
Pfeddersheim. Die Erfolgsserie der Spvgg. Ingelheim ist gerissen. Nach der 0:4 (0:2)-Niederlage vor 112 Fans bei der formstarken TSG Pfeddersheim ist der Klassenverbleib drei Spieltage vor Saisonschluss in der Landesliga Ost rechnerisch noch nicht sicher.
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Erste Niederlage seit dem 22. März
„Das war ein schöner gebrauchter Tag – von Anfang bis Ende“, kommentierte der Ingelheimer Trainer nach der ersten Pleite seit dem 22. März. „Wir haben 45 Minuten ein ganz gutes Spiel hingelegt, waren aber vorne nicht zwingend genug. Den vorletzten Pass haben wir nicht sauber gespielt – bis dahin hatten wir den Gegner so ein bisschen im Griff und auch mehr Ballbesitz. Aber das ist ja auch genau das, was die Pfeddersheimer bis jetzt in der Rückrunde ausgemacht hat – etwas weniger Spielkontrolle, aber dafür in Kontermomenten und nach Standards sehr stark.“ Den bewussten Verzicht auf Spielkontrolle seitens der TSG habe man zwar auf dem Schirm gehabt. „Aber leider hat unser Matchplan trotzdem nicht so gut funktioniert“, klagte Eric Oehler.
Das 1:0 durch Fabio Schmidt (23.) nach einem Offensivstandard nehme er auf seine Kappe. „Wir besprechen Standards relativ klar vor dem Spiel. Da muss ich vor meiner eigenen Haustür kehren. Vielleicht war die Blockverteidigung, die wir eigentlich spielen wollten, nicht hundertprozentig klar.“
In der Folge unterliefen seinen Jungs „seit langem mal wieder zwei individuelle Fehler. Aber damit kann ich auch leben. Und die guten Leistungen, die wir zuvor gezeigt haben, lassen wir uns dadurch nicht madig machen.“ Die TSG-Treffer zum 2:0, 3:0 und 4:0 markierten Marcell Oehler (42.), Lazar Ilic (55.) und Dominick Schwarz (81.).
Zur Roten Karte gegen sich in Minute 42 meinte Eric Oehler: „Ich stand auf dem Spielfeld, habe reklamiert, weil es in meinen Augen vor dem zweiten Treffer der TSG ein Foul an Jakob Michel gab. Im schlechtesten Fall habe ich Unrecht und es war gar keins. Aber naja, das habe ich mit dem Schiri geklärt. Auch da bin ich immer der Meinung: man kann sich auch mal fetzen. Wichtig ist – es darf nie so schlimm sein, dass du danach kein Bier mehr zusammen trinken kannst – aber das können wir noch.“ Er könne den Referee verstehen: „Es war too much heute von mir.“
Spvgg. Ingelheim: Haas; Schlör (73. Mansouri), Michel (61. Commes), Pieper, Schmitt, Mukanya (78. Deisen), Stavridis, Auletta (87. Degenhardt), Kurth, Trost, Teodonno.