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Ligavorschau

In der Akklimatisierungsphase

Kreisklasse B Sinsheim +++ Kevin Schneider fühlt sich wohl beim SV Gemmingen +++ Am Sonntag kommt Berwangen zum Lokalderby

von red. · 01.11.2024, 18:00 Uhr · 0 Leser
Die Gemminger (r. Marco Haugk) gehören zur erweiterten Spitzengruppe der B-Klasse.
Die Gemminger (r. Marco Haugk) gehören zur erweiterten Spitzengruppe der B-Klasse. – Foto: Siegfried Lörz

Kevin Schneider hat sich eingelebt beim SV Gemmingen. Der gebürtige Schwaigerner übernahm den Trainerposten beim Absteiger vom scheidenden Tapio Ferdinand und hat die Mannschaft in Kreisklasse B konsolidiert. Mehr aber noch nicht, wie er sagt: "Uns fehlt momentan die Konstanz, um von der ersten bis zu 90. Minute durchzuziehen."

Das Zwischenergebnis sind 19 Punkte nach zwölf Partien. Das ist ordentlich, aber eben nicht sehr gut. "In der Anfangsphase der Saison hat man gemerkt, dass die Ideen, die Marco (Red.: Haugk, Co-Trainer) und ich haben, noch nicht umsetzbar waren", sagt Schneider, der dann zufriedener festhalten durfte, "dass man danach wirklich gesehen hat, was die Jungs können."

Der 35-jährige Spielertrainer ist froh, den Schritt in einen für ihn gänzlich neuen Fußballkreis zu wagen. Bislang war er ausschließlich im Unterland unterwegs, beim FSV Schweigern oder auch beim VfL Brackenheim. Dort sammelte er erste Erfahrungen als Co-Trainer. In Gemmingen wurde er, "sehr gut vom Verein, den Zuschauern und eben dem gesamten Umfeld", aufgenommen. Der Kontakt kam über Abteilungsleiter Ralf Botzenhardt zustande. Schneider verrät: "Ralf und ich kennen uns schon sehr lange und jetzt war der Zeitpunkt gekommen, als ich gesagt habe, dass ich diesen Neuaufbau in Gemmingen gerne machen würde."

Er hat in diesem Zuge seine angestammte Position vom Sturmzentrum eine Position nach hinten geschoben und agiert meist auf der Zehn. Er sagt: "Da wir Probleme im Spielaufbau hatten, bin ich zurückgegangen, um die Mannschaft so auf dem Feld besser führen zu können."

Dass er das alles schmerzfrei angehen kann, freut ihn besonders, da seine Verletzungshistorie lang und leider gut gefüllt ist. "Ich hatte drei Kreuzband- und fünf Meniskusrisse", zählt Schneider seine Leidensgeschichte auf. Das gehört aber der Vergangenheit an. Aktuell geht er auf dem Feld mit Leistung voran und hat in zehn Einsätzen für die Gemminger acht Tore erzielt sowie vier vorbereitet.

In der vorangegangenen Partie ist er, wie seine Spieler, allerdings leer ausgegangen. "Eschelbach war spielerisch die bislang stärkste Mannschaft, auf die wir getroffen sind", sagt Schneider zur 0:4-Niederlage bei der SG 2000. Ärgerlich war mindestens die Höhe, wie er hinzufügt, "drei Gegentore davon waren klare individuelle Fehler." Kommenden Sonntag sollen selbige gegen den FC Berwangen abgestellt werden. Das Nachbarschaftsderby beginnt um 14.30 Uhr beim SV.

Die eigene Zielsetzung ist auf einen Neuaufbau ausgerichtet. Der Spielertrainer sagt: "Ich weiß, wie schwierig es als Absteiger ist, in der neuen Liga Fuß zu fassen, denn dort wird schließlich auch Fußball gespielt. Wir wissen, dass wir gegen jeden gewinnen, aber auch verlieren können, deshalb geht es uns darum, uns in der Liga zu akklimatisieren, dabei ein Team aufzubauen und unsere Spielidee reinzubringen. Dann wird man sehen, wohin uns der Weg führt."