2026-05-06T12:44:31.715Z

Allgemeines

"In einen Rausch gespielt": Tönnies schwärmt nach Offensiv-Gala

Oberliga Niederrhein: Im Fußball gehören immer zwei dazu. So war die Schlussphase im Oberliga-Topspiel zwischen den KFC Uerdingen und der SpVg Schonnebeck nicht nur eine erschreckende Vorstellung der Krefelder, sondern auch eine berauschende Offensivleistung der Essener Hausherren.

von Markus Becker · Gestern, 22:45 Uhr · 0 Leser
Dirk Tönnies war nach dem 6:1-Sieg seiner Schützlinge gegen den KFC voll des Lobes.
Dirk Tönnies war nach dem 6:1-Sieg seiner Schützlinge gegen den KFC voll des Lobes. – Foto: Markus Becker

Die SpVg Schonnebeck hat dem KFC Uerdingen mit dem 6:1 nicht nur eine empfindliche Niederlage beigebracht, sondern den Aufstiegshoffnungen der Krefelder wohl den entscheidenden Schlag versetzt. Während Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies nach einer "fast perfekten Halbzeit“ ins Schwärmen geriet, fand KFC-Coach Julian Stöhr deutliche Worte für den Auftritt seiner Mannschaft.

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Tönnies gibt einen freien Tag als Bonus

Dabei hatte die Partie aus Sicht der Gäste zunächst ordentlich begonnen. Der KFC führte früh mit 1:0, hatte die Anfangsphase laut Tönnies sogar "klar“ im Griff. Doch nach dem Ausgleich durch den Handelfmeter von Niko Bosnjak kippte das Spiel komplett. "Der Doppelschlag hat uns sehr, sehr gut getan und das Spiel in die richtige Richtung geleitet“, erklärte Tönnies nach Abpfiff.

Vor allem mit der zweiten Halbzeit war der Schonnebecker Trainer hochzufrieden. "Wir haben fast nichts mehr zugelassen, überragende Umschaltaktionen gehabt. Die letzten 20 Minuten hat die Truppe sich in einen Rausch gespielt. Da waren Sachen bei, das war phänomenal.“

Dass das Ergebnis am Ende vielleicht etwas zu hoch ausgefallen sei, wollte der Übungsleiter gar nicht groß bewerten. Viel wichtiger war ihm, welches Potenzial seine Mannschaft besonders in der Schlussphase offenbarte. Tönnies hob dabei auch die jungen Spieler hervor, die nach ihrer Einwechslung sofort funktionierten. Mario Elias Lopes und Kevin Kourouma erzielten als Joker das 4:1 und 6:1. Den dritten Treffer erzielte der 20-jährige Cedric Zajkowski, sein erstes Tor unter den Senioren. "Mit dem frischen Blut haben alle gezogen. Dann ist das Spiel komplett in unsere Richtung gegangen.“

Schonnebeck behielt einer hitzigen und kampfbetonten Partie einen kühlen Kopf.
Schonnebeck behielt einer hitzigen und kampfbetonten Partie einen kühlen Kopf. – Foto: Markus Becker

Der große Druck sei bei seiner Mannschaft inzwischen ohnehin verschwunden. Die Schwalben haben sich schon vorzeitig aus dem Aufstiegskampf verabschiedet und können nun frei aufspielen. "Die Jungs sollen den Tag genießen“, sagte Tönnies, der seiner Mannschaft nach der Gala sogar einen zusätzlichen freien Tag spendierte.

Stöhr fordert eine Reaktion

Ganz anders war die Stimmungslage beim KFC Uerdingen. Julian Stöhr sprach nach der Partie von einem "Offenbarungseid“ und nahm seine Mannschaft ungewöhnlich hart in die Pflicht.

Ein Tag zum Vergessen für Julian Stöhr und den KFC.
Ein Tag zum Vergessen für Julian Stöhr und den KFC. – Foto: Markus Becker

Besonders die Schlussminuten ärgerten den KFC-Coach. Nach dem 4:1 habe er seiner Mannschaft noch zugerufen, defensiv stabil zu bleiben, stattdessen kassierten die Uerdinger noch zwei weitere Gegentreffer. "Das war eine Selbstaufgabe“, sagte Stöhr deutlich. "Wenn ich hier mit 1:4 runtergehe, dann ist das scheiße. Aber nach außen ist so ein 1:6 eine Klatsche, ein peinliches Ergebnis.“

Zwar sei die Saison noch nicht beendet und rechnerisch weiter alles möglich, doch Stöhr machte klar, dass nun eine Reaktion folgen müsse. "Damit die Stimmung nicht kippt, müssen wir gegen Kleve eine Reaktion zeigen."