2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Mit einem 3:1 gegen den abstiegsgefährdeten TSV Pressath (in Weiß) ist der VfB Mantel (in Schwarz) zum Vorrundenende im ruhigen Fahrwasser der Kreisklasse West angekommen.
Mit einem 3:1 gegen den abstiegsgefährdeten TSV Pressath (in Weiß) ist der VfB Mantel (in Schwarz) zum Vorrundenende im ruhigen Fahrwasser der Kreisklasse West angekommen. – Foto: Dagmar Nachtigall

Irchenrieth Herbstmeister, Topteams Süd und West vergrößern Vorsprung

"Last-Minute-Treffer" macht die Bachmeier-Elf zum Halbzeitersten (Ost) +++ Duo Herbstmeister TraPo/"Vize" Ensdorf setzt sich ab (Süd) +++ Dießfurt-Verfolger lassen allesamt Federn (West)

Zum Vorrundenfinale in den Kreisklassen des Spielkreises Amberg/Weiden haben sich Ost-Tabellenführer DJK Irchenrieth (1-/27 - 1:1 in Etzenricht - Ausgleichstreffer in 90.+7) und Südprimus SG Traßlberg/Poppenricht (1./35 - 5:0 in Loderhof) den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters sichern können. Anders, als im Westen, wo der FC Dießfurt (1./35 - 4:1 in Auerbach) mit acht Zählern Vorsprung zu Rang 2 (SV Neusorg - 2./27 - 2:2 gegen Hahnbach II) vor dem Rückrundenstart schon davon geeilt ist, sitzen den beiden frischgebackenen Halbzeitmeistern der Ost- und Südstaffel die schärfsten Verfolger im Nacken. Die Irchenriether spüren den heißen Atem des SV Altenstadt/WN (2./26 - 4:0 in Moosbach), "TraPo" ist die DJK Ensdorf (2./33 - 3:0 gegen Rosenberg II) auf den Fersen.

Kreisklasse Süd

Die Ergebnisse des Wochenends haben dafür gesorgt, dass sich das Spitzenduo TraPo/Ensdorf von der hinterherhechelnden Meute der Verfolger schon abgesetzt hat, zwischen den zweitplatzierten Ensdorfern (33 Punkte) und dem Dritten aus Kümmersbruck (3./25 - 0:3 in Paulsdorf), sowie der zuletzt stark aufkommenden Germania aus Amberg (4./25 - 3:0 gegen Bergsteig II) beträgt der Abstand schon stolze acht Zähler.

Sind es oben zwei Mannschaften, die scheinbar zum Alleingang ansetzen, sind es im Tabellenkeller drei Teams, die mit einigem Abstand weiter hinter den davor platzierten Teams hinterherhinken. Ohne Sieg mit nur einem Unentschieden geht der TuS Rosenberg II (14./1 - 0:3 in Ensdorf) in den zweiten Saisonabschnitt. Prekär bleibt auch die Lage für den SV Inter Bergsteig Amberg II (13./4 - 0:3 bei der Germania) und den Kreisligaabsteiger SG Utzenhofen/Kastl (12./6 - 1:4 gegen Kauerhof). Für den direkten Klassenerhalt ist bei allen Dreien sicherlich ein Kraftakt in den kommenden 13 Partien notwendig, gelingt dieser nicht, dann wird es ein Hauen und Stechen geben um die Plätze, die zumindest die Relegation garantieren.

Sechs Dreier und ein Remis sind die Bilanz, die eine nach schwierigem Beginn sich beeindruckend steigernde Germania zum Vorrundenende bis auf Platz 4 hochhievte. Der - erwartete - Heimdreier gegen den Gast vom Bergsteig fällt unter die Rubrik "wenig glanzlos", nach Blitzstart stellte ein Doppelschlag Mitte des zweiten Abschnitts die Zeichen frühzeitig auf Sieg.

