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Allgemeines

TGV Dürrenzimmern und FV 09 Nürtingen dominieren an der Spitze

Der Rückblick auf die erste Saisonhälfte in der Frauen-Landesliga Württemberg, Staffel 1.

von Timo Babic · 13.12.2025, 14:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Jonas Hägele

Die Frauen-Landesliga Württemberg, Staffel 1, hat zur Saisonhalbzeit ein bemerkenswertes Gesicht: Zwei dominierende Spitzenteams, ein stabiles Mittelfeld und ein enger Abstiegskampf prägen nach zwölf von 22 Spieltagen das Bild. Besonders auffällig ist die Offensivfreude der Topteams – und die Tatsache, dass nahezu jede Mannschaft in dieser Hinrunde einmal für eine Überraschung gut war.

Ein Herbst voller Offensivfeuerwerke
Schon der Auftakt zeigte, wie torhungrig die Liga in diesem Jahr agiert. Das spektakuläre 5:4 des SV Hoffeld gegen den TGV Dürrenzimmern war ein Vorgeschmack auf viele Tore und noch mehr Wendungen. Nürtingen, der Herbstmeister, ließ mit Ergebnissen wie dem 6:1 in Hoffeld, dem 9:0 gegen Bellenberg oder dem 4:0 gegen Crailsheim keine Zweifel an der eigenen Klasse. Auch Dürrenzimmern spielte über weite Strecken in einer eigenen Liga: 6:1 gegen Hoffeld, 7:3 in Bellenberg und 5:2 gegen Crailsheim – die Angriffsreihe um die torgefährlichsten Spielerinnen der Liga ist eine Konstante im Titelkampf. Dahinter etablierten sich Münchingen II, Ottmarsheim und Wendlingen mit soliden Serien, während SSG Ulm 99 nach gutem Start etwas an Boden verlor. Überraschungssiege wie Ellwangens 4:3 in Crailsheim oder Bellenbergs 5:0 gegen Münchingen zeigten jedoch, dass auch die unteren Teams in einzelnen Partien mithalten können.

Zweikampf an der Spitze – Nürtingen mit Reifevorsprung
Im Titelrennen läuft alles auf ein Duell zwischen dem FV 09 Nürtingen und dem TGV Dürrenzimmern hinaus. Nürtingen führt mit 30 Punkten aus zwölf Spielen die Tabelle an, gewann zehn Begegnungen und überzeugte vor allem durch Effizienz und Spielkontrolle. Nach der 1:4-Niederlage im zweiten Spiel gegen Wendlingen ließ die Mannschaft von Trainerinseite keine Zweifel mehr an ihren Ambitionen. Besonders beeindruckend: die Bilanz aus den direkten Duellen – im Spitzenspiel setzte sich Nürtingen mit 2:1 gegen Dürrenzimmern durch. Der TGV, mit zwei Partien weniger und 24 Punkten, bleibt dennoch in Schlagdistanz. Die Offensivwucht – 44 Treffer in nur zehn Spielen – ist ligaweit unerreicht. Münchingen II (22 Punkte) agiert dahinter solide, hat mit sieben Siegen und zuletzt vier Punkten aus den letzten zwei Spielen Anschluss gehalten, während Ottmarsheim und Wendlingen als unangenehme Gegner für jedes Spitzenteam gelten.

Abstiegskampf auf Messers Schneide
Am Tabellenende geht es eng zu, auch wenn kein Team abgeschlagen scheint. FV Bellenberg (7 Punkte), TSV Nellmersbach und TSV Crailsheim (je 5) bilden derzeit das Schlussdrittel. Alle drei Teams kämpften tapfer, kassierten jedoch zu viele Gegentreffer: Bellenberg etwa 38, Crailsheim 38, Nellmersbach 33. Immer wieder gelangen Achtungserfolge – Nellmersbachs 4:3 gegen Bellenberg, Crailsheims 5:1 über denselben Gegner oder das 1:1 gegen den TSV Ottmarsheim – doch Konstanz blieb Mangelware. Knapp davor rangieren Ellwangen, Hoffeld und Satteldorf, die mit zwölf bis 13 Punkten ein kleines Polster, aber keine Sicherheit besitzen. Da es in dieser Saison formal keine feststehenden Absteiger gibt, bleibt der Kampf um jeden Punkt dennoch von sportlichem Ehrgeiz geprägt: Wer im Frühjahr seine Defensive stabilisiert, wird die Saison wohl im gesicherten Mittelfeld beschließen – doch ein Nachlassen kann sich niemand erlauben.