Ingelheims Jan Förstel springt über den am Boden liegenden Bingerbrücker Bastian Theis, der mit seiner SG eine Runde weiter ist..
Ingelheims Jan Förstel springt über den am Boden liegenden Bingerbrücker Bastian Theis, der mit seiner SG eine Runde weiter ist.. – Foto: Edgar Daudistel

Ingelheim geht am Bangert baden

SG Bingerbrück/Weiler wirft die favorisierte Spvgg. mit 3:0 aus dem Verbandspokal

BINGERBRÜCK . Überraschung im Verbandspokal: Die A-Klassen-Kicker der SG Bingerbrück/Weiler sind ihrem Ruf als Pokalmannschaft erneut gerecht geworden. Gegen den favorisierten Landesliga-Absteiger Spvgg. Ingelheim gab es vor 150 Fans am Bangert einen 3:0 (2:0)-Erfolg. In Runde zwei geht es nun am Mittwoch (Uhrzeit noch offen) daheim gegen den neuen Ligarivalen TSG Hechtsheim.

SG Bingerbrück
3:0
Ingelheim

Die ersten beiden Treffer für die Platzherren markierten Jannik Heuser, der den Ball aus kurzer Distanz im Nachsetzen einschob (20.) und Christian Kaminski, der nach langem Pass im Eins-gegen-Eins cool blieb (38.). Den Deckel drauf machte in der 72. Minute Goalgetter Bastian Theis nach einem langen Ball, als die Ingelheimer schlecht verteidigten.

Den Bericht aus Sicht der SG Bingerbrück/ Weiler findet ihr hier.

SG-Trainer Christoph Schenk sprach von einem „geilen Pokalabend. Wir haben alles reingeworfen, was man für so ein Spiel braucht – Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und gute Kommunikation“. Darüber hinaus sei man „immer wieder in gute Umschaltmomente gekommen“, habe sauber und blitzschnell in die Tiefe gespielt – und den Ingelheimern damit Probleme bereitet. „So ist auch das zweite und dritte Tor gefallen“, erläuterte Schenk. Im Finish habe man weitere gute Chancen besessen.

„Man hat bei den Gästen natürlich gemerkt, dass die Jungs gut kicken können“, analysierte der Chefcoach der Schwarz-Weißen. „In der zweiten Halbzeit hat sich mit der Einwechslung von Max Sponheimer das Ballbesitzspiel von Ingelheim noch mal deutlich in Qualität und Quantität gesteigert. Aber zwingend nach vorne sind sie nur dreimal im gesamten Spiel gewesen.“ Dafür kreierten die Platzherren immer wieder „brandgefährliche Kontersituationen“. Gesondert hervorheben mochte Schenk von seinen Jungs niemanden: „Alle 15 haben einen tollen Job gemacht.“

Viel Verbesserungspotenzial

Ingelheims Coach Matthias Güldener befand, man habe „in der Höhe verdient verloren. In der ersten Halbzeit haben wir nichts auf den Platz gebracht, das war von A bis Z unterirdisch. Die zweite Hälfte war von der Präsenz etwas besser, aber wir waren nicht überzeugt von dem, was wir uns vorgenommen hatten.“ Sein „Co“ Serdar Parlak kritisierte die mangelnde Körperspannung und Mentalität seiner Männer. „Bingerbrück hatte von Beginn an Oberwasser. Wir haben die Vorgaben nicht umgesetzt, waren in der Defensive zu nachlässig.“ Güldener stellte noch klar: „Nein, wir haben nicht mit einer Not-Elf gespielt. Sondern mit einer Aufstellung, mit der wir auch in ein Liga-Spiel gehen würden. Wir wollten weiterkommen, aber es war das erwartet schwere Spiel.“ Etwas Positives aus dieser Pleite herauszuziehen, das falle ihm verdammt schwer. „Aber wenn, dann dass wir gesehen haben, welche Fehler wir machen, woran wir arbeiten müssen – und dass wir uns jetzt voll und ganz auf die Liga konzentrieren können…“

Aufrufe: 05.8.2022, 13:30 Uhr
Michael HeinzeAutor