"Ein Arbeitssieg zum Ende der Hinrunde. Der frühe Treffer zum 1:0 spielte uns zwar in die Karten, allerdings waren wir im weiteren Verlauf nicht zielstrebig genug, um uns weitere Chancen zu erarbeiten. Das gleiche Bild in der zweiten Hälfte, wir waren im Vorwärtsgang gegen einen nie aufsteckenden Gegner, konnten uns noch mit zwei Toren für den Aufwand belohnen und so einen glanzlosen Sieg einfahren", so Germania-Coach Thomas Roth.

"Wieder leisteten wir uns zwei individuelle Fehler, die zu Gegentoren führten. Die Germanen waren uns kämpferisch und in der Fitness haushoch überlegen. Zweikämpfe wurden nicht angenommen oder nur halbherzig geführt. Leider fehlt uns im Offensivspiel die Durchlagskraft um Chancen zu generieren", sagte Gästetrainer Andreas Wächter.

Tore: 1:0 Tim Thormann (3.), 2:0 Patrick Donhauser (62.), 3:0 Thomas Schlaffer (65.) - Schiedsrichter: Kai Thiele - Zuschauer: 100

"Sahnetag" hier, "gebrauchter Tag" dort, überraschend klar hielt der Gastgeber den favorisierten Tabellendritten am Ende nieder und blickt mit nun 20 Punkten auf dem Konto auf eine beeindruckende Vorrunde zurück. Hochmotiviert ging die Heimelf ans Werk, während die Gäste in nahezu jeder Beziehung enttäuschten. Das Endergebnis spiegelt auch die Kräfteverhältnisse auf dem grünen Geläuf an diesem Tag wieder. Bei nun schon acht Zählern Rückstand auf Platz 2 ist dieser für den TSV erst einmal außer Reichweite gerückt.

"Ein riesengroßes Kompliment an mein Team, das vom Anpfiff weg alles in die Waagschale geworfen hat, um dieses Spiel zu gewinnen und zudem alle Vorgaben, die wir uns gestellt hatten, in einer beeindruckenden Art und Weise umgesetzt hat. Vom Torwart bis hin zu den Auswechselspielern gebührt einem jeden die Note 1. Wir haben sofort gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen möchten und wir hatten sogar Chancen, das Ergebnis noch höher zu gestalten. Das 3:0 geht völlig in Ordnung. Wir haben dem Gegner in jeder Beziehung den Schneid abgekauft, in den Drangphasen der Kümmersbrucker haben wir gut angelegte Konter gesetzt, wo wir das ein oder andere Tor noch hätten erzielen können. Würden wir diese Leistung auch in den anderen Spielen bringen, es gäbe sicherlich nur wenige Niederlagen. Alles war wirklich top, alle freuen sich über diese Vorstellung, so kann es weitergehen", so ein schwärmender SG-Coach Achim Beck nach dem bislang besten Saisonspiel der Seinen.

Anders die Stimmungslage bei Gästetrainer Donald Jakob: "Wir haben wirklich alles vermissen lassen, was uns sonst ausmacht. So darfst du kein Fußballspiel angehen – ohne Leidenschaft, ohne den nötigen Einsatz. Das war unser schlechtester Auftritt der Saison, der Gegner hat völlig zurecht gewonnen".

Tore: 1:0 Arif Türksever (5.), 2:0 Julian Meixner (27.), 3:0 Stefan Großer (90.+3) - Schiedsrichter: Moritz Fischer - Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Lukas Peter (8.), 0:2 Fabian Strobl (64.), 1:2 Peter Brunnner (90.+3/Strafstoß) - Schiedsrichter: Phillip Ebner - Zuschauer: 60 - Zeitstrafe für Stefan Ehbauer (90.+2/Ammerthal)

Tore: 0:1 Fabio Herrmann (44.), 0:2 Tim Mayer (60.), 0:3 Leonhard Brandt (65.) - Schiedsrichter: Alois Gaßner - Zuschauer: 85

Tore: 0:1 Maximilian Grundler (6.), 1:1 Felix Geitner (21.), 1:2 Tobias Hüttner (49.), 1:3 Tim Wiesnet (88.), 1:4 Bernd Holzwarth (90.+1) - Schiedsrichter: Manfred Heiselbetz - Zuschauer: 75

Tore: 0:1 Thomas Behrend (5.), 0:2 Daniel Humml (10.), 0:3 Julian Reindl (22.), 0:4 Johann Henschke (33.), 0:5 Martin Koller (90.+4) - Schiedsrichter: Geronimo Hirniak - Zuschauer: 57 - Zeitstrafe für Samuel Jorgenson (90.+1/Loderhof)

Tore: 1:0 Sebastian Hummel (16.), 2:0 Tobias Wein (34.), 3:0 Lukas Schwendner (63.) - Schiedsrichter: Adrian Söchtig - Zuschauer: 70

Kreisklasse Ost

Irchenrieth also mit "Last-Minute-Ausgleich" in Etzenricht Halbzeitmeister, nur einen Punkt vor der seit zehn Spieltagen ungeschlagenen "Mannschaft der Stunde", dem SV Altenstadt/WN. Die schärfsten Verfolger des Duos am oberen Tabellenrand bleiben der SV Waldau (3./24 - 2:3 in Pleystein) und die DJK Weiden (4./24 - 3:1 gegen Luhe-Markt). Schwenken wir zum Vorrundenabschluß noch hinab in den Tabellenkeller. Dort hat die SpVgg Windischeschenbach (14./7 - 0:0 in Neustadt) wohl einen Teilerfolg errungen, letztlich bringt sie dieser aber nicht weiter im Bemühen, endlich die "Rote Laterne" loszuwerden. Auf den beiden Schleudersitzen starten die SG Püchersreuth (13./12 - 1:1 im Derby gegen Plößberg) und die gegen Altenstadt/WN unterlegene SpVgg Moosbach (ebenfalls 12 Punkte) in die Rückrunde. Insgesamt gesehen bleibt die Liga eng, einmal eine Serie mit zwei, drei gewonnenen Spielen ließe gleich mehrere Stufen auf der Tabellenleiter überwinden (Abstand von Platz 12 zu Rang 6 beträgt nur sechs Punkte).

Tore: 1:0 Marcel Stangl (4./Eigentor), 1:1 Fabian Quast (90.+7) - Schiedsrichter: Patrick Lache - Zuschauer: 200 - Zeitstrafe für Hussam Barij (83./Irchenrieth)

Fünfter Heimsieg der Elf vom Flutkanal, der ihr Platz 1 auf der Heimtabelle zum Ende der Vorrunde beschert. Beide Seiten fassen den Spielverlauf aus ihrer Sicht ausführlich zusammen:

"Am Ende ein verdienter Sieg, der unsere momentane Heimstärke noch einmal untermauert hat. Auch wenn wir Anfang der 2. Hälfte einen dummen Elfmeter hinnehmen mussten und dadurch etwas ins Wanken gekommen sind, gibt´s am Ergebnis keine Zweifel. Noch dazu ist uns wie schon oft in dieser Saison ein mehr als klarer Elfmeter verwehrt geblieben, Schiri steht 10 Meter daneben, das nervt mich momentan schwer, weil nahezu jedes Spiel solche Aktionen gegen uns vorkommen. Danach waren die Jungs so sauer, dass sie diese Emotionen zurück in die Partie gebracht haben. Es ging in den letzten 25 Minuten nur noch in eine Richtung und Torwart Meyer hat das ganze dann noch für sein Team erträglich gemacht. Über die Chancenverwertung bin ich momentan alles andere als glücklich, mit dem Tabellenstand können wir auf aufgrund der großen Verletztenliste im Laufe der Vorrunde zufrieden sein", so das Resümee von DJK-Trainer Rico Friese.

"Mit einem 3:1-Erfolg über den FC Luhe-Markt fuhr die DJK Weiden am einen wichtigen Heimsieg ein. Dabei sah es lange nach einer deutlich engeren Partie aus – vor allem, weil Luhe trotz großer Personalprobleme beherzt dagegenhielt und phasenweise dem Ausgleich nahe war. Weiden ging im ersten Durchgang durch einen eher glücklichen Treffer in Führung. Ein eigentlich harmloser Schuss führte zur 1:0-Führung der DJK, was aus Sicht des FC Luhe-Markt definitiv vermeidbar gewesen wäre. Doch Luhe zeigte sich keineswegs geschockt. Trotz zahlreicher Ausfälle - mehrere Stammspieler fehlten verletzt, arbeitsbedingt oder aus privaten Gründen, sodass sogar Akteure der Alten Herren einspringen mussten - erarbeitete sich die Mannschaft mehrere gute Möglichkeiten. Ein gefährlicher Distanzschuss von Schärtel, sowie ein platzierter Kopfball sorgten für große Gefahr, doch beide Male parierte der Weidener Schlussmann glänzend. Der verdiente Lohn für die Bemühungen des FC Luhe kam schließlich nach einer sehenswerten Einzelaktion von Pfanzelt, der im Strafraum nur durch ein Foul zu stoppen war. Den fälligen Elfmeter verwandelte Duchner sicher zum 1:1-Ausgleich. In der zweiten Halbzeit machte sich der Kräfteverschleiß aufseiten der Gäste zunehmend bemerkbar. Die DJK Weiden nutzte dies konsequent aus und stellte mit zwei weiteren Treffern den 3:1-Endstand her. Unterm Strich geht der Sieg für Weiden in Ordnung, auch wenn der FC Luhe-Markt mit seiner leidenschaftlichen und disziplinierten Leistung - trotz aller Widrigkeiten - Respekt verdiente und mit etwas mehr Spielglück durchaus einen Punkt hätte mitnehmen können." (Quelle: Spielbericht Marco Schulze, FCL)

Tore: 1:0 Lukas Friese (15.), 1:1 David Duschner (48.), 2:1 Maximilian Fried (67.), 3:1 Lukas Friese (75.) - Schiedsrichter: Lucas Gärtner - Zuschauer: 60

Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Andre Wächter - Zuschauer: 100

Das Nachbarderby wurde zur erwartet engen Angelegenheit. Beide Mannschaften schenkten sich über die gesamten 93 Minuten nichts, die zweimalige Führung der Elf vom Kreuzberg konnten die Gäste jeweils egalisieren. Letztlich brachte die Heimelf das von Volkan Kuzpinari nur wenig nach dem 2:2 markierte 3:2 mit großem Einsatzwillen über die Zeit. Beide Mannschaften schauen nach dieser Partie auf eine mehr als zufriedenstellende Hinrunde zurück und gehen mit Optimismus in die zweite Saisonhälfte.

"Das Derby war das erwartete Kampfspiel mit Spannung bis zum Schluss. Waldau hat eine sehr gute Mannschaft, das wussten wir, dementsprechend haben wir uns vorbereitet. Die ersten Minuten sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel mit viel Abwarten beider Mannschaften. Dann gingen wir in Führung, spielten in der Phase sehr gut, bekamen aber dennoch den Ausgleich noch vor der Pause. Nach der Pause ein sehr gutes Kreisklassenspiel, es ging hin und her. Wieder gelang uns die Führung, wieder bekamen wir den Ausgleich. Meine Mannschaft hat dann aber mit großem Willen, Kampf und Leidenschaft das dritte Tor geradezu erzwungen. Die gezeigte Leistung meiner Mannschaft macht mich stolz", so Alex Schön, der Pleysteiner Coach.

"Die Gegentore haben wir uns am Sonntag selbst reingelegt, beziehungsweise haben wir Pleystein beim Toreschiessen tatkräftig unterstützt. Nach vorne sind wir derzeit viel zu ungefährlich, viel zu fahrig im Spielaufbau. Heute hat die Mannschaft gewonnen, die den Sieg unbedingt wollte. Die Niederlage ist aber kein Beinbruch für uns. Wir sind mit dem aktuellem Tabellenplatz und der gespielten Hinrunde mehr als zufrieden. Dennoch müssen wir unbedingt die Konzentrationsfehler abstellen, eine andere Körpersprache zeigen und wieder als Mannschaft auftreten", sagte Gästetrainer Rene Niemann.

Tore: 1:0 Luca Enslein (10.), 1:1 Markus Zitzmann (15.), 2:1 Patrick Klotz (64.), 2:2 Alexander Wolfrath (74.), 3:2 Volkan Kuzpinari (76.) - Schiedsrichter: Enes Özbay - Zuschauer: 80

Tore: 0:1 und 0:2 Peter Duetsch-Glopkon (25./43.), 0:3 Fabian Zaus (49.) - Schiedsrichter: Andreas Frieser - Zuschauer: 148 - Platzverweise: Zeitstrafe für Vehbi Zogaj (55./Altenstadt), Rote Karte für Marco Lehner (79./Moosbach).

Tore: 1:0 Manuel Fleischmann (33.), 1:1 Maximilian Reger (45.), 2:1 Matthias Regner (70.), 3:1 Alexander Kosnowski (87.), 4:1 Nico Deubzer (90.+5) - Schiedsrichter: Hans Stubenvoll - Zuschauer: 70

Tore: 0:1 Louis Ziegler (23.), 1:1 Luca Bruischütz (40.) - Schiedsrichter: Hans Stubenvoll - Zuschauer: 205

Kreisklasse West

Runde 13 verlief so ganz nach dem Geschmack des immer mehr davoneilenden Topfavoriten FC Dießfurt (1./35), denn die schärfsten Verfolger liessen allesamt Punkte liegen. Der SV Neusorg (2./27) und der SV Hahnbach (4./23) nahmen sich beim 2:2 gegenseitig die Punkte ab, der SVSW Kemnath (3./25) kam bei Aufsteiger SV Wildenreuth (10./15) nicht über ein 0:0 hinaus. In den miefigen Abgründen des Klassements traten die drei Mannschaften auf den Rängen 12 bis 14 auf der Stelle, denn sie konnten nicht Zählbares einfahren, ihre prekäre Situation damit auch nicht verbessern, die Sorgenfalten zum Start in die Rückrunde bleiben also groß. Die Wolken über dem SV Auerbach II (14./8 - 1:4 gegen Primus Dießfurt), dem SC Schwarzenbach (13./8 - 1:3 in Seugast) und schließlich dem TSV Pressath (12./8 - 1:3 in Mantel) bleiben sehr dunkel.

Tore: 0:1 David Späth (14.), 1:1, 2:1 und 3:1 Felix Kopp (32./49./77.) - Schiedsrichter: Markus Bäuml - Zuschauer: 80

Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Roland Bauer - Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Florian Hinteregger (12./Eigentor), 1:1 Quissam Labarta (23.), 1:2 und 1:3 Simon Schmid (46./58.), 1:4 Sebastian Krauß (78.) - Schiedsrichter: David Berendes - Zuschauer: 35

Im Landkreisderby feierte der Gastgeber am Ende einen klaren 3:0-Erfolg. Dem SVI gelang dabei ein Blitzstart, der Torschütze für die Hausherren nach nur 120 Sekunden war Tobias Kraus. Nachdem Malick Kohlschmidt eine Viertelstunde später das 2:0 nachgelegt hatte, bekamen die Gäste mit zunehmender Spieldauer immer besser Zugriff. Dominik Plannerer und Pape Ndiaye liessen jedoch noch vor der Halbzeitpause während der besten Ebnather Phase gleich mehrere "Hochkaräter" liegen, so ging es mit einem Zwei-Tore-Vorsprung für die Heimelf in die Kabinen. Nach Wiederbeginn versuchte die Reiß-Elf wohl, noch einmal heranzukommen, jedoch ließ der SV Immenreuth nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil - kurz vor dem Schlusspfiff sahen die etwa 150 Fans aus beiden Lagern noch den dritten Treffer für die Gastgeber, wieder traf Malick Kohlschmidt, der damit einen Doppelpack schnürte.

"Der Sieg war wichtig, vorallem wenn man die Ergebnisse der Mannschaften, die unten stehen, mit anschaut. Alles in allem war es zum Kirwasamstag eine sehr ordentliche Leistung von uns und auch ein verdienter Sieg", so SVI-Übungsleiter Matthias Müller.

„Wenn du in der zweiten Spielminute durch ein absolut vermeidbares Tor in Rückstand gerätst, dann weißt du, dass es ein schwerer Nachmittag wird. In unserer besten Phase haben wir dann verpasst, das Spiel nochmal spannend zu machen. Das 3:0 in der Schlußphase war dann gefühlt der dritte Torschuss der Immenreuther im ganzen Spiel“, ärgerte sich Gästespielertrainer Johannes Reiß nach der Partie und trauerte vor allem den vergebenen Großchancen in Halbzeit 1 nach.

Tore: 1:0 Tobias Kraus (2.), 2:0 und 3:0 Malick Kohlschmidt (18./72.) - Schiedsrichter: Lukas Groher - Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Dominik Rau (9.), 1:1 und 2:1 Mirco Dobner (19./25.), 3:1 Matthias Bertelshofer (51.) - Schiedsrichter: Karl-Heinz Klein sen. - Zuschauer: 70 - Zeitstrafe für Andy Proske (14./Pressath)

Tore: 1:0 Ersin Tiryaki (17.), 1:1 Fabian Waldmann (39.), 2:1 Tobias Oheim (50.), 3:1 Christian Bauer (78.) - Schiedsrichter: Markus Lang - Zuschauer: 85

2 contra 4, im Spitzenspiel in der Kreisklasse West empfing der SV Neusorg zur Kirwa den Kreisligaabsteiger aus Hahnbach. In einer eher zerfahrenen Anfangsphase gelang den Gästen ein früher Führungstreffer, als Simon Dehling nach einem Freistoß am schnellsten schaltete und zum 0:1 einlochte. In der 35. Spielminute ließ sich die Neusorger Abwehr erneut aushebeln, worauf Dominik Beer auf 2:0 für seine Farben erhöhte. „Zweimal geschlafen“, ärgerte sich SVN-Trainer Patrick Müller nach der Partie. Seine Mannschaft zeigte allerdings Moral und kam zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt - kurz vor dem Pausentee - zum Anschlusstreffer, den Leon Traßl markiert. „Sehr ärgerliches Gegentor nach einer eigenen Ecke für uns“, bewertete Hahnbachs Trainer Christian Gäck die Entstehung des 1:2. In der zweiten Halbzeit übernahm der Gastgeber dann die Spielführung, spielte ab der 53. Minute dann - nach einer Roten Karte für den Hahnbacher Alexander Sollfrank - fast die gesamte zweite Hälfte in Überzahl. Die SVN-Fans mussten jedoch bis zur 71. Spielminute warten, ehe Christopher König aus abseitsverdächtiger Position der Ausgleich gelang. Weitere Möglichkeiten, den Lucky Punch zu setzen, ließ der SVN im Abschluß liegen, so blieb es beim 2:2. Mit Mann und Maus habe sein Team verteidigt und den Punkt über die Zeit gerettet, so Gästespielercoach Christian Gäck nach dem Schlußpfiff. Patrick Müller, sein Gegenüber, sah im Resümee eine starke zweite Hälfte, in der sich die Seinen den Ausgleich verdient hätten.

Tore: 0:1 Simon Dehling (10.), 0:2 Dominik Beer (35.), 1:2 Leon Traßl (45.), 2:2 Christopher König (71.) - Schiedsrichter: Leon Anzer - Zuschauer: 80 - Platzverweis: Rot für Alexander Sollfrank (53./Hahnbach)

Aufrufe: 021.10.2025, 12:15 Uhr
Werner SchaupertAutor