
Gut vier Monate nach dem Aus beim Landesligisten SC Rheinbach hat Andreas Dick einen neuen Verein gefunden. Der 35-Jährige schließt sich zur Rückrunde dem SV Wachtberg an und soll dort mithelfen, den Klassenerhalt zu schaffen - als Spieler wohlgemerkt. Dicks weitere fußballerische Zukunft nach der Saison bleibt offen, eine Doppelfunktion auf und neben dem Platz möchte der Verteidiger aber nicht mehr bekleiden.
Der sportliche Absturz, den der SV Wachtberg in der letzten Zeit erlebt hat, ist schon ziemlich dramatisch. In der Spielzeit 2022/23 ging es für den Verein aus der Nähe von Bonn nach vier Jahren Landesliga-Fußball runter in die Bezirksliga. Dort spielte der SV in der Vorsaison um den direkten Wiederaufstieg mit, landete aber schließlich hinter dem FV Bad Honnef auf Rang zwei. In der laufenden Saison war dann von Beginn an der Wurm drin: Trainer Alexander Odenthal musste nach einem enttäuschenden Start nach nur fünf Spieltagen gehen und auch unter dem neuen Coach Frank Pleimes blieb die komplette Trendwende bisher aus. Nach der Hinrunde steht Wachtberg mit 14 Punkten auf einem Abstiegsplatz.
Der ursprüngliche Traum vom Aufstieg ist aktuell in weite Ferne gerückt. Schon nach der Trennung von Trainer Odenthal Ende September wurde als neues Ziel ein einstelliger Tabellenplatz ausgerufen. Mittlerweile liegt der Fokus auf dem Klassenerhalt.
Bei der Mission Klassenerhalt erhalten Pleimes und seine Mannschaft nun Unterstützung von Andreas Dick. Damit kehrt der erfahrene Verteidiger nach vier Monaten ohne Verein auf die Fußballbühne Mittelrhein zurück. Abgesehen vom Bezirksligisten habe es keine vernünftigen Angebote gegeben, erzählt der 35-Jährige. Bis zum Sommer möchte er dem SVW "helfen den Klassenerhalt zu schaffen", führt Dick aus. "Was danach kommt, werde ich dann sehen." Eine Verstärkung dürfte der Innenverteidiger ohne Frage sein. Immerhin kann Dick auf etliche Einsätze in höherklassigen Ligen zurückblicken. Für den 1. FC Köln II und den Bonner SC lief er beispielsweise in der Regionalliga West auf.
Ein großes Plus für das junge Wachtberger Team sind aber nicht zuletzt auch Dicks Führungsqualitäten. Seit 2019 war der Routinier als Spielertrainer aktiv, zuletzt Anfang der Saison beim SC Rheinbach. Diese Doppelfunktion möchte er zukünftig allerdings nicht mehr ausüben. "In Zukunft werde ich entweder nur noch Spieler oder Trainer sein. Nicht mehr beides in Kombination." In Wachtberg soll Dick es zumindest bis zum Sommer noch einmal selbst auf Platz richten.