drei Spielen war der Ligastart beeindruckend und dann wäre da noch das knapp verpasste Pokalwunder. Im bayerischen Totopokal (für den sich der FC Ismaning nicht qualifiziert hat) empfing Schwaig unter der Woche den Drittligisten FC Ingolstadt und hätte die Profis fast aus dem Bewerb gekegelt. In der 83. Minute kassierte man den Ingolstädter Siegtreffer und kurz davor traf der Ex-Ismaninger Robert Rohrhirsch den Pfosten. Rohrhirsch war zwei Jahre unumstrittener Stammspieler in Ismaning.
Beim FC Sportfreunde Schwaig gibt es neben Rohrhirsch noch weitere Personen, die in Ismaning bestens bekannt sind. Der einstige sportliche Leiter Walter Werner fungiert als Co-Trainer bei dem Club im Landkreis Erding und Daniel Gaedke war auch einst der große Stürmer-Stern am Ismaninger Fußball-Himmel. Gaedke und Rohrhirsch waren erst kürzlich beim Fest vom Club 100 zu Besuch beim alten Verein. Für Trainer Jacky Muriqi sind die Wiedersehen mit alten Bekannten aber nicht die Faktoren, die Schwaig gleich zum Derby oder Classico machen. Den Sonderstatus hat nur Heimstetten. Zuschauerkrösus Schwaig wird mit seinem Anhang zumindest dafür sorgen, dass die umliegenden Straßen beim Stadion gut zugeparkt werden.
Die schlimme Nachricht der Woche war die schwere Verletzung von Dominik Krizanac. Hier kam nun die Diagnose Riss des Syndesmosebandes mit der Folge von sechs bis acht Wochen Zwangspause. Krizanac gehörte in der vergangenen Saison zu den drei besten Spielern der Ismaninger. Diese Saison hat der Verein in der Abwehr mehr Alternativen, aber dieser geile Kicker und Führungsspieler ist nicht Eins zu Eins zu ersetzen.
Mit Blick auf die bisherigen drei Unentschieden und zuletzt eine unterirdisch schlechte erste Halbzeit in Gundelfingen erwartet Jacky Muriqi gegen den so potenten Aufsteiger eine erhebliche Steigerung. „Bei uns wiederholen sich die Fehler immer wieder“, ärgert sich der Trainer. Der Lerneffekt ist auf der einen Seite überfällig und auf der anderen Seite könnten die wechselhaften Auftritte bei den bisherigen drei Unentschieden personelle Änderungen zur Folge haben. „Der eine oder andere hat seine Chance nicht genützt“, sagt Muriqi. So wie der freche Aufsteiger performt, sollte man sich nicht mehr so viele Fehler wie in den letzten Spielen leisten.