
Seit fünf Partien wartet der SV Inter Bergsteig Amberg in der Bezirksliga Nord auf einen Sieg. Die letzten beiden Spiele gegen Tännesberg und Vohenstrauß verlor man ohne eigenen Treffer. Durch die aktuelle Ergebnismisere rutschte das Team, das aus 16 Spielen 14 Punkte einfahren konnte, in die Relegationszone ab. Die prekäre sportliche Situation hat nun Konsequenzen. Julian Ceesay (36) und Helmut Jurek (37) sind ab sofort nicht mehr Spielertrainer der Amberger. Das gab der Verein am frühen Sonntagabend bekannt.
„Aktuell befinden wir uns in einer prekären Tabellensituation. Der Abwärtstrend der letzten Wochen mit der damit verbundenen mageren Punkteausbeute ist nicht zu ignorieren. Die Vorstandschaft sah sich deshalb veranlasst, die Zusammenarbeit zum Jahresende zu beenden“, heißt es in einer vom sportlichen Leiter Niko Dürbeck versandten Pressemeldung. Daraufhin äußerten Jurek und Ceasay den Wunsch einer sofortigen Trennung. „Diesem Wunsch kam man nach.“ Vor dem Donnerstagstraining verabschiedeten sich die beiden von der Mannschaft.
Helmut Jurek hatte den SVIB im Sommer 2021 übernommen, führte ihn zur Kreisliga-Meisterschaft 2023 und in der Folgesaison zum direkten Klassenerhalt in der Bezirksliga Nord. Ex-Regionalligaspieler Julian Ceesay wechselte 2023 von der DJK Gebenbach zum Inter. Ein Jahr später trat er als gleichgestellter Spielertrainer an die Seite von Jurek.
„Die Verantwortlichen sowie die Vereinsmitglieder bedanken sich herzlich für die geleistete langjährige Arbeit, mit der die beiden engagierten Spielertrainer sportlich viele positive Impulse für den Bergsteig gesetzt haben. Das ist nicht selbstverständlich. Allein der Aufstieg in die Bezirksliga im Jahre 2024 wird immer mit „Helle“ und „July“ verbunden bleiben“, geben die Verantwortlichen zu Protokoll.
Helmut Jurek nimmt die Demission sachlich hin: „Wenn man sich rein die sportliche Situation betrachtet, ist die Trennung nachvollziehbar. Wenn die Ergebnisse nicht da sind, müssen halt irgendwann 'Köpfe rollen'. Von daher ist das total legitim. Wir übernehmen die Verantwortung für die sportliche Misere“, erklärt der 37-Jährige gegenüber FuPa. Und weiter: „Julian und ich sind zum Entschluss gekommen, schon jetzt aufzuhören. Wenn es einen Impuls bedarf, braucht es diesen per sofort. Das ist ein ganz toller Verein mit einem super-familiären Umfeld. Wir möchten als Zuschauer und Fans weiter dort hingehen. Deshalb ist es der beste Schritt, den Weg schon jetzt freizumachen für neue Impulse. Es wäre für uns schwer gewesen, die vier Spiele bis zum Winter noch durchzuziehen.“
Trotz des abrupten Endes blick Jurek auf eine sehr schöne, viereinhalbjährige Zeit zurück. Auch für seinen Trainerpartner gesprochen, sagt er: „Das war eine ganz tolle Zeit mit tollen Leuten, die im Drumherum viel machen. Ich habe mich super wohlgefühlt, Julian ebenso. Gleiches galt für unsere Familien. Natürlich hoffen wir, dass dieser super Verein das Ruder sportlich rumreißen kann. Wir wünschen ihm alles Gute.“ Wie geht es mit Jurek und Ceesay weiter? „Wir lassen das erstmal ein, zwei Wochen sacken. Ich denke, dass wir nach dem Winter wieder was machen – ob als Spielertrainer oder nur als Spieler, da sind wir in alle Richtungen offen. Das lassen wir auf uns zukommen“, äußert Jurek.
Mit dem dauerverletzten Stürmer Stefan Meisel (39) stellt sich für die nächsten Spiele ein erfahrener Mann aus den eigenen Reihen als Interimstrainer in den Dienst des Vereins. Derzeit werden Gespräche mit möglichen Nachfolgern geführt. „Wir sind guter Dinge, noch vor der Winterpause eine langfristige Lösung präsentieren zu können. Der SV Inter ist überzeugt, dass er in dieser herausfordernden Phase auf die Unterstützung seiner treuen Fans hoffen kann“, schließt die Pressemeldung.
