
Gleich zwei schwäbische Futsal-Titel werden am Samstag in Stadtbergen vergeben. Tradtionell spielen sowohl Männer als auch Frauen in zwei ineinander verzahnten Turnieren ihre Besten aus. Das Männerturnier beginnt um 14 Uhr mit der Gruppenphase, die Frauen ab 17 Uhr ins Geschehen ein. Rund sechseinhalb Stunden soll es dauern, bis beide Titelträger feststehen.
Während in den sechs anderen bayerischen Bezirken Männer und Frauen getrennte, eigenständige Endrunden absolvieren, ist das in Schwaben seit Jahrzehnten anders. Dahinter steht die Idee, dass die besten Fußballerinnen auch eine große Bühne bekommen sollen, denn die Tribünen sind bei der Schwäbischen der Männer stets gut gefüllt. Das war schon von 1980 an der Fall, als die erste schwäbische Meisterschaft in Augsburg ausgetragen wurde, änderte sich nach dem Umzug 2011 nach Günzburg keineswegs - und fand bei der Premiere in Stadtbergen vergangenes Jahr seine Fortsetzung.
Bei den Männern sind die Finalisten des Vorjahres automatisch qualiziert - und feiern ein schnelles Wiedersehen. Denn die Auslosung ergab, dass der Vizemeister SV Cosmos Aystetten gemeinsam mit Titelverteidiger BSK Olympia Neugablonz in der gleichen Gruppe starten. Die Neugablonzer Hallenspezialisten zählen auch dieses Mal zum engeren Favoritenkreis, im Vorfeld geben sich die Ostallgäuer jedoch bescheiden. BSK-Spielertrainer Dennis Starowoit meint, dass es schwer werde, den Titel zu verteidigen. Für ihn ist Landesligist Aystetten erster Anwärter auf den Titel. Auf dem Weg ins Halbfinale bekommen es Neugablonz und Aystetten mit dem Allgäuer Kreismeister FSV Dirlewang (Kreisklasse) und der U23 des FC Gundelfingen zu tun.
Ein ehemaliger schwäbischer Hallenmeister geht in der Parallelgruppe an den Start. Als der Kick unterm Hallendach noch in den Kinderschuhen steckte, sicherte sich der TSV Haunstetten im Januar 1981 den Titel. Es war der größte Triumph des Klubs aus dem Augsburger Süden, der sich als Kreismeister für das Endrunde qualifizierte. In schwäbischen Endspielen standen schon die Gruppengegner TSV Meitingen (2019) und FC Lauingen (1986), während der Allgäuer Kreisklassist FC Buchloe in Stadtbergen Neuland betritt.
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Die Gruppenphasen haben die Frauen bereits hinter sich, bei den beiden Vorrundenturnieren in Nördlingen und Ottobeuren haben sich vier Teams für die K.o.-Spiele durchgesetzt. Im ersten Halbfinale kommt es gleich zur Neuauflage des Endspiels von 2025 zwischen dem Titelverteidiger SC Biberbach und dem TSV Ottobeuren. Die SpVgg Kaufbeuren und der FC Augsburg stehen sich im zweiten Semifinale gegenüber.
Überraschend fehlt Rekordsieger Schwaben Augsburg, der als Bayernligist das klassenhöchste schwäbische Frauenteam stellt.
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