
Der Abstiegskampf in der Bezirksliga Ost läuft heiß. Gegen den TSV Ampfing verpasste der Sportbund Rosenheim drei sicher geglaubte Punkte – eine späte Fehlentscheidung sorgte dabei für Unmut.
Der Sportbund DJK Rosenheim hat im Abstiegskampf einen bitteren Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen den TSV Ampfing gaben die Grün-Weißen einen sicher geglaubten Heimsieg in letzter Sekunde aus der Hand – und das unter höchst fragwürdigen Umständen.
Es lief bereits die 98. Minute, die Nachspielzeit war längst überschritten, als sich die Szene ereignete, die dieses Spiel überschatten sollte: Ein Rosenheimer Verteidiger klärte den Ball sauber zur Ecke und wurde im Anschluss vom Ampfinger Stürmer umgerannt. Während alle mit dem Schlusspfiff rechneten, entschied der Schiedsrichter völlig überraschend auf Elfmeter für die Gäste. Eine krasse Fehlentscheidung. Maximilian Manghofer nahm das Geschenk an und stellte auf 2:2 (90.+8).
„Die Szene überschattet alles: Zwei Minuten über der angezeigten Nachspielzeit entscheidet der Schiedsrichter erneut auf Elfmeter – obwohl unser Verteidiger den Ball klärt und dann vom Stürmer umgerannt wird. Eine extrem bittere Entscheidung, die uns zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf kostet“, zeigte sich Trainer Zimpfer nach der Partie enttäuscht.
Dabei zeigte der Sportbund vor allem in der ersten Halbzeit eine überragende Leistung. Defensiv standen die Grün-Weißen kompakt, offensiv setzten sie immer wieder gezielte Nadelstiche. In der 28. Minute belohnte sich das Team: Leonit Vokrri bediente Sanel Sehirc mustergültig, der zur verdienten Führung einköpfte.
Kurz vor der Pause folgte der nächste Treffer: Nachdem ein Tor von Benedikt Mittermayr zunächst noch überraschend aberkannt wurde, stellte er wenig später nach Vorarbeit von Simon Waldschütz auf 2:0 (42.).
„Wahnsinn, was die Jungs abgeliefert haben. Wir spielen eine der besten Halbzeiten der Hinrunde und führen hochverdient mit 2:0. Überragende Einstellung, mutiges Umschaltspiel und zwei richtig schön herausgespielte Tore“, analysierte Zimpfer zufrieden.
In der zweiten Halbzeit folgte dann das denkwürdige Comeback des TSV Ampfing. Zunächst schwächte sich der Sportbund selbst: Die Grün-Weißen klärten den Ball nicht konsequent, am Ende gab es einen berechtigten Elfmeter für die Schweppermänner. Manghofer verwandelte zum Anschlusstreffer (54.).
Anschließend fiel den Gästen nichts mehr ein. Der Sportbund stand tief und hatte alles im Griff. Alles lief auch hochverdiente drei Punkte hinaus, bis der Schiedsrichter entscheidend ins Spielgeschehen eingriff. Manghofer nutzte das Geschenk und stellte mit dem zweiten Ampfinger Abschluss auf das Sportbund-Tor auf 2:2 (90. +8).
„In der 54. Minute bekommen wir einen Elfmeter gegen uns – leider völlig zurecht. Was dann folgt, ist ein Fight, der kaum zu toppen ist – und dann die Szene, die leider alles überschattet“, analysierte Zimpfer weiter.
Zwei Spieltage vor Schluss hat der Sportbund noch drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge und noch alles in der eigenen Hand. Nächste Woche folgt das direkte Duell gegen den TSV Ebersberg – eine Partie mit Endspiel-Charakter und die Chance für den SBR, den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen. „Ab jetzt zählt nur noch das direkte Duell in Ebersberg. Wir werden den Frust bündeln und in Energie umwandeln“, zeigte sich Zimpfer optimistisch.