
Ingelheim/Bingen. Vorletzter Spieltag in der Landesliga Ost. Und die Fußballer der Spvgg. Ingelheim sind noch immer nicht gerettet. Aber am Sonntag um 15 Uhr beim Drittletzten TuS Knittelsheim bietet sich der Elf vom Blumengarten die nächste Chance, den Klassenverbleib klarzumachen – wenn Rivale Phönix Schifferstadt zeitgleich gegen Billigheim-Ingelheim verliert.
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Knittelsheim hat keine gute Karten mehr. „Ich kann aber bei den ganzen Eventualitäten um Platzierungsspiele nie so richtig abschätzen, welcher Platz jetzt wofür reicht“, konstatiert Ingelheims Coach Eric Oehler und schmunzelt leise. „Glaube, das hängt auch von der Mondphase ab…“ Ein dankbarer Gegner sei der TuS ganz sicher nicht. „Jeder, der mal das Vergnügen hatte, dort zu spielen, wird das bestätigen. Hochemotionale Zuschauer, eine absolute Kämpfertruppe – da ist es nie dankbar.“
Auf die Frage, wie sich die Lage im Kampf gegen den Abstieg aus seiner Sicht darstellt, antwortet der 42-Jährige: „Sehr anstrengend. Auch emotional. Nach so einem Spiel wie gegen Worms willst du am liebsten am nächsten Tag wieder in den Ring steigen und es besser machen. Geht aber leider nicht. Aus meiner Sicht ist diese Hängepartie zwischen entscheidenden Spielen das emotional Belastendste.“ Wie gut seine Jungs die jüngsten Nackenschläge weggesteckt haben? „Die Frage kann ich am Sonntag beantworten. Fest steht: In meiner Rechnung brauchen wir sechs Punkte.“
Um einen Dreier in Knittelsheim zu schnappen, müsse man „robust verteidigen und nicht in Schönheit sterben. Trotz des Drucks dürfen wir nicht in Konter laufen.“ Die personellen Umstellungen werden sich in Grenzen halten. „Wir werden jetzt nicht sieben Leute austauschen“, kündigt Oehler an.. „Für Jannik Schmidt ist die Saison wohl gelaufen“, klagt Oehler. „Sehr bitter, dass uns da wieder zwei Innenverteidiger fehlen.“