
Der FC Ismaning erkämpft ein 0:0 in Pipinsried. Zwei strittige Handelfmeter blieben aus. Nun winkt die Rückkehr ins Tabellenmittelfeld.
Mit diesem 0:0 in Pipinsried haben die Fußballer des FC Ismaning ihren Start in der Bayernliga nach der Winterpause veredelt. Nach dem 4:1 zu Hause gegen Schalding-Heining sammelten sie den vierten Punkt im zweiten Spiel. Damit hat der FCI nun fünf Punkte Abstand zur Abstiegszone und den Anschluss an das breite Mittelfeld der Liga wiederhergestellt.
Vor dem Spiel hätte der Ismaninger Trainer Xhevat „Jacky“ Muriqi das Angebot auf einen Punkt in Pipinsried sofort unterschrieben, aber nach den 90 Minuten und einem 0:0 hatte er eher den Gesichtsausdruck, den Menschen nach einem herzhaften Biss in eine Zitrone haben. „Es wäre für uns mehr drin gewesen“, bedauerte der Coach nach einem starken Auftritt seiner Mannschaft. Gefühlt war diese dem Tor des Tages deutlich näher.
Nach wenigen Minuten traf bereits Ilkan Atak, doch der Neuzugang jubelte nur kurz über seinen dritten Treffer im zweiten Pflichtspiel. Der Schiedsrichter sah ein Handspiel und pustete in die Pfeife. Selbige Pfeife blieb Mitte der ersten Halbzeit stumm, als die Ismaninger ein Handspiel monierten. Der Elfmeter blieb demnach aus und da hatte Pipinsried schon zweimal Glück bei strittigen Entscheidungen über Handspiele im Strafraum. Muriqi sagte nach den beiden Aufregern von Durchgang eins, dass man sich die Führung vor dem Gang in die Kabine verdient gehabt hätte.
Klar war natürlich auch, dass die Gastgeber mehr vom Spiel hatten mit dem Ball an den eigenen Füßen. Nur blieben die Bemühungen um ein Tor eher im Bereich der brotlosen Kunst. Pipinsried fand keine Wege, um gefährlich zu werden und Ismaning lebte von einem stabilen Bollwerk, das schon in der Vorwoche Schalding-Heining den Zahn ziehen konnte.
Torwart Maximilian Retzer musste bei der Rückkehr zu seinem ehemaligen Verein nicht eine einzige Großtat vollbringen, um den eigenen Kasten sauber zu halten. Das galt auch für die letzte halbe Stunde, in der die Uhr gegen die Gastgeber tickte. Da wurde das Spiel etwas hektischer und Pipinsried versuchte, die eigenen Offensivbemühungen zu intensivieren. Der FC Ismaning verteidigte auch da alles maximal cool weg.
Für die Ismaninger war die Nullnummer im Dachauer Hinterland zumindest ein kleiner Schritt nach vorne. Gegenüber dem spielfreien TSV Kottern auf dem ersten Abstiegsrelegationsplatz haben sie den Abstand nun auf fünf Punkte ausgebaut. Setzt man diesen Trend an diesem Dienstag in Schwaig und dann im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Türkgücü München fort, winkt den Blau-Weißen tatsächlich die Rückkehr in das Tabellenmittelfeld der Liga. Die Ismaninger können jetzt die Basis legen für einen entspannten Saisonabschluss ohne Abstiegsängste. (nb)