
Ingelheim. Im Kampf um den Klassenverbleib in der Landesliga Ost hat die Spvgg. Ingelheim einen wichtigen Dreier eingefahren. Im Rheinhessen-Derby gegen den SVW Mainz gewann die Elf vom Blumengarten vor 50 Fans mit 1:0 (1:0). „Das war ein wichtiger Sieg – unabhängig von den anderen Ergebnissen“, atmete Ingelheims Coach Eric Oehler auf. Was Oehler freute: Seine Jungs bestätigten die starken Leistungen, die sie zuletzt teilweise aufs Tablett gebracht hatten – für die sie sich aber zu selten belohnt hatten. „Das waren ja echt gute Spiele, die wir da gemacht haben – aber irgendwann fällt es dir selbst schwer, zu glauben, dass es eigentlich ein super Auftritt war, wenn du mit einem 0:3 den Platz verlässt.“
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Zu bemängeln hatte der 42-Jährige wenig bis nichts. Nur vielleicht, dass sein Team nach dem Führungstreffer durch Tom Zimmer (26.) in der ersten Halbzeit das 2:0 hätten draufsetzen müssen – unter anderem durch Fabian Commes. „Das haben wir verpasst“, so Oehler. „Und dann läuft es so, dass wir in der 60. Minute wieder eine Zeitstrafe bekommen, die an Lächerlichkeit schwer zu überbieten ist.“ Weil: „Der Schiri pfeift, Teo (Francesco Teodonno, die Red.) steht noch da, wird vom Freistoß aus angeschossen, dreht sich dabei noch rum, bekommt den Ball also in den Rücken geschossen – schwierig zu akzeptieren… Deswegen freut es mich umso mehr, dass die Mannschaft diesen Widrigkeiten getrotzt hat.“ Am Schluss hatten die Weisenauer noch eine Riesenchance durch Jamie Anderton (90.+3). „Da haben wir das Ding von der Linie gekratzt“, so Oehler. „Letztlich war es ein verdienter Sieg, wenn auch vielleicht im Zustandekommen ein bisschen glücklich. Aber das Glück haben wir uns erarbeitet.“
Der entscheidende Treffer durch Zimmer fiel nach einer feinen Spielverlagerung, als Teodonno den Ball gegen zwei SVW-Kicker behauptete und eine perfekte Flanke an den Fünfer schlug, wo Ingelheims Kapitän den Ball über den Keeper köpfte. „Sauber gemacht“, schwärmte Oehler, der die Rote Karte gegen Lukas Pieper nach Wortgefecht im hitzigen Finish (90.+3) so besser verschmerzen konnte.
Spvgg. Ingelheim: Haas; Schlör, Steinmetz (64. Schmidt), Zimmer (74. Auletta), Commes, Pieper, Deisen, Schmitt, Zey (90.+5 Mansouri), Stavridis, Teodonno.