
Nach viereinhalb Jahren müssen die Trainer gehen. Die sportliche Lage gibt die Entscheidung nicht her, sagen die Betroffenen.
Das hat viele im Holzland und darüber hinaus überrascht: Denn mit Beginn der Frühjahrsrunde standen beim ambitionierten A-Klassisten FC Inning plötzlich nicht mehr die Hahn-Brüder an der Seitenlinie. Nach über vier Jahren setzte der FCI die beiden Trainer vor die Tür, die sich eigentlich auf ein Engagement bis Saisonende eingestellt hatten.
„Das war keine leichte Entscheidung“, so Abteilungsleiter Christian Fenk laut einer Pressemitteilung des Vereins. „Manu und Adri haben über viereinhalb Jahre einen tollen Job gemacht und die Mannschaft entscheidend nach vorn entwickelt. Außerdem brachten sie sich sehr in bestimmte Aufgaben des Vereins ein. Leider konnte letzten Sommer das entscheidende Relegationsspiel zur Kreisklasse nicht gewonnen werden, was man in dieser Saison besser machen wollte. Das war aber nicht der entscheidende Punkt. Ab Oktober zog das Team nicht mehr so richtig mit und letztlich hatte man den Eindruck, dass die Mannschaft nicht mehr erreicht wurde.“
Der Verein wünsche den beiden alles Gute für ihre Zukunft, privat wie sportlich. Seit Januar leitet nun das Trainerteam um Michael Zeidler, Thomas Heller und Dominik Tristl interimsmäßig die Geschicke der 1. Mannschaft bis Ende der Saison. Ab Juli werde es eine neue Trainerlösung auf der Bank beim FC Inning geben. Damit werde man in Kürze an die Öffentlichkeit gehen, wenn alles unter Dach und Fach ist, so der Verein.
„Für Manu und mich kam das aus heiterem Himmel. Daher sind wir auch enttäuscht und überrascht, weil es die sportliche Situation eigentlich nicht hergegeben hat. Wir standen top da in der Tabelle. Und mit uns wurde auch vorab nicht gesprochen“, sagte Adrian Hahn auf Anfrage. Dennoch habe er im Sommer auch einen „Energieverlust“ im Team bemerkt. Er hätte sich nach viereinhalb Jahren guter Arbeit einen „würdigeren Abschied“ gewünscht. „Manuel und ich sind aber nicht nachtragend und wünschen Inning nur das Beste für die Saison.“
Sportlich bezahlt gemacht hat sich der Trainertausch noch nicht. Betrug der Rückstand in der A-Klasse 7 auf die beiden Top-Teams Langengeisling 2 und Eichenkofen zur Winterpause nur einen Punkt, ist dieser nun trotz zweier Spiele mehr bereits auf fünf bzw. zwei Zähler angewachsen.