
Der Preetzer TSV hat in einem umkämpften Verbandsliga-Ost-Spiel mit 1:2 beim Wiker SV verloren. Vor rund 100 Zuschauern in Kiel entwickelte sich eine Partie, die bis in die Schlussminuten hinein spannend blieb – mit dem schlechteren Ende für die Gäste.
Die Hausherren erwischten den besseren Start und setzten den Preetzer TSV früh unter Druck. „Die ersten zwanzig Minuten gehen an den Wiker SV. Wir können uns nicht so richtig befreien“, bilanzierte Preetz-Coach Fabian Doege nach dem Spiel.
In genau dieser Phase fiel auch das 1:0: Oliver-Octavian Kapess traf in der 18. Minute und brachte den Wiker SV verdient in Führung. Dennoch kämpften sich die Gäste zunehmend ins Spiel zurück. „Wir finden dann ein Mittel, uns auch mehr Feldanteile zu erarbeiten“, so Doege.
Nach dem Seitenwechsel kam Preetz verbessert aus der Kabine, doch erneut schlug der Wiker SV eiskalt zu. Nach einer Ecke fiel das 2:0 durch Simon Kahnwald (56.). Besonders bitter aus Sicht der Gäste: „Wir kriegen nach ’ner Ecke den zweiten Ball nicht zu fassen – das 0:2. Gefühlt auch ein Eigentor“, ärgerte sich Doege über die Entstehung.
Nur wenige Minuten später folgte der nächste Nackenschlag: Rote Karte für Preetz. „Vier Minuten später kriegen wir eine Notbremse, Florian Ziehmer sieht Rot nach einem langen Befreiungsschlag“, schilderte Doege die Szene, die das Spiel weiter erschwerte.
Trotz Unterzahl zeigte der Preetzer TSV Moral und blieb offensiv ausgerichtet. „Wir bleiben weiter mutig von der Ausrichtung her“, betonte Doege. Der Lohn folgte in der 83. Minute, als Moritz Danberg den Anschluss zum 1:2 erzielte.
In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. „In der Schlussphase hatten wir noch die eine oder andere Möglichkeit, die zum Erfolg hätte führen können“, so Doege. Gleichzeitig räumte er ein: „Zur Wahrheit gehört auch: Nach dem 0:2 fährt der Wiker SV noch einen Konter klarer aus – dann ist das Spiel früher entschieden.“ So aber blieb es bis tief in die Nachspielzeit spannend.
Die Enttäuschung beim Preetzer TSV war nach Abpfiff deutlich spürbar. „Beschissenes Gefühl, dort verloren zu haben. Die Niederlage war sehr, sehr unnötig“, fasste Fabian Doege zusammen. Preetz hielt dagegen, bewies Moral und kam trotz Rückschlägen noch einmal zurück ins Spiel – doch am Ende fehlte das letzte Quäntchen Glück. Oder, wie Doege es selbst treffend formulierte: „Scheiß Niederlage. Glückwunsch an den Wiker SV. Nächste Woche geht’s weiter.“
Stimme zum Spiel
Fabian Doege (Trainer Preetzer TSV)
Wiker SV: Anderer - Kapess, von Roennen, Pankow (72. Theel), Otto, Kahnwald (76. Glowatzka), Bremer (72. Raith), Großmann, Kaya (85. Haasis), Blechenberg, Wittern (85. Ketelsen).
Trainer: Dannie Osterhoff.
Preetzer TSV: Bellmann – Michel Danberg (23. Grunwald), Ziehmer, Ziebell, Schanko (68. fene) – Moritz Danberg, Müller, Beuck, Windmüller (82. Kabus), Schulze – Alexander Frank.
Trainer: Fabian Doege.
SR: Malik Matthies (TSV Lensahn).
Ass.: Patrick Bönig, Marvin Neumeier.
Z.: 100.
Rote Karte: Florian Ziehmer (59. Preetz).
Tore: 1:0 Oliver kapess (18.), 2:0 Simon Kahnwald (56.), 2:1 Moritz Danberg (83.).