
Geretsried hat im Testspiel beim Bayernliga-Konkurrenten TSV 1860 München II mit 0:5 klar das Nachsehen. Trainer Dittmann fordert vor dem Trainingslager mehr Einsatzbereitschaft.
Es wartet wohl noch viel Arbeit auf den TuS Geretsried bis zur Fortsetzung der Bayernliga-Saison in knapp drei Wochen. „Das Ergebnis ist enttäuschend. Das nervt als Wettkämpfer, als Sportler natürlich total“, stellte Trainer Daniel Dittmann nach der 0:5-Klatsche bei der U21 des TSV 1860 München fest und gestand: „Das habe ich noch nicht erlebt, dass man in einer Vorbereitung so deutlich verliert.“
Schon 60 Sekunden nach Spielbeginn liefen die Gäste einem Rückstand hinterher. Nach einem Ballverlust von Robin Renger auf der Sechserposition machte Raphael Wach seinem Nachnamen alle Ehre und markierte das 1:0 für den Bayernliga-Tabellenführer. Trotz des schnellen Gegentors fand der TuS zunächst gut ins Spiel. „In der ersten Halbzeit war es von uns spielerisch ein gutes Niveau, mit gefühlt 60 Prozent Ballbesitz“, erklärte TuS-Coach Dittmann nach Spielschluss. Allerdings war ihm nicht verborgen geblieben, dass aus der optischen Dominanz wenig Effizienz entstand. Sprich: Nennenswerte Torgelegenheiten waren nicht zu vermelden.
Mit einigen Auswechslungen im Verlauf der zweiten Halbzeit war der Spielfluss allerdings wieder dahin. Noah Klose stellte in der 51. Minute begünstigt durch einen individuellen Fehler auf Seiten der Gäste auf 2:0 für die Hausherren, die in der Folgezeit relativ leichtes Spiel hatten und am Ende einen klaren Erfolg in diesem Vorbereitungsmatch verbuchten: Durch einen Doppelschlag von erneut Klose (68.) sowie Arin Garza (69.) zogen die Junglöwen auf 4:0 davon. Cristian Leone markierte eine Viertelstunde vor Schluss den Treffer zum 5:0-Endstand.
„Wir haben jetzt drei Vorbereitungsspiele gemacht und haben drei Mal in der zweiten Halbzeit eine deutlich schwächere Leistung gezeigt“, stellte Daniel Dittmann in einer ersten Analyse fest. Natürlich darf man zumindest in der aktuellen Partie den Leistungsabfall zu einem guten Teil dem arg reduzierten Kader zuschreiben. „In der Breite haben heute zehn Spieler gefehlt, die alle Startelf-Kandidaten sind. Das gehört zur Wahrheit auch dazu“, machte der TuS-Coach deutlich. Somit sei ein Einbruch teilweise durch die Einwechslungen zu erklären.
Vor dem Abflug ins Trainingslager in Barcelona am Dienstag machte der Übungsleiter aber deutlich, dass sich einiges ändern müsse, um mit Überzeugung den Abstiegskampf nach der Winterpause fortsetzen zu können. Dittmann: „Bei richtigen Verletzungen kann man nichts machen, aber kleinere Wehwehchen muss in nächster Zeit jeder aushalten.“