
Was für eine spektakuläre Begegnung, die sich da an diesem Sonntagnachmittag im Schierlinger Laberstadion zwischen dem dort heimischen TV und dem Tabellenletzten aus Pfarrkirchen zugetragen hat. Dreimal gingen die Gäste aus dem Rottal in Führung, dreimal konnten die Hausherren in Ping-Pong-Manier ausgleichen. Die Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit durch ein Tor in der 95. Minute von Ali Dzaurov zum 4:3-Auswärtserfolg der Elf des Trainer-Duos Linhart/Schildmann. Schierling muss somit nach vier Partien ohne Niederlage erstmals wieder Federn lassen, bleibt in der Tabelle jedoch weiter auf Rang fünf. Pfarrkirchen reicht mit dem ersten Dreier nach fünf sieglosen Partien die Rote Laterne an Walkertshofen weiter.
Im Vilstal-Derby vor 500 Zuschauern zwischen dem TV Geisenhausen und dem SV Neufraunhofen gelang den Gästen nach einem 0:2-Rückstand ebenfalls in der Nachspielzeit noch der Ausgleichstreffer durch ein Tor von David Eichinger. Eine bittere Pille für die zuletzt in Fahrt gekommene Aufsteigertruppe von Trainer Gerhard Bogner, die mit den Entscheidungen des Schiedsrichters (zweimal Gelb-Rot) teilweise nicht einverstanden war. Die Grafen hingegen bleiben mit dem insgesamt vierten Remis weiterhin im oberen Tabellendrittel auf Verfolgerkurs.
Türk Gücü Straubing darf sich über einen am Ende glücklichen Auswärtsdreier über den SC Falkenberg freuen. Cuku und Abraham brachten die Gäste in Hälfte eins in Führung, Maierhofer gelang in der 58. der Anschlusstreffer. Straubing mischt nach einer kleinen Durststrecke weiterhin vorne mit, die Kagerer-Elf muss nach der dritten Pleite in Folge im Tabellenmittelfeld verweilen.
Das Spiel aus Sicht von Josef Burmberger (Abteilungsleiter Fußball Pfarrkirchen): "In einem Spiel, in dem Schierling mehr Ballbesitz hatte, wollten wir aus der Defensive heraus immer wieder Nadelstiche setzen. Dies ist uns gelungen - und wir konnten mit 1:0 in Führung gehen. Kurz vor der Halbzeit erfolgte dann der Ausgleich für den Gastgeber, womit es mit einem gerechten Unentschieden in die Pause ging.
Nach der Halbzeit dauert es keine Minute - und wir konnten erneut die Führung übernehmen. Danach das gleiche Bild: Schierling mit mehr Ballbesitz und nahezu mit der kompletten Mannschaft in unserer Hälfte. Nachdem Ausgleichstreffer zum 3:3 drohte das Spiel auf die Schierlinger Seite zu kippen. Durch einen erneuten Konter konnten wir in der 95. aber nochmals in Front und am Ende mit 4:3 als Sieger vom Platz gehen. Wobei erwähnt werden muss, dass in Minute 98 der Heimelf fast der erneute Ausgleich gelang, Schierling jedoch den Ball aus fünf Metern nicht im Tor unterbringen konnte."
Das Spiel aus Sicht von Dominik Salzberger (Trainer TV Schierling): "Ein gebrauchter Tag für uns. Wir lassen uns viermal auskontern - und Pfarrkirchen schlägt viermal zu. Die Niederlage haben wir uns heute klar selber zuzuschreiben, wir waren nicht mit vollem Einsatz dabei, der Gegner hat mehr um den Sieg gekämpft."
Das Spiel aus Sicht von Thomas Ertl (Abteilungsleiter Fußball TVG): "Wir waren zur Halbzeit völlig verdient mit 2:0 in Führung, haben spielerisch einen überzeugenden Auftritt hingelegt. Zudem hatten wir vor dem Seitenwechsel noch zwei Riesenchancen: Bei der ersten konnte der SVN-Keeper auf der Linie klären, bei der zweiten stand uns der Pfosten im Weg.
In Hälfte zwei griff dann der Schiedsrichter ins Geschehen ein, als unser Spieler Ibrahim Aliev durch die gegnerische Abwehrreihe gedribbelt ist, zu Fall kam - der Schiri dies jedoch als Schwalbe ahndete und ihn mit Gelb-Rot vom Platz stellte. Die folgenden 25 Minuten in Unterzahl nutzte der SVN aus und begann zu drücken. Kurz vor Schluss musste dann auch noch Daniel Stich nach grobem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Mit zwei Spielern mehr kamen die Gäste in der Nachspielzeit noch zu einem aus unserer Sicht unverdienten Punktgewinn. Wir hätten jedoch das vorentscheidende 3:0 markieren müssen. Alles in allem sehr ärgerlich, doch die Leistung unseres Teams lässt für die nächsten Wochen weiter hoffen."
Das Spiel aus Sicht von Onur Örs (Sportlicher Leiter TG Straubing): "Die erste Halbzeit geht ganz klar an uns - mit mehr als 80 Prozent Ballbesitz und zwei schönen Toren durften wir überlegenerweise die erste 45 Minuten beenden. Die zweite Hälfte verlief relativ zerfahren. Wir hatten zwei-, dreimal die Möglichkeit zum 3:0. Doch aufgrund eines fatalen Abwehr-Fehlers bekommen wir den Anschlusstreffer. Ab diesem Zeitpunkt hat Falkenberg recht ordentlich gedrückt und auch die eine oder andere Chance zum Ausgleich gehabt. Wenn wir diesen noch kassiert hätten, wäre dies gewiss nicht unverdient gewesen. Alles in allem: Ein Arbeitssieg, den wir mitnehmen müssen - aber mit der Leistung in der zweiten Hälfte bin ich überhaupt nicht zufrieden."