
Die Frage nach dem Spieler des Spiels stellte sich nach dem 2:0-Erfolg des MSV Duisburg im Halbfinale um den Niederrheinpokal beim 1. FC Bocholt nicht, denn die Antwort war eindeutig: Mit zwei Toren in der Verlängerung sicherte Niklas Jessen seinem Team nicht nur den Einzug in das Endspiel, er belohnte sich auch für eine gute Leistung und betrieb weiter Eigenwerbung. Ein Sonderlob vom Coach war im Anschluss sicher.
Seine aufsteigende Form war in den zurückliegenden Wochen schon deutlich zu sehen. Am vergangenen Wochenende stand Jessen 80 Minuten im Topspiel gegen den TSV 1860 München auf dem Feld und konnte auf der Rechtsverteidigerposition einige Akzente setzen. Da die vermeintliche Nummer eins auf dieser Position, Joshua Bitter, in Bocholt geschont wurde, ergab sich für Jessen eine weitere Möglichkeit, sich zu zeigen.
In der Defensive war er immer auf dem Posten, auf dem tiefen und extrem schwer zu bespielenden Rasen gelang es ihm immer wieder, auch seine Schnelligkeit auszuspielen und für Gefahr in der Offensive zu sorgen. Nachdem es der MSV in der regulären Spielzeit nicht zum Sieg schaffte, musste er in der Verlängerung seinen Mann stehen. Und dort sollte die Stunde von Niklas Jessen schlagen. Es waren 104 Minuten gespielt, als er allein auf Bocholts Keeper Paul Grave zulief, am Schlussmann vorbeiging und den Ball über die Linie drückte. Besser hätte er den zuvor schon perfekten Konter nicht beenden können. Obendrein war es sein erster Treffer im Zebra-Dress. Den Tag perfekt machte er mit dem letzten Konter der Duisburg in dieser Partie. Gemeinsam mit Dominik Kother drang er in den Bocholter Strafraum ein und drückte dann den Kother-Querpass zum 2:0-Endstand über die Linie. "Herausragend", bewertete Cheftrainer Dietmar Hirsch nach Abpfiff.
"Er hat sich mit einer tollen Leistung präsentiert - auch letzte Woche schon. Nun hat er zwei Tore gemacht. Er fällt heute natürlich positiv heraus. Er ist ein Mentalitässpieler, der einfach zu diesem Verein passt und eine tolle Entwicklung hingelegt hat", erklärte der Übungsleiter weiter. Jessen selbst war einfach nur froh, dass es am Ende für den Sieg gereicht hat. "Wir haben als Mannschaft gut zusammengehalten und es war klar, dass wir das Ding am Ende ziehen konnten", sagte der Außenbahnspieler.
"Mir ist heute viel gelungen und es freut mich sehr, dass ich der Mannschaft dabei helfen konnte, ins Finale zu kommen. Der Trainer hat uns auf dieses intensive Spiel eingestellt. Auch für Bocholt war es wohl das wichtigste Spiel der Saison - und beide Mannschaften sind es so angegangen", analysierte der 22-Jähirge die Partie, in der der "Ruhrpott-Fußball" letztlich den Erfolg brachte. Ob es für Jessen beim anstehenden Derby bei Rot-Weiss Essen am Karsamstag (16.30 Uhr, FuPa-Liveticker) für einen Platz in der Startformation reicht, dürfte bei einem einsatzbereiten Bitter zumindest zweifelhaft sein. Klar ist aber auch: Jessen wäre bereit und seine Aufstellung keine Schwächung.
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