
Ingelheim. Riesenjubel und enorme Erleichterung bei den Landesliga-Fußballern der Spvgg. Ingelheim: Durch einen 4:0 (2:0)-Sieg gegen die FG Mutterstadt hat sich die Elf vom Blumengarten am letzten Spieltag den innig ersehnten Klassenverbleib gesichert.
„Von uns sind sehr, sehr viele Wackersteine abgefallen“, atmete Ingelheims Coach Eric Oehler nach dem Schlusspfiff tief durch. „Wir haben gut gespielt, auch wenn wir wie auch die Gäste bei dieser Hitze ein bisschen haushalten mussten mit den Kräften.“ Offenes Visier und volle Kraft voraus sei bei 33 Grad im Schatten nicht drin gewesen. "Die Jungs haben das super angenommen in dem Wissen, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen“, urteilte Oehler. Das 1:0 fiel nach einem Standard durch Jakob Michel (30.). „Richtig, richtig gut“, schwärmte Oehler, dessen Team noch vor der Pause den zweiten Treffer durch Francesco Teodonno nachlegte (45.). „Da hat der Teo sich im Sprintduell gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt. Und er ist eben ein Spieler, der dann im Eins gegen Eins mit dem gegenerischen Torwart auch die Klasse hat und das Tor erzielt.“ Mit dem dritten Treffer – erneut durch Teodonno (51.) – war der Drops vor 70 Fans laut Oehler „dann auch gelutscht“. Den Endstand stellte Maximilian Tzieply (73.) her.
„Ich muss den Jungs ein Kompliment machen, denn es war keine einfach Situation“, resümierte Oehler. „Den Druck hast Du ja, egal ob der Gegner jetzt volle Kanne spielt. Und diesen Druck muss Du Dir erstmal selbst wegnehmen und versuchen, Dein Spiel durchzuziehen – das haben die Jungs fantastisch gemacht.“ Und dann verriet der scheidende Coach noch: „Ich hatte vor der Partie alle Zweifel über Bord geworfen zum Thema Entscheidungsspiel oder ob wir da nochmal ran müssen, wenn wir das heute nicht erfolgreich gestalten und habe auch gesagt: ´Männer, das ist unser letzter gemeinsamer Tanz – und den werden wir erfolgreich bestehen – und so war´s auch. Daher gehe ich natürlich auch mit einem weinenden Auge. Bei mir ist sehr viel Wehmut, weil mich die Jungs mich einfach sehr, sehr gutherzig und wohlwollend aufgenommen haben. Wenn man weiß, es ist vorbei, tut es weh – das muss ich jetzt erstmal sacken lassen.“ Spvgg. Ingelheim: Haas; Steinmetz, Tzieply (85. Mansouri), Michel, Schmitt, Zey (78. Mukanya), Stavridis (68. Becker), Auletta (60. Pieper), Kurth, Trost, Teodonno (74. Commes).