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Spielvorbericht

Irgendwann ist es mal Zeit...

Für den SC 1903 Weimar geht es als Aufsteiger rein um den Ligaverbleib. "Sonderpunkte" gegen Topteams wären dabei hilfreich.

von André Hofmann · 04.04.2025, 13:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Sebastian Harbke

Gute Erinnerungen an das Hinspiel gegen den aktuellen Tabellenführer SV SCHOTT Jena hat dabei Justin-René Szatmari. Und der SC-Abwehrspieler rechnet sich auch beim Spitzenreiter etwas aus, wenn...

... "alle Spieler fit sind und im Kopf auch den richtigen Fokus setzen, sind wir eine richtig gute Truppe, die man auch erstmal schlagen muss. Aber ja - das eben nicht nur eine Halbzeit, sondern von Anpfiff bis Abpfiff. Der Rest eigentlich da, muss nur abgerufen werden. Leider fehlt uns die Kontinuität", so der 25-jährige Defensivspieler des Tabellenvorletzten. Bisher waren "Fitness, Kopf und Fokus" zu oft nicht da, wo sie sein sollen. Dies spiegelt sich auch ind bisherigen Leistungsdaten der Saison wieder: 14 Punkte, 29:49 Tore und Tabellenplatz 15. Vor den letzten neun Saisonspielen liegt die Mannschaft von Holger Orlamünde mit 14 Punkten auf einem Abstiegsplatz.

Die Ausgangslage wäre für den Sportclub aus Weimar deutlich angenehmer vor dem Spiel bei SCHOTT Jena, hätte es im Kellerduell beim VfL Meiningen 04 letzte Woche einen Sieg gegeben. Doch in der Schlussphase stach Meiningens Joker Chris Fritz doppelt und ohne Punkte in der Sporttasche ging es für Justin-René und seine Mitspieler zurück in die Goethestadt. "Die Niederlage war richtig bitter. Die erste Halbzeit würde ich sagen war ein verdientes Unentschieden. In der 2. Halbzeit sind wir sehr viel besser ins Spiel gekommen, hatten die Führung mehrmals auf dem Fuß, uns jedoch leider nicht belohnen können. Unglücklicherweise fällt und springt der Ball den Gegner vor die Füße und es steht 0:1. Es war ein Zeitpunkt, in dem die deutlich besseren Chancen auf unserer Seite waren, hat der Treffer richtig gesessen. Gefühlt war es ein Spiel, wo die Mannschaft gewinnt, die das erste Tor schießt. Aber ja - das ist Fußball", fasst Szatmari zusammen.

Hinspielerinnerungen & Auswärtsfluch

Der Blick geht aber nun nach vorne und irgendwie doch zurück. Denn gute Erinnerungen hat der SC 1903 an das Hinspiel gegen den SV SCHOTT. In der Schlussphase traf Antonio Kircheis mit dem Tor des Tages zum Heimsieg. Es war eine von zwei Niederlagen für die Gäste von SCHOTT Jena in dieser Saison. "Ich kann mich noch sehr gut an das Spiel erinnern. Für uns ist es offensichtlich generell ein großer Unterschied, ob wir zuhause oder eben auswärts spielen. Das Hinspiel war einer der Spiele, in dem wir von Anfang bis Ende gezeigt haben, was wir eigentlich in der Lage sind, abzureißen", so der 25-Jährige.

Die angesprochene Auswärtsschwäche - 0 Punkte in zehn Spielen - sorgt eben auch dafür, dass die Mannschaft aktuell auf einem Abstiegsplatz liegt. Ohne Auswärtspunkte dürfte der Gang zurück in die Landesklasse fast beschlossene Sache sein. Doch Justin-René weiß auch: "Irgendwann ist es halt auch einfach mal Zeit für einen Auswärtssieg". Und warum nicht bei SCHOTT Jena, die im Hinspiel schon besiegt worden?! "Optimistisch stimmt mich, dass wir rein von der Platzierung beim Spiel in Jena absolut kein Favorit sind und als Underdog quasi nichts zu verlieren haben. Ich erwarte definitiv ein Spiel, welches auf beiden Seiten recht temporeich wird und viele Zweikämpfe auf dem Tagesprogramm stehen werden. Und genau das stimmt mich auch positiv. Ich bin ich davon überzeugt, dass wir in diesem Bereich diese Saison mitbekommen haben, wie sehr das Körperliche eine Rolle spielt. Und, da wir eben auch eine noch recht junge Truppe sind, sind in dem Bereich die größten Verbesserungen sichtbar", zeigt sich der Weimarer Vize-Kapitän optimistisch den Auswärtsfluch am Samstag zur Mittagszeit (Anstoß 12:30 Uhr) in Jena zu beenden